Bad Honnef – Die Dragons Rhöndorf haben am Abend möglicherweise ihren wichtigsten Sieg in dieser Saison eingefahren. Gegen den Tabellenletzten Rasta Vechta II setzte sich das Team mit 76:70 durch.
Eine Vorentscheidung fiel bereits im zweiten Viertel: Die Hausherren entschieden diesen Abschnitt mit sage und schreibe 23:8 für sich. Zuvor hatten die Dragons nach dem ersten Viertel knapp mit 22:21 geführt.
Das dritte Viertel ging mit 16:14 an die Gäste, sodass die Teams beim Stand von 59:45 in den Schlussabschnitt gingen. Dort wurde es noch einmal spannend: Vechta kämpfte sich bis auf 74:69 heran, als noch rund 30 Sekunden zu spielen waren.
Nach einem Foul an Kenan Reinhart behielt dieser an der Freiwurflinie die Nerven und verwandelte beide Würfe zum 76:69. Zwar erhielten auch die Gäste noch einmal zwei Freiwürfe, von denen einer im Netz landete – am Ende lautete das Ergebnis 76:70 für die Dragons. (Hh)
Mit viel Energie zum dritten Erfolg in Serie!
Von Klaus Beydemüller
Es war unterm Strich keine Begegnung für Basketball-Ästheten; die zweite Halbzeit ließ aus Sicht der rund 650 Fans einiges zu wünschen übrig. Was am Ende jedoch zählte, war der Sieg – und der wurde mehr oder weniger sicher eingefahren. Damit haben die Dragons ihre Pflicht erfüllt und müssen nun die Ergebnisse der Konkurrenz abwarten. Ob die Rheinländer den Klassenerhalt vorzeitig gesichert haben, steht erst am Sonntagnachmittag fest.
Wie sich im Laufe der Trainingswoche bereits abgezeichnet hatte, wurden Juhwan Harris-Dyson und David Böning nicht mehr rechtzeitig fit und mussten folglich aussetzen. Der Ausfall des amerikanischen Forwards machte sich in den Anfangsminuten deutlich bemerkbar. Er fehlte in der Defensive, was der bullige Aula Maarufu Sumbry zu nutzen wusste. Vechta legte jedenfalls einen Blitzstart hin und ging schnell in Führung (2. Minute/8:2). Es dauerte eine Weile, bis sich Rhöndorf auf den Angriffswirbel der Niedersachsen eingestellt hatte. Ab Mitte des ersten Viertels bekamen die Hausherren die Gäste immer besser in den Griff und Rhöndorfs Offensivaktionen wurden zwingender. Ab diesem Zeitpunkt entwickelte sich ein offener Schlagabtausch zweier Mannschaften auf Augenhöhe (10. Minute/22:21).
In den zweiten zehn Minuten gaben die Dragons von Beginn an den Ton an. Rhöndorf legte zwar keine großen Serien hin, zog bis zur 18. Minute trotzdem erstmals zweistellig davon (40:29) und packte durch den bestens aufgelegten Duje Dujmovic bis zur Halbzeitpause noch fünf Punkte drauf (45:29).
Der Vorsprung blieb im dritten Spielabschnitt konstant. Beide Teams geizten allerdings mit erfolgreichen Korbabschlüssen und überboten sich stattdessen eher mit technischen Fehlern. So gingen die Gastgeber mit einer relativ komfortablen 59:45-Führung ins Schlussviertel.
Dann machte es Rhöndorf selbst noch einmal spannend. Die Hausherren ließen die Zügel in der Defensive plötzlich schleifen und luden die Niedersachsen zu einfachen Korbchancen ein, die diese dankbar nutzten. Auf der anderen Seite häuften sich die Flüchtigkeitsfehler. Nach nur drei Minuten war die Führung der Dragons bis auf sieben Punkte geschmolzen (61:54).
Richtig zittern mussten die Fans jedoch nicht mehr, denn Vechta fehlten die Mittel, um den Vorsprung weiter zu verkürzen. Dafür fiel bei den Rastafaris der Distanzwurf nicht oft genug, zudem beherrschten die Drachen die Bretter eindeutig. Am Ende griffen sie 51 Rebounds und damit 13 mehr als die Gäste ab. Herr der Ringe war Benjamin Sadikovic (16 Pkt.) mit sagenhaften 18 Rebounds!
Zudem kreierten die Dragons mit 56 Abschlüssen aus dem Zweierbereich 18 mehr als Vechta und waren dabei um neun Prozent treffsicherer (48 % Rhöndorf/39 % Vechta). So konnte Rhöndorf die mäßige Dreierquote von 24 Prozent verkraften.
Topscorer der Begegnung wurde Duje Dujmovic, der 20 Punkte erzielte und zudem noch sieben Rebounds einsammelte. Ein ebenfalls bemerkenswertes Score steuerte Kenan Reinhart (16 Pkt./6 Reb.) zum Erfolg bei. Einmal mehr die Konstanz in Person war Jorge Mejias mit 13 Punkten und neun Assists. Bei den Gästen punkteten Roy Krupnikas (17 Pkt.), Aula Maarufu Sumbry (14 Pkt.) und Epke Kruthaup (13 Pkt.) am besten.
Max Becker (Headcoach Dragons Rhöndorf): „Wir haben es mit einer Energieleistung geschafft, die Ausfälle zu kompensieren und konnten zum ersten Mal in der Saison einen dritten Sieg in Serie feiern. Der Erfolg war heute wichtiger, als die Art und Weise, wie dieser zustande kam. Auf eine starke erste, haben wir eine unkonzentrierte zweite Halbzeit folgen lassen. Das Spiel am Ende aber trotzdem durch unsere Überlegenheit beim Rebound für uns entscheiden können. Wir haben unseren Job für diese Woche erledigt und konzentrieren uns nun voll auf die letzten beiden Spiele, um den Klassenerhalt schnellstmöglich klarzumachen und dann befreit nach oben schauen zu können.“
Dragons Rhöndorf: Schmid, Dujmovic (20 Pkt.), Ilic (7), Scepanovic, Reinhart (16/2-3er/6 Reb.), Diallo (4/3), Mejias (13/9 As.), Sadikovic (16/18 Reb.), Pettenó, Idbihi
Rasta Vechta: Sumbry (14 Pkt./1-3er), Kruthaup (13/2), Gutersohn, Hellmann, Dresing (6), Grüß (9/1), Chojnacki, Ehioghae (4), Krupnikas (17/3), Volf (3/1), Lungelu (4/8 Reb.)
Dragons Rhöndorf / Rast Vechta: 2er 27/56 (48%) / 15/38 (39%), 3er 4/17 (24%) / 8/26 (31%), FG 31/73 (42%) / 23/64 (36%), FT 10/14 (71%) / 16/19 (84%), REB 51 / 38, ST 9 / 7, TO 15 / 15, BS 3 / 3, PF 18 / 18















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