Rhöndorf. Die Konzertreihe „Musik im Pavillon“ hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der bedeutendsten Open-Air-Musikformate der Region entwickelt. Immer wieder gelingt es den Veranstaltern, außergewöhnliche Künstlerinnen und Künstler an den Ziepchensplatz zu holen. Am Freitag, 7. August, dürfte ihnen das erneut gelingen: Ab 19.30 Uhr steht die Sängerin Cage gemeinsam mit Clemens Orth und Band auf der Bühne.
Die Karriere der Kölner Musikerin, die mit bürgerlichem Namen Karolin Gärtner heißt, liest sich fast wie ein modernes Märchen. Einst schenkte sie im Foyer der Kölner Philharmonie den Gästen Sekt aus – heute findet sich ihr eigener Name im Programmheft renommierter Konzerthäuser.
Bundesweit bekannt wurde Cage zunächst durch ihre Teilnahme an der ProSieben-Show FameMaker. Einem noch größeren Publikum stellte sie sich beim deutschen ESC-Vorentscheid vor. Dort sorgte sie mit ihrer außergewöhnlichen Stimme für Begeisterung. Stefan Raab bezeichnete sie als das „größte Gesangstalent Deutschlands“ – ein bemerkenswertes Lob aus dem Mund eines Musikproduzenten, der bereits zahlreiche erfolgreiche Künstler entdeckt und gefördert hat.
Auch die Musikkritik ist auf Cage aufmerksam geworden. Das Rolling Stone Magazine zog Vergleiche mit Beyoncé und hob ihre außergewöhnliche Stimme hervor. Tatsächlich besitzt Cage eine warme, samtige und zugleich kraftvolle Stimme, die an große Soul-Interpretinnen erinnert. Gleichzeitig verbindet sie Soul, R&B und Alternative Pop zu einem modernen, unverwechselbaren Klang.
Dabei ist Cage weit mehr als Sängerin. Sie schreibt ihre Songs selbst, komponiert, spielt Klavier und produziert ihre Musik als Independent Artist gemeinsam mit Freundinnen, Freunden und ihrer Band. Gerade diese Unabhängigkeit spiegelt sich in ihren Liedern wider, die von Ehrlichkeit und persönlichem Ausdruck leben.
Im Gespräch mit dem Rolling Stone beschreibt sie den Balanceakt zwischen Bühne und Alltag als Herausforderung. Auf der Bühne stehe sie „übertrieben gerne“, sagt sie. Gleichzeitig wolle sie sich nicht in der Welt von Likes und Aufmerksamkeit verlieren, sondern authentisch bleiben.
Wie wichtig ihr diese Authentizität ist, zeigt auch ein außergewöhnliches Projekt: Gemeinsam mit ihrem Team schrieb sie innerhalb eines Monats 22 Songs. Jeden Tag entstand ein neues Stück – vom ersten Entwurf bis zur fertigen Aufnahme. Nachträgliche Korrekturen gab es bewusst nicht. Die Musik sollte roh, ehrlich und unverfälscht bleiben. Aus dieser außergewöhnlichen Kreativphase werden nun nach und nach neue Titel veröffentlicht.
In Rhöndorf wird Cage von Clemens Orth, einem der profiliertesten Jazzpianisten der Kölner Musikszene, und Band begleitet. Gemeinsam versprechen sie einen Konzertabend, der weit über ein gewöhnliches Open-Air-Konzert hinausgehen dürfte. Wer Cage bereits live erlebt hat, beschreibt ihre Auftritte als emotional, intensiv und berührend – Konzerte, die das Publikum förmlich umarmen.
Vor der besonderen Atmosphäre des Musikpavillons am Ziepchensplatz dürfte ihre Mischung aus Soul, R&B und Pop besonders gut zur Geltung kommen. Für die Besucherinnen und Besucher bietet sich die Gelegenheit, eine Künstlerin zu erleben, von der in den kommenden Jahren noch viel zu hören sein dürfte.











