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Bad Honnef

DPG warnte bereits vor vierzig Jahren vor menschlichen Einflüssen beim Klimawandel

Physikalische Gesellschaft erneuert Warnung

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Bad Honnef – Bereits vor über vier Jahrzehnten warnte die Deutsche Physikalische Gesellschaft vor den menschlichen Einflüssen beim Klimawandel. Vor der Bonner Climate Change Conference erneuert die DPG nun ihren Appell, alles zu tun, um den daraus resultierenden zusätzlichen Treibhauseffekt auf ein erträgliches Maß zu reduzieren.

Das Klima wandelt sich. Wie schlimm es für die künftigen Generationen kommt, darüber streiten die Gelehrten – und was wann für wen katastrophal enden kann. In einer Presseinformation warnte die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG) bereits im Jahr 1971 vor einer drohenden „Einwirkung menschlicher Tätigkeiten auf das Klima“ und verfasste im Jahr 1986 sogar ein Memorandum dazu, das die Zeitschrift „Der Spiegel“ zu einer Titelseite veranlasste, auf der der Kölner Dom unter Wasser stand. Vor der Climate Change Conference vom 17. – 27. Juni 2019 in Bonn erneuert die DPG nun ihren Appell, alles zu tun, um den von Menschen induzierten Klimawandel auf ein erträgliches Maß zu reduzieren.

Schon vor vielen Jahrzehnten erkannten die Naturwissenschaftlerinnen und Naturwissenschaftler, dass die Temperatur auf der Erde empfindlich von der Konzentration der heute als Treibhausgase bezeichneten Stoffe abhängt: vom Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4), Lachgas (N2O) oder von den damals noch bedrohlich hohen Mengen an Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoffen (FCKW) – sowie vom Wasserdampf, der im Wesentlichen für den natürlichen Treibhauseffekt verantwortlich ist, ohne den die Erde für uns unbewohnbar wäre. Die DPG blendet nicht aus, dass das „Klima“ ein außerordentlich komplexes System ist und die wissenschaftliche Modellbildung nicht abgeschlossen ist.

Falls die Verbrennung von Kohle, Öl oder Gas nicht drastisch eingeschränkt würde, prognostizierten die Physikerinnen und Physiker dem Memorandum von 1986 zufolge einen CO2-Gehalt von mindestens 500 bis 600 ppm (parts per million) in den nächsten 50 bis 100 Jahren. Heute liegt der Wert bereits bei über 400 ppm, damals vor dreißig Jahren noch bei 340 ppm und um 1900 erst bei 270 ppm. Die Konzentration hat damit heute einen Wert erreicht wie seit mindestens 800 000 Jahren nicht mehr.

Zudem gingen die Expertinnen und Experten davon aus, dass sich die Temperatur der Erde im Vergleich zu Ende der 1980er Jahren im schlimmsten Fall um mehrere Grad Celsius erhöhen wird. Ein möglicher Einfluss der Sonne kann die beobachtete Langzeitvariation der Erdoberflächentemperaturen in den vergangenen 100 Jahren nicht erklären. Mit großer Sicherheit wird das im Dezember 2010 von den 194 Mitgliedstaaten der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen ausgerufene 2-Grad-Ziel wohl verfehlt werden. In Folge dessen könnte die drohende Ausbreitung von tropischen und subtropischen Krankheitserregern immer mehr Menschen krankmachen. Zudem steigt der Meeresspiegel im schlimmsten Fall um bis zu einem Meter bis zum Jahr 2100, wenn auch von großen räumlichen Unterschieden auszugehen ist. Für Deutschland beispielsweise prognostizieren die Meteorologen wegen steigender Temperaturen eine wachsende Tendenz zu sommerlichen Hitzewellen.

„Die Bedingungen, unter denen das Klima sich entwickelt, sind vom Menschen nachweislich gravierend verändert“, sagt Dieter Meschede, Präsident der Deutschen Physikalischen Gesellschaft. Auch wenn wir noch unter Unsicherheit handeln müssen, wegen der drohenden negativen Einflüsse des Klimawandels auf die weltweiten Lebensbedingungen vieler Menschen wiederholt die DPG den Appell der Unterzeichner des DPG-Memorandums von vor dreißig Jahren. Sie ruft zu konsequentem Handeln und Umsteuern im menschlichen Umgang mit unserem Planeten zur Erhaltung unserer natürlichen Lebensgrundlagen auf. (G.S.)

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Bad Honnef

Ausschusssitzung verschoben

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Bad Honnef – Die Sitzung des Ausschusses Stadtentwicklung, Planen und Bauen wird auf Donnerstag, 27.06.2019, verschoben.

Die Verwaltung gab terminliche Gründe für die Verlegung an.

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Bad Honnef

Wegen Software-Umstellung: Bürgerbüro Bad Honnef drei Tage geschlossen

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Bad Honnef – Das Bad Honnefer Bürgerbüro am Rathausplatz 12 schließt von Montag, 12.08.2019, bis Mittwoch, 14.08.2019. Auch das Bürgerbüro Aegidienberg, Aegidiusplatz 10, das regulär immer montags und freitags öffnet, ist am Montag, 12.08.2019, geschlossen. Grund ist eine Umstellung der Software des Meldeprogramms.

Die Umstellung erfolgt nach und nach in jeder Kommune des Kreises. Die Mitarbeitenden werden während der Schließung zum neuen Programm geschult und sind deshalb auch telefonisch nicht zu erreichen. Sollten Pässe und Ausweise beantragt sein, wird gebeten, die Schließung zu berücksichtigen, denn Ausweisdokumente können in diesem Zeitraum nicht abgeholt werden.

