FDP begrüßt Unterstützung der Impfzentren durch Hausärzte

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Bad Honnef – Die FDP RSK bedankt sich bei den Hausarztpraxen in Bad Honnef, die unter Federführung der Praxis Weckbecker binnen 3 Tagen das Pilotprojekt Hausarztimpfung mit riesigem organisatorischen Aufwand für 400 immobile über 80Jährige Patienten auf die Beine gestellt hat. Mangels Impfstoff musste es zum Ärger der PatientInnen und Ärzte wieder abgesagt werden. Jetzt soll alles nur ein Missverständnis seitens der Praxis Weckbecker sein?

Dabei hat die neue Leiterin des Gesundheitsamtes, des RSK, Kirsten Hasper, klar die Aufgabenstellung der einzelnen Verantwortungsbereiche im Rhein-Sieg Kreis umrissen: Demnach ist der Kreis u.a. für die Leitung des Impfzentrums, die koordinierenden Einheiten und die organisatorische Zuteilung des Impfstoffes zuständig. Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) ist für das Terminmanagement und das medizinische und das nicht medizinische Fachpersonal zuständig. Sowohl der Kreis als auch die KV erklären jetzt aber, dass es sich um ein Missverständnis seitens der Ärzte handele, obwohl die Zuständigkeit beim Kreis und bei der KV liegt?

Der FDP stellt sich zudem die Frage, warum der Impfstoff für 400 Patienten nicht zusätzlich beschafft werden konnte, wo es doch offenbar gelungen war die Anzahl der Impfungen von ursprünglich 2300 auf 3000 Impfungen im Impfzentrum zu erhöhen.

Die FDP begrüßt grundsätzlich, dass Hausärzte in ihren Praxen die Impfzentren unterstützen. Waren sie es doch, die im Herbst 20 Mio. BürgerInnen gegen Grippe geimpft haben. Inzwischen haben wir gelernt, dass der Impfstoff von BioNTech und Pfizer einfacher gehandhabt werden kann. Im nun gestoppten Pilotprojekt war unter großem Einsatz der Hausärzte mit einer angrenzenden Apotheke eine praktikable Lösung gefunden worden.

Die FDP fordert in dieser schwierigen Phase der Pandemie alle Kräfte zu mobilisieren, Fehler ohne Schuldzuweisungen aufzuklären und vor allem bei der Planung der dezentralen Impfung in den Hausarztpraxen in einem Pilotprojekt einen Hausarzt in die organisatorischen Vorbereitungen des Kreises und der KV einzubinden. Aus diesem Pilotprojekt muss für andere Praxen im RSK klar erkennbar werden, wer mit wem zu welchem Zeitpunkt der Vorbereitungen zu sprechen hat. Außerdem braucht es ein Konzept, wer im Impfzentrum und wer in der Hausarztpraxis geimpft werden soll und wie ggf. mit stornierten Terminen verfahren werden soll. Dieses Pilotprojekt muss immer wieder auf neue Fehler untersucht werden, um künftig mehr Patienten dezentral, wohnortnah, im vertrauten Umfeld impfen zu können.

Nur so ist das Ziel im September alle Impfwilligen geimpft zu haben, zu erreichen.

Martina Ihrig, Gesundheitspolitische Sprecherin der FDP Rhein-Sieg
Carl Sonnenschein, Fraktionsvorsitzender der FDP Bad Honnef

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