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Aus dem Korb der Drehleiter wird das ganze Ausmaß es Schadens und die Enge der Bebauung deutlich. Um das Feuer engültig auch in den Zwischenwänden ersticken zu können, war der großflächige Einsatz von Schaum notwendig | Foto: Freiwillige Feuerwehr Königswinter

Königswinter-Hasenboseroth – Der Brand eines Einfamilienhauses im Ortsteil Hasenboseroth hat in der Nacht von Donnerstag auf Freitag zu einem Großeinsatz der Freiwilligen Feuerwehr Königswinter geführt. Die neun Bewohner konnten sich bereits vor Eintreffen der Einsatzkräfte selbst ins Freie retten. Das Haus ist weitgehend zerstört und unbewohnbar. Die Bewohner kamen im Laufe der Nacht bei Nachbarn unter.

Gegen 2:05 Uhr am Freitagmorgen wurden die ersten Einheiten mit dem Stichwort Gebäudebrand in die Hasenboserother Strasse alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Kräfte brannte dort ein Holzschuppen, die Flammen hatten bereits auf das direkt angebaute Wohnhaus übergegriffen und bedrohten weitere Gebäude in unmittelbarer Nähe.

Auf Grund der engen Bebauung und der rasanten Brandausbreitung, die innerhalb kürzester Zeit zu einer Durchzündung des gesamten Dachstuhls des Bungalows führte, wurde umgehend eine Alarmstufenerhöhung angeordnet.

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In der Anfangsphase galt es vor allem, die benachbarte Bebauung vor einer Brandausbreitung zu schützen | Foto: Freiwillige Feuerwehr Königswinter

Zunächst konzentrierten sich die etwa 80 eingesetzten Kräfte aus den Einheiten Oelberg, Ittenbach, Bockeroth, Uthweiler, Eudenbach und Oberdollendorf darauf, mit Hilfe von Riegestellungen mit mehreren C-Rohren die benachbarten Gebäude zu schützen, während über das Wenderohr der Drehleiter die Brandbekämpfung eingeleitet wurde. Um diesen massiven Wassereinsatz zu ermöglichen, mussten zwei B-Leitungen über circa 400 Meter Feldweg von einer zusätzlichen Wasserentnahmestelle auf dem Gelände eines Gewerbebetriebs gelegt werden. Währenddessen wurde die Einheit Niederdollendorf zum Gerätehaus Ittenbach beordert, um von dort aus den Grundschutz für Paralleleinsätze im Bergbereich sicher zu stellen.

Da diese Arbeiten wegen der starken Rauchentwicklung nur unter schwerem Atemschutz erfolgen konnten, brachte der entsprechende Gerätewagen des Rhein-Sieg-Kreises zusätzliche Pressluftatmer und Atemschutzmasken zur Einsatzstelle.

Nachdem das Feuer unter Kontrolle und ein Überspringen auf weitere Gebäude ausgeschlossen war, mussten Brand- und Glutnester in den Zwischenwänden der Holzständerkonstruktion aufgespürt und abgelöscht werden. Das Betreten des Brandobjekts war auf Grund der unklaren Stabilität für die Einsatzkräfte zu riskant, so dass hierzu eine Wärmebildkamera und Löschschaum von der Drehleiter aus eingesetzt wurde.

Die letzten Einheiten verließen die Einsatzstelle gegen 7:15 Uhr, für die gesamte Dauer war die Hasenboserother Strasse voll gesperrt.

Die Einsatzstelle wurde zur Brandursachenermittlung von der Polizei beschlagnahmt.

 

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