Die Mitarbeitenden im Bürgerbüro Bad Honnef-Tal, Rathausplatz 12, sind am Donnerstag, 15.08.2019, von 8:00 bis 18:00 Uhr wieder wie gewohnt zu erreichen. Durch die mehrtägige Schließung kann an diesem Tag der Publikumsverkehr größer sein und sich die Wartezeiten verlängern. Das Bürgerbüro in Aegidienberg hat am Freitag, 19.08.2019, von 8:00 bis 12:00 Uhr regulär geöffnet

Weitere Informationen gibt es im Bürgerbüro Bad Honnef, Rathausplatz 12, sowie Bürgerbüro Aegidienberg, Aegidiusplatz 10, oder per Telefon 02224/184-251 sowie per E-Mail buergerbh@bad-honnef.de .

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Bad Honnef

Grundpreis für Trinkwasser steigt um über zwei EUR pro Monat

Bad Honnef AG: Anpassung der Trinkwasserpreise zum 1. Juli 2019

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Bad Honnef. Für zwei Milliarden Menschen ist freier Zugang zu Wasser keine Selbstverständlichkeit. In Deutschland unvorstellbar.

Trinkwasser ist hier das wichtigste Lebensmittel – es lässt sich durch nichts ersetzen. Deshalb gelten in Deutschland strenge gesetzliche Vorgaben für die Trinkwasserqualität. Zertifizierte Labore überprüfen unser Trinkwasser regelmäßig in kurzen Abständen auf seine Inhaltsstoffe und weisen nach, dass es die vorgeschriebenen Grenzwerte einhält.

Die BHAG fördert das Rohwasser aus zwei Brunnen, die sich in unmittelbarer Nähe zu ihrem Wasserwerk „Im Lohfeld“ in der Wasserschutzzone 1 in Bad Honnef befinden. Dieser Bereich wird besonders streng vor Verunreinigungen gesichert. Das mikrobiologisch reine Rohwasser stammt aus einer Tiefe von circa 20 Metern und besteht aus Grundwasser sowie Uferfiltrat des Rheins.

Damit die BHAG die notwendige Sicherheit und somit die hohe Trinkwasserqualität gewährleisten kann, sind regelmäßige Investitionen in die Wasserinfrastruktur notwendig. Im Vorjahr flossen allein rund 1,4 Millionen Euro in das Trinkwassernetz und die Anlagen der BHAG. Eine besondere Herausforderung sind zudem die topografischen und geologischen Aspekte – denn das Siebengebirge mit seinen Bergen und Tälern prägt das Versorgungsgebiet der BHAG. Hierdurch verläuft das 280 Kilometer lange Leitungsnetz, das die Wasserwerke mit seinen zwölf Hochbehältern und acht Druckerhöhungsanlagen verbindet. Die Anzahl der Hochbehälter und Druckerhöhungsanlagen ist somit deutlich höher als zum Beispiel in einem Versorgungsgebiet am Niederrhein.

Keine Sorgen machen muss sich die BHAG allerdings um das Thema „Nitrat im Grundwasser“, denn im Einzugsgebiet der BHAG befinden sich kaum landwirtschaftliche Flächen. Die BHAG engagiert sich dagegen anderweitig und ist seit Jahrzehnten Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft der Rheinwasserwerke. Diese AG sorgt durch Verhandlungen mit Einleitern – darunter Chemiewerke und Kläranlagen – für eine kontinuierliche Verbesserung der Wasserqualität des Rheins.

In den letzten Jahren haben sich die Anforderungen in der Trinkwasserversorgung stetig erhöht. Lohn- und Betriebskosten sind gestiegen und hohe Investitionen waren erforderlich, um die Trinkwasserqualität auf höchstem Niveau zu halten. Trotz dieser und allgemeiner Kostensteigerungen konnte die BHAG die Wasserpreise dennoch über 15 Jahre stabil halten. Eine Anpassung der Grundpreise ist nun aber notwendig.

Zum 1. Juli 2019 wird daher der monatliche Grundpreis für den Haushaltsbedarf von 5,47 Euro auf 7,84 Euro (jeweils brutto) erhöht. Das entspricht einem Anstieg von 2,37 Euro pro Monat. Der Mengenpreis (Arbeitspreis) bleibt hingegen unverändert. Neben den Haushaltskunden betrifft die Preisanpassung auch Gebäude, die zu gewerblichen, beruflichen oder sonstigen Zwecken genutzt werden, sowie den landwirtschaftlichen Betriebsbedarf.

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Juni, 2019

01Jun11:0022(Jun 22)15:00Weltbaustelle Infostand am Marktplatz Bonn

19Jun16:0018:00Sitzung Ausschuss für Stadtentwicklung, Planen und Bauen - 29/X

19Jun19:0021:00Vom Beueler Becher zu Bonn blüht und summt - wie wir die Stadt mitgestalten

20Jun15:0016:30Tanz mit

20Jun20:30Akustik Folk Session

21Jun17:0020:00Critical Mass Sieg(burg)

24Jun17:0018:30Grüner Stadtspaziergang - Flora und Fauna an Wegen und Wänden

25Jun19:0021:00Zero Waste Bonn Neulingstreffen + Brainstorming

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Hitler war eine Türkin?!17. Mai 2019
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