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Bad Honnef – Die CDU Bad Honnef hat heute auf ihrer Facebook-Seite unter dem Titel “Corona – Fakten und Meinungen” einen Beitrag zur Situation mit Corona eingestellt, den wir hier ungekürzt veröffentlichen.

“Corona hat uns überrannt, eine Pandemie, die sich rasend schnell über alle Kontinente ausbreitet. Das neu identifiziertes Coronavirus SARS-CoV-2 ist äußerst gefährlich, weil die verursacht Erkrankung namens COVID-19 völlig untypisch verläuft. Anders als bei anderen Viren bemerkt der Infizierte gar nicht, dass er infiziert ist; er merkt es erst Tage später oder im besten Fall gar nicht, aber er ist von Anfang an ansteckend. Deswegen haben wir rigide Kontaktsperren. Keine Ausganssperren wie in Italien und Spanien, wo die Menschen auch nicht für Sport vor die Tür dürfen und die Kinder nicht zum spielen. Alles mit dem Ziel den R-Wert niedrig zu halten, damit es unser Gesundheitssystem verkraften kann. Das angestrebte Ziel, den Wert unter 1 zu drücken, d.h. eine Person steckt weniger als eine andere Person an, ist erreicht.

Gegen das Virus gibt es kein Medikament und keine Impfung. Hoffnungsvoll erscheint die Behandlung mit Antikörpern aus dem Blut Genesender. Auch werden Medikamente, die gegen Ebola oder HIV erfolgreich angewendet wurden nun auf ihre Wirksamkeit für Covid-19 getestet. Erfolg versprechend scheint auch die Entwicklung eines Impfstoffes mit Hilfe von RNA. Zeit spart hier, dass man bereits zum Sars-Virus 2003 angefangen hat, einen Impfstoff zu entwickeln, was aber damals nicht weiter verfolgt wurde und nun wieder aufgegriffen wird. Leider wird allerlei Unsinn von selbsternannten Experten zu angeblichen Medikamenten in Umlauf gebracht. Vitamin C hilft nicht auch kein Whiskey-Gurgeln etc. Bewegung an der frischen Luft ist grundsätzlich gut für das Wohlbefinden und zur Stärkung des Immunsystems. Es schützt aber nicht vor einer Infektion. Das einzige, was momentan schützt sind, Abstand und die immer wieder genannten Hygiene Maßnahmen einzuhalten und der auch selbst genähte Nase-Mund-Schutz.

Der viel gehörte Vergleich zu Grippetoten verharmlost eklatant die Gefahren dieses Virus. Zum einen wird dabei nicht zwischen Pandemie und Epidemie unterschieden und zum anderen werden Zahlen verglichen, die sich nicht vergleichen lassen: Die Grippetoten am Ende einer Epidemie mit zuletzt in Deutschland 25.000 können nicht mit den Zahlen einer beginnenden Pandemie verglichen werden. (Italien allein hat jetzt schon 22.000 Todesfälle).

Nun ist es irrig anzunehmen, die Krankheit beträfe nur uns Ältere. Die Fallzahlen des Robert Koch Instituts zeigen nur 17% aller Fälle sind 70 Jahre und älter, allerdings sind in dieser Gruppe 86% der Todesfälle, wobei nicht unterschieden wird, ob die Menschen an oder mit einer Corona-Infektion gestorben sind. Die Medien bearbeiten das Thema tlw. sehr seltsam, immer nach dem Motto „bad news are good news“. Wenn ein Wissenschaftler nur zögerlich die Ergebnisse des andern kommentieren will, weil er nicht genug Informationen hat, wird ein an sich völlig normales naturwissenschaftliches Vorgehen zum einem Streit der Wissenschaftler hochstilisiert. Wohltuend ist hier der regelmäßige Podcast mit Prof. Drosten, der klar benennt, was man weiß, noch nicht weiß und nicht sicher weiß.

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Doch die Medien brauchen jeden Tag was Neues und da es nicht jeden Tag was Neues gibt, müssen in den täglichen Brennpunkten die Probleme und Schwierigkeiten dargestellt werden. Da wird uns erzählt, die Leute wollen einen Exit, gleichzeitig werden Umfragewerte publiziert, dass ¾ der Deutschen eine Verlängerung der Kontaktsperren befürwortet. Es ist überhaupt nicht abzustreiten, dass die Kontaktsperren riesige Probleme mit sich bringen, ja sogar existentielle. Aber am Virus ist nicht die Politik Schuld. Wir alle sind gefordert das Beste daraus zu machen.
Wollen wir eine Durchseuchung der Bevölkerung, wie es z.B. Boris Johnson leichtfertig wollte? Ohne Medikamente, bedeutete dies, dass 500.000 allein in Deutschland an Corona sterben würden. Das kann niemand wollen.

Wo bleiben die Berichte, was wir gut hinbekommen? Alles hat zwei Seiten, sogar Corona: Das alte Wort „Not macht erfinderisch“ erfährt eine Renaissance. Einfallsreich werden kulturelle Angebote über via Internet gemacht. Virtuelle Museumsbesuche werden angeboten, ja sogar virtueller Unterricht findet statt und sehr viele LehrerInnen nehmen mit Verve diese Herausforderung an. Ob das alles beibehalten werden kann, wenn wir wieder normale Zustände haben? Es herrscht ein unglaublich hohes Maß an Solidarität, Junge bieten an, für die Älteren einkaufen zu gehen, Masken werden fleißig genäht. In der Natur sieht man viele Familien, die draußen gemeinsam etwas unternehmen. Hoffentlich hat das Auswirkungen auf unser doch im Allgemeinen sehr mangelhaftes Verständnis von Natur, vielleicht bewegt sich dann nach Corona mehr in Richtung Klimaschutz.

In den „Sozialen Medien“ wird auch gegen den sog. wissenschaftlichen Mainstream polemisiert, was soll das? Naturwissenschaft untersucht die Fakten in Experimenten und zieht seröse Erkenntnisse daraus. Wichtig! – die Fakten sind nachprüfbar und das macht Wissenschaft aus!

Wissenschaftlicher Mainstream ist, was sich beweisen lässt, verifizieren nennt man das. Dagegen gibt es Wichtigtuerei, Meinungen und Ignoranz, die mit Wissen verwechselt werden. Hier geht es aber gerade nicht um Meinung, Meinung bleibt hier gefährliches und irreführendes Geplapper. Die Wirklichkeit ist, dass unsere Regierung uns so erfolgreich durch die Gefahr führt, bei aller Kritik was man noch besser machen könnte. Die katastrophalen Ereignisse in Spanien und Italien zeigen, wie es auch aussehen könnte. Noch gar nicht auszudenken, was Corona in den Slums Asiens, Afrikas und Lateinamerikas anrichten wird und in den Flüchtlingslagern”.

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