Förderprogramme für Printmedien?

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Fahrradfestival, BD HNNF … – In Bad Honnef ist zurzeit richtig viel los. Klasse! Die Stadt bringt sich ein, holt spannende Konzerte auf die Insel, fördert Klassik im Kursaal etc.

Öffentlich geförderte Events, wie eben das Fahrradfestival oder BD HNNF, leben von Fördergeldern, haben – verhältnismäßig – große Etats.

Natürlich müssen die Veranstaltungen beworben werden. Schließlich sollen viele Leute hinkommen. Bei der Mobilitätswende heißt die Devise des Bürgermeisters sogar: Nicht kleckern, sondern klotzen.

Werbe-Gewinner sind bei BD HNNF und dem Fahrradfestival hier in Bad Honnef Printmedien. Sie freuen sich über großformatige Anzeigen. Fast entsteht der Eindruck, es handele sich um Extra-Förderprogramme für die krisenbehaftete Printlandschaft. Nichts gegen Zeitungen. Gar nichts. Aber dass das lokale Angebot digitaler Newsportale im Jahr 2021 so gar nicht in eine städtische Werbestrategie passen soll … –

Für Honnef heute gesprochen: Da kommt echt Neid auf. Und die Frage: Warum werden nicht die möglichen digitalen Werbe- und Vernetzungsmöglichkeiten genutzt, während beispielsweise Unternehmen aus Deutschland und Europa viel Geld allein für schnöde Backlinks zahlen?

Offensichtlich reicht der Stadt analoge Anzeigenwerbung und ein bisschen Social Media-Spielerei.

Sie sieht die Dinge übrigens anders, schreibt, bei den aktuellen Veranstaltungen würden bei Werbung/Marketing sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit „sowohl digitale Medien sowie Printmedien“ berücksichtigt. Welche digitalen Medien sie meint, schreibt sie nicht.

Außerdem weiß sie, dass Kommunen in ihrer Entscheidung über werbliche Maßnahmen grundsätzlich frei sind. Was für ein Glück.

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