Echte Polizei sauer: Anrufe falscher Polizist*innen nehmen wieder zu

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Dirk Schneider (r.) und Peter Klein
Dirk Schneider (r.) und sein Kollege Peter Klein bei ihrer Amtseinführung im letzten Jahr. Jetzt wurde ihre Diensttelefonnummer missbraucht

Bad Honnef – Das ist echt ätzend! Aktuell werden wieder viele Bürger*innen zwischen Bad Honnef, Rheinbreitbach und Unkel angerufen und über den Tisch gezogen. Sogar den hartgesottenen Ordnungsprofi, Polizeihauptkommissar Dirk Schneider macht die skrupellose Vorgehensweise der Betrüger*innen fassungslos.

Bei den Anrufen ist jetzt sogar auf den Telefondisplays der Opfer die Telefonnummer der hiesigen Polizeidienststelle im Rathaus (02224-2635) erschienen, berichtet Schneider.  Leider fielen immer noch ältere Menschen auf die Betrügereien herein und verlören ihr gesamtes Hab und Gut, ärgert sich der Polizeihauptkommissar. Mit fadenscheinigen Geschichten würden auf abenteuerliche Weise falsche Polizeibeamte entsandt, um Übergaben in die Wege zu leiten.

“Vorab bauen die Täter*innen Vertrauen auf”, so Schneider. Sie machten den alten Menschen weis, sie könnten der Polizei helfen und versetzten sie in Angst. Dann würde der Druck verbal noch erhöht und die Betroffenen würden aufgefordert, unbedingt den Verbrechern zu vertrauen, um das Ziel der Übergabe einleiten zu können, schildert der erfahrene Polizist das perfide Vorgehen. Schneider: “Einmal in diesem Tunnel drin, ist es für die Betroffenen unmöglich, noch Fiktion von Realität zu unterscheiden. Das muss ein Ende haben!”

Schneider weist noch einmal darauf hin: “Niemals ruft die Polizei mit einer Amtskennung oder gar der 110 an! Niemals würden wir Bürger dermaßen zu irgendeiner Handlung drängen!”

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