Bonn – Die Bonner Wirtschaftsförderung hat ihre zentralen Arbeitsschwerpunkte für das Jahr 2026 vorgestellt. Wie die Stadt in einer Pressemitteilung mitteilt, stehen sieben Fokusthemen im Mittelpunkt, mit denen die wirtschaftliche Entwicklung des Standorts Bonn gezielt gestärkt werden soll. Im Fokus stehen dabei sowohl klassische Standortfragen wie Gewerbeflächen und Fachkräftesicherung als auch neue Akzente bei Existenzgründungen, Unternehmensbetreuung und der Entwicklung städtischer Veranstaltungsorte.
Neu aufgenommen wurden drei Themenbereiche: die Einführung eines sogenannten Key Account Managements für große Bonner Unternehmen, die intensivere Förderung von Existenzgründungen sowie die Weiterentwicklung städtischer Veranstaltungsstätten und Gastronomien.
Mit dem neuen Key Account Management will die Wirtschaftsförderung den Kontakt zu wichtigen Unternehmen am Standort Bonn systematischer pflegen. Ziel ist es, Bedarfe frühzeitig zu erkennen, Transformationsprozesse besser zu begleiten und die Bindung der Unternehmen an den Standort langfristig zu sichern.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Förderung von Existenzgründungen. Geplant sind 2026 verstärkt Veranstaltungen rund um Marktzugang, Vertrieb, Marketing und Preisgestaltung. Zudem soll die Zusammenarbeit mit dem Digital Hub Region Bonn und den Hochschulen der Region ausgebaut werden, um Gründerinnen und Gründer besser zu unterstützen.
Auch bei den städtischen Veranstaltungsstätten besteht Handlungsbedarf: Die neun in kommunalem Eigentum befindlichen Häuser und Gastronomien sollen baulich und konzeptionell weiterentwickelt werden. Genannt werden in der Mitteilung unter anderem das Brückenforum, die Redoute sowie die Stadthalle Bad Godesberg, deren Sanierung vorbereitet beziehungsweise vorangetrieben werden soll.
Fortgeführt werden zudem die bereits aus dem Vorjahr bekannten Schwerpunkte. Dazu zählt das Gewerbeflächenmanagement, etwa bei der Entwicklung des Büro- und Gewerbeparks Pützchen sowie von Flächen in Buschdorf. Im Bereich internationale Fachkräfte setzt Bonn auf den Aufbau dauerhafter Welcome-Strukturen und spezielle Angebote für internationale Studierende.
Ein weiteres Augenmerk gilt der Innenstadt und den Stadtbezirkszentren. Hier sollen Leerstandsmanagement und städtebauliche Förderprojekte insbesondere in der Bonner Innenstadt und in Duisdorf vorangebracht werden. Für Bad Godesberg wurde zudem ein eigenes Image- und Marketingkonzept entwickelt.
Auch der Tourismus bleibt ein strategisches Feld: 2026 will die Bonn-Information zwei Kernprojekte aus dem Touristischen Leitbild umsetzen. Dazu gehört ein neuer Besuchsdienst auf dem UN Campus Bonn in Kooperation mit dem UN-Freiwilligendienst sowie die Entwicklung neuer Lösungen für ein stärkeres Destinationsmanagement gemeinsam mit regionalen Tourismuspartnern.
Mit den sieben Fokusthemen setzt Bonn nach eigenen Angaben auf eine langfristig angelegte Wirtschaftsstrategie, die sowohl Wachstum als auch Standortqualität sichern soll.
red / Quelle: Stadt Bonn










