Die Sieger von Jugend forscht an der Uni Bonn –  Drei erste Preise

45 Jungforschende stellen ihre Projekte beim virtuellen Regionalwettbewerb Bonn/Köln vor

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jugend forscht
Silas Kohn (10), Paul Ferdinand Fleige (10) und Paul Jacobs (9; von links) von der Katholischen Grundschule Hangelar erzielten den ersten Platz in Chemie von Schüler experimentieren. - Foto: privat

Bonn – Wie lassen sich landwirtschaftliche Anbaumethoden hinsichtlich Erträge und Dürreresistenz optimieren? Wie gelingt es am besten, die einzelnen Farben in Filzstiften voneinander zu trennen? Wie stellt man umwelt- und gesundheitsfreundliche Silvesterraketen her? Mit diesen Themen errangen heute junge Forschende beim Regionalwettbewerb Bonn/Köln von Jugend forscht/Schüler experimentieren an der Universität Bonn erste Preise. Wegen der Pandemie fand die Siegerehrung wieder als Livestream statt. Die Erstplatzierten qualifizierten sich als Regionalsieger für die Teilnahme am Landeswettbewerb.

Ökologischen und ökonomischen Nutzen vereinen

Durch den Klimawandel werden Dürreereignisse die Landwirtschaft und unsere Lebensgrundlagen beeinflussen. Rufus Wegner (17) vom Städtischen St. Michael-Gymnasium Bad Münstereifel untersuchte, wie eine vielfältige Wechselertrags-Polykultur als Alternative zur Monokultur Ertrag und Bodenwasserhaushalt beeinflusst. Damit errang er den ersten Preis in Biologie des Regionalwettbewerbs Jugend forscht.

Aus schwarz wird bunt

Mit einem schwarzen Filzstift, Filterpapier und Wasser lassen sich bunte Schmetterlinge erzeugen. Die Flüssigkeit trennt den schwarzen Strich auf dem Filter in einzelne Farben und lässt die Komponenten auf dem Papier entlangwandern. Wie sich dieses chemische Trennverfahren durch verschiedene Temperaturen und unterschiedliche Flüssigkeiten verbessern lässt, untersuchten Paul Jacobs (9), Paul Ferdinand Fleige (10) und Silas Kohn (10) von der Katholischen Grundschule Hangelar. Sie erzielten den ersten Platz in Chemie bei Schüler experimentieren.

Weniger Feinstaub durch Silvesterraketen

Pro Jahr werden rund 2.500 Tonnen Feinstaub durch Feuerwerkskörper freigesetzt. Isabella Dechant (11) und Luzie Aurora Schmitz (11) vom Rhein-Sieg-Gymnasium Sankt Augustin haben eine umwelt- und gesundheitsfreundliche Silvesterrakete entwickelt. Sie besteht aus recyceltem Papier, wird mit einem Blasebalg in die Luft geschossen und leuchtet durch Fingerfarbe. Hierfür bekam das Team den ersten Preis in Physik der Kategorie Schüler experimentieren.

Kreativität, Begeisterung und Wissen

„Die letzten Jahre und Monate haben uns alle vor viele Herausforderungen gestellt – und dies gilt insbesondere für die Schulen“, sagte Prof. Dr. Klaus Sandmann, Prorektor für Studium, Lehre und Hochschulentwicklung, in seinem Grußwort. „Was ihr in euren so vielfältigen Projekten geleistet habt, ist großartig: Es zeigt eure Kreativität, eure Begeisterung, euer Wissen und wie interessiert ihr seid.“

Uni Bonn richtet zum elften Mal Jugend forscht aus

Bereits zum elften Mal richtete die Universität Bonn nun den Regionalwettbewerb aus. „Ein großer Dank gilt den zahlreichen Partnern wie der Universität Bonn, die die Durchführung der Wettbewerbe trotz der anhaltenden Coronapandemie auch in diesem Jahr ermöglichen“, teilte Dr. Sven Baszio, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Jugend forscht e.V., mit. „Ohne ihre gemeinschaftliche Unterstützungsleistung im Rahmen der größten öffentlich-privaten Partnerschaft ihrer Art in Deutschland wäre der Wettbewerb Jugend forscht/Schüler experimentieren nicht denkbar.“

Weitere Informationen zu den Projekten im Internet:
www.jugend-forscht.uni-bonn.de

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