CDU Bad Honnef fordert von Landesregierung: „Nonnenwerth muss zur Chefsache gemacht werden!“

Stadtelternrat: Kaum in Worte zu fassen - Neuhoff: Absolut erschüttert!

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Jonathan Grunwald - Foto: privat

Bad Honnef/Nonnenwerth – Die Ankündigung, dass das Gymnasium Nonnenwerth zum Ende des Schuljahres geschlossen werden soll, verwundert nicht nur die Schüler und Eltern, sondern auch die Bad Honnefer Politik und den Stadtelternrat. In der letzten Woche fand im Bad Honnefer Ratssaal noch ein Runder Tisch mit Eltern und Kommunalpolitikern statt. Es gab große Übereinstimmung, dass alles dafür getan werden müsse, die Bildungseinrichtung zu erhalten.

Während einige Eltern volle Transparenz und Offenlegung von Ungereimtheiten forderten, schlug Bürgermeister Otto Neuhoff die Strategie des Vertrauens vor. Alle Stimmen müssten gehört werden. Für eine Lösung brauche man Zwischenschritte. Neuhoff bot sich sogar als Moderator an. Dieses Angebot scheint nach der aktuellen Entwicklung obsolet zu sein.

Im GA erklärt Neuhoff am Abend, er sei „absolut erschüttert, wie leichtfertig das Vertrauen der Eltern und Schüler in den Fortbestand ihrer Schule enttäuscht wird“. Er könne in keiner Weise nachvollziehen, dass das Brandschutzthema schuld an dieser Misere sein solle. Neuhoff fordere „Transparenz über die wahren Gründe, die zur Aufgabe der renommierten Privatschule auf rheinland-pfälzischer Seite führen sollen“. Es sollten alle Anstrengungen unternommen werden, dass Nonnenwerth fortgeführt werden könne.

Mit Entsetzen hat die Bad Honnefer CDU die angekündigte Schulschließung des Franziskus-Gymnasiums Nonnenwerth zum Schuljahresende zur Kenntnis genommen. „Dass der Schulträger Peter Solimann inmitten der ernsthaften Gespräche, bei denen von allen Seiten Unterstützung angeboten wurde, die Schließung ankündigt, ist nicht hinnehmbar“, erklärt der Vorsitzende Jonathan Grunwald. „Wir erwarten insbesondere von der Landesregierung in Rheinland-Pfalz eine unverzügliche und deutliche Reaktion! Aufgrund der überregionalen Bedeutung der Schule ist nun die Ministerpräsidentin gefordert. Nonnenwerth muss zur Chefsache gemacht werden!“

Deutliche Worte findet der Bad Honnefer Stadtelternrat. „Das, was sich dort auf Nonnenwerth abspielt, ist kaum in Worte zu fassen. Auf dem Rücken der Schulkinder und deren Eltern wird seit Monaten ein Kampf um die Zukunft der Insel ausgefochten.
Herr Soliman versucht nun mit einer angekündigten Schließung der Schule zum Ende des Schuljahres Fakten zu schaffen und die Eltern, die ihre Kinder dort auf die Schule schicken oder schicken wollen, noch mehr zu verunsichern“, schreibt er auf Facebook.

Solimans Ziele für die Insel seien weiterhin unklar, eine Schule zu betreiben scheine nicht dazuzugehören.

Die Eltern aus Bad Honnef wollen das nicht zulassen, so der Stadtelternrat. „Wir solidarisieren uns mit denen, denen hier und heute die schulische Zukunft genommen werden soll!“

 

3 Kommentare

  1. Da wird Herr Solimann, der erst im August letztes Jahr Nonnenwerth übernommen hat, wohl nie den Plan gehabt haben, die Schule weiterzubetreiben. Man muss vermuten, dass er die Gemeinschaft der Franziskanerinnen einfach belogen hat als er sagte: „Wir haben großen Respekt vor der mehr als 150 Jahre langen, erfolgreichen Geschichte als Bildungseinrichtung. Diese Tradition wollen wir auch in neuer Trägerschaft mit dem klassischen deutschen Abitur als Abschluss auf der Insel fortführen. Ich freue mich auf den gemeinsamen Weg mit den Schülern, ihren Familien und den Ordensschwestern.“

  2. Da wird wohl die behütete Schülerschaft nun auf staatliche/städtische Schulen gehen müssen. Da ist ja die ganze Lebensplanung im Eimer. Shocking. Aber es gibt ja auch noch Hagerhof, Kalkuhl und Co., die alle Wert auf das Geld der Eltern legen.

  3. Brandschutz ist wichtig, aber auch teuer.
    Wenn das Land Rheinland-Pfalz den Fortbestand will, muss es eben Zuschüsse geben wie bei öffentlichen Schulen auch.
    Andernfalls muss aber auch eine neue Schule gebaut werden und wenn ich mir die aktuellen Kosten dafür anschaue: Das kostet ein vielfaches von 10 Millionen.
    Sollte der Eigentümer aber trotz Zuschüssen die Schule schliessen wollen, weil Wohnungsbau lukrativer ist, kommt die kommunale Planungshoheit zum Tragen.

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