CDU im Siebengebirge kämpft um den Erhalt des Franziskus Gymnasiums Nonnenwerth

Grunwald: Malu Dreyer und Stefanie Hubig müssen endlich Verantwortung übernehmen

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veranstaltung nonnenwerth

Bad Honnef/Nonnenwerth – Der digitale Versammlungsraum war bis auf den letzten Platz gefüllt: Fast hundert kleine Videobildchen reihten sich bei der Veranstaltung „Quo vadis Nonnenwerth? – Eine Schule am Scheideweg“ aneinander – und vor etlichen Computern saßen Paare und ganze Familien. Die drohende Schulschließung des Franziskus Gymnasiums Nonnenwerth bewegt eine ganze Region!

Die CDU Verbände im Siebengebirge hatten eingeladen, um gemeinsam mit Schülern, Eltern und Lehrern nochmal alle Möglichkeiten auszuloten, um die Schule mit ihrer 170-jährigen Bildungstradition vor der Schließung zu retten. Und schon zu Beginn machten der CDU-Vorsitzende aus Bad Honnef, Jonathan Grunwald, und sein Königswinterer Kollege, Christian Steiner, deutlich, dass es ihnen um den Erhalt der Schule gehe: „Wir wollen nach vorne gucken und alles in die Waagschale werfen, um eine tragfähige Lösung für die Schule zu finden.“ Grunwald, der auch für die CDU bei der Landtagswahl erstmals für die CDU antritt, dankte in diesem Zusammenhang nicht nur den Eltern für ihr großes Engagement, sondern würdigte insbesondere den beeindruckenden Einsatz der Schülervertretung mit ihrer Sprecherin Alina Münz, die mit ihren Aktionen immer wieder auf das Schicksal der Schule aufmerksam machten.

In der von Initiatorin Ute Westerhoff, selber Mutter zweier Nonnenwerther Alumni, moderierten Diskussion informierten unter anderem Peter Luft (Schulwerk), Rüdiger Knöpfel (Schulelternbeitrat) und Peter Schichl (Verein Rettet Nonnenwerth) über die aktuellen Bemühungen, Lösungen zu erwirken. So sei man auch in Gesprächen mit der neuen Landrätin im Kreis Ahrweiler, Cornelia Weigand, um sie für ein stärkeres Engagement zu gewinnen.

Mit größtem Unverständnis reagierten die Beteiligten auf die politische Zurückhaltung der rheinland-pfälzischen Landesregierung. So würde das Privatschulgesetz des Landes eine Beteiligung an der Trägerschaft von bis zu 49 Prozent durch Land, Kreis oder Kommune erlauben. Warum sich die Akteure nachweislich auf das nicht anwendbare Schulgesetz beriefen, sei schleierhaft. „Die Landesregierung muss endlich Verantwortung übernehmen und eine aktive Rolle einnehmen, um der Schule eine nachhaltige Perspektive zu verschaffen. Sollten sich Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Bildungsministerin Stefanie Hubig weiterhin wegducken, wird man das Gefühl nicht los, dass es sich um ein perfides bildungsideologisches Gebaren handelt. Ein privates Gymnasium mit konfessioneller Prägung passt wohl nicht in ihr Weltbild“, verbalisierte Grunwald ein Gefühl, das immer mehr Menschen in der Region beschleicht.

Auch der Honnefer Bürgermeister Otto Neuhoff nutzte die Gelegenheit, um die zahlreichen Fragen der Eltern zu den Anmeldungen an den Honnefer Schulen zu erläutern. Neuhoff machte deutlich, dass er für den Erhalt Nonnenwerths stehe, er aber auch die Verantwortung für eine solide Schulplanung trage, sollte Nonnenwerth zum Ende des Schuljahres schließen. Das Anmeldeverfahren für die weiterführenden Schulen habe man bis Mitte März verlängert. Wichtig war die Klarstellung, dass mit einer Anmeldung auf einer anderen Schule keine automatische Abmeldung von Nonnenwerth verbunden sei, allerdings eine Anmeldung auf einer Privatschule vertragliche Verpflichtungen nach sich ziehen könnte, die die Eltern im Blick haben müssten.

Ein Beitrag der CDU Bad Honnef

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