„Bonn Unity Cup“: Hans Sarpei besucht Fußball-Projekt für Jugendliche

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Teilnehmende Jugendliche des Bonn Unity Cup zusammen mit Förderern, Kooperationspartnern, den Veranstaltern und Hans Sarpei (zweite Reihe, mittig). Foto: Sascha Engst/Bundesstadt Bonn

Bonn – Aktuell läuft die zweite Turnierphase des „Bonn Unity Cups“ mit Bonner Jugendlichen. Dabei handelt es sich um ein sportpädagogisches Fußball-Turnier der Bundesstadt Bonn und der gemeinnützigen Organisation „YouMo!“. Hans Sarpei, Schirmherr von YouMo!, besuchte die Jugendlichen am Mittwoch, 4. Januar 2023, in der Sporthalle des Schulzentrums Tannenbusch. Dort spielte er mit ihnen nicht nur Fußball, sondern sie setzten sich auch gemeinsam mit dem Thema Inklusion auseinander.

Bei einem Pressetermin stellten Hans Sarpei, Stefan Günther (Leiter Sport- und Bäderamt), Younis Kamil von YouMo!, Marion Frohn Geschäftsführerin der Behindertengemeinschaft Bonn, und Dr. Volker Hahn, Vorstandsvorsitzender der IVG-Stiftung, das Turnier und die Idee dahinter vor. Sarpei, ehemaliger Nationalspieler von Ghana und langjähriger Spieler in der Fußball-Bundesliga engagiert sich seit Jahren für Jugendliche: „Fußball ist eine großartige Möglichkeit, um Jugendliche zum einen für Sport zu begeistern, zum andern aber auch um den Zusammenhalt untereinander zu fördern und zu stärken. Das Besondere an dem Turnier ist, dass es nicht nur um den Sport geht, sondern dass die Kinder sich auch mit sozialen und gesellschaftlichen Themen beschäftigen. Ich freue mich, dass Bonn dieses Projekt anbietet.“

Durch den Turniermodus geht es um den Wettbewerb – im Fokus steht aber vor allem die Begegnung und der Austausch der Jugendlichen untereinander. So sollen die persönlichen und sozialen Kompetenzen gefördert werden. Die einzelnen Turnierphasen stehen jeweils unter verschiedenen Schwerpunkten. Die erste Phase in den Herbstferien stand unter dem Schwerpunkt „Gesellschaftlicher Zusammenhalt und Abbau von Vorurteilen”. Aktuell, in den Weihnachtsferien, beschäftigen sich die Jugendlichen mit Inklusion von Menschen mit Behinderung. Zu diesem Thema ist die Behindertengemeinschaft Bonn eingebunden, die die Jugendlichen mit der Auseinandersetzung damit unterstützt und begleitet.

Bei einem aufgebauten „Selbsterfahrungsparcours“ können die Jugendlichen einen Perspektivwechsel vollziehen und erahnen, wie der Sport für Menschen mit Behinderung ist. Zum Beispiel, indem sie Fußball mit Krücken oder mit Augenbinde spielen. Die dritte und letzte Turnierphase wird in den Osterferien 2023 in Pennenfeld stattfinden und befasst sich mit der Berufsorientierung junger Menschen als eine Form des Empowerments zur gesellschaftlichen Teilhabe.

„Den Jugendlichen wird stadtteilübergreifend die Möglichkeit gegeben, sich spielerisch zu begegnen. Ich bedanke mich bei allen Kooperationspartnern, die dieses tolle Projekt gemeinsam mit der Stadt Bonn möglich machen. Wir möchten niedrigschwellige Sportangebote für alle Menschen anbieten, natürlich auch für Jugendliche – bisher zeigt sich, dass dies mit dem Bonn Unity Cup gut gelingt“, sagt Stefan Günther, Leiter des Sport- und Bäderamtes.

Am Turnier nehmen rund 120 Jugendliche in 12 Teams teil. Zielgruppe sind Mädchen und Jungen im Alter von 14 bis 18 Jahren. Nach dem Turnier wird ausgewertet und entschieden, ob das Projekt auch weiterhin fortgeführt wird. Bei positiver Resonanz ist in den Folgejahren geplant, die Teilnehmerzahl weiter auszubauen. Bürger*innen sind eingeladen, sich an diesem Evaluationsprozess zu beteiligen.

Kooperationspartner

Aufgrund der Größenordnung des Projektes arbeitet die Stadt mit einem Träger zusammen, der die Aktivitäten koordiniert und verantwortet. Partner ist die gemeinnützige Bonner Organisation „YouMo! Sportbasiertes Soft SkillTraining“, deren Gründer sowohl in ihren ehrenamtlichen Funktionen in Sportvereinen als auch beruflich Erfahrung mit solchen Sportveranstaltungen haben.

Gefördert wird das Turnier von der IVG-Stiftung Bonn. Die IVG-Stiftung wurde 2006 von der ehemaligen IVG-Gruppe in Bonn gegründet und fördert besonders in den Bereichen Wissenschaft und Forschung, Bildung und Erziehung sowie Kunst und Kultur. Die Verwaltung der Stiftung wurde zum 1. März 2022 an die Bürgerstiftung Bonn übertragen.

 

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