Chance der Bürgergesellschaft

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Endlich redet mal einer Tacheles. „Inakzeptable Führung“. Jetzt kann Hermann Nolden antworten und sagen, was er alles erreicht hat. Seit 26 (oder doch 28) Jahren führt er das Kleinod, steckte nach eigenen Aussagen viel Geld in die damals marode Immobilie und holte noch mehr raus. Zweifellos: Es gab Schwächephasen. Aber wo gibt es die nicht?

Wenn nach einer solch langen Pachtzeit Stadtbestimmer ihre Stadtgestalter vor vollendete Tatsachen stellen, nicht mit ihnen reden, dann wirft das einen langen Schatten. Auch bei einem Wirtschaftsprofi und studiertem Psychologen wie Nolden kann man davon ausgehen, dass er eine emotionale Bindung zu seinen Projekten hat – und faire Behandlung wünscht. „Er kann sich ja neu bewerben“ klingt schon ein bisschen sehr verächtlich. Soll ein solcher Umgang mit Bürgern und Unternehmern zum neuen Bad-Honnef-Style werden?

Vermutlich wird ein neuer Pächter die Preise deutlich anheben. Dann kann sich einen Biergartenbesuch nicht mehr jeder leisten. Bevor darüber erneut hinter verschlossen Türen entschieden wird: Die Bürger müssen entscheiden können, was auf der Insel Grafenwert geschieht. Wollen sie Konzepte mit teuren Events oder Volksgarten?

Eine einmalige Gelegenheit für eine Bürgergesellschaft.

 

 

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