Endlich! Bad Honnef bekommt Highspeed-Internet

2
1665

Bad Honnef | Manchmal dauern die Dinge etwas länger. Bis Ende 2016 ist nun auch Bad Honnef bitmäßig im wettbewerbsfähigen Daten-Zeitalter angekommen. Die Telekom baut für 9200 Haushalte das Netz aus und stellt dann bis zu 100 Megabit pro Sekunde zu Verfügung.

Während die Verbandsgemeinde Unkel schon jetzt mit Hochgeschwindigkeit durch Glasfaserbahnen düst, müssen Bad Honnefer Randgebiete weiterhin auf Tempo warten.

Heute stellte die Telekom im Rathaus ihren Ausbau vor. 30 Kilometer Glasfaser würde verlegt, 32 Multifunktionshäuser würden aufgestellt. Die Technik sei so ausgefeilt, dass sich das Tempo im Vergleich zum bisherigen VDSL-Anschluss beim Download auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde verdopple, so Frank Pischke von der Telekom. Aber auch der Upload spiele beim Datentransfer eine große Rolle. Hier würde sich das Tempo sogar vervierfachen.

Dass eine Modernisierung des Datennetzes zwingend erforderlich ist, belegte Pischke mit einem Vergleich. Der Datendurchlauf, der heute in Bad Honnef stattfindet, hätte vor 15 Jahren für die halbe Welt gereicht. Telefon, Internet und Fernsehen würden immer häufiger über einen gemeinsamen Datenkanal genutzt. Dafür brauche man mehr Durchlauf-Kapazität.

Freuen können sich auch die Ortschaften Aegidienberg, Wülscheid und Orscheid, die ebenfalls von der Modernisierung profitieren sollen. Im Vorwahlraum 02244 sei eine Tempo-Versorgung hingegen nach wie vor problematisch.

Die Bürger sollen von den Bauarbeiten nicht allzu viel mitkriegen, obwohl insgesamt 1200 Meter Tiefbauarbeiten durchgeführt werden müssen. Allenfalls hätten betroffene Anwohner einen Tag eine Baustelle vor dem Haus. Auch kostenmäßig hätte niemand etwas zu befürchten. Alles würde aus der Telekom-Kasse bezahlt, die Stadt stelle lediglich Manpower zur Verfügung. Wer sich allerdings vom schnellen Internet  begeistern lassen wolle, müsse natürlich an einen Tarifwechsel denken, so Pischke.

Bad Honnefs Wirtschaftsbeauftragte, Johanna Högner, die den erkrankten Bürgermeister Otto Neuhoff vertrat, sprach von einem weiteren wichtigen Standortvorteil für Bad Honnef. Es sei allerdings nicht an ein Förderprogramm gedacht, das die heimische Wirtschaft datentechnisch nach vorne bringen könnte. Diese Initiative müsse von den Unternehmern selbst ausgehen.

 

 

 

 

 

2 Kommentare

  1. Was heißt ganz Bad Honnef?? Wirklich ganz Bad Honnef oder wieder nur die VIPs im Bergbereich? Warum wurde die Karl Simrock Straße als Vorzeigemodell genommen?

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein