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Bad Honnef

„Gewaltfrei“ geht in die fünfte Runde – Acht neue soziale Projekte starten

Marcelo Peerenboom

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Bad Honnef. Mit acht neuen Projekten startet das Netzwerk „Gewaltfrei“ in die fünfte Runde. Im Lauf der Jahre konnten bisher mehr als 40 soziale Projekte unter dem Dach des Netzwerks erfolgreich umgesetzt werden. Die Initiative des Stadtjugendrings Bad Honnef wird von Beginn an aus Mitteln des Aalkönig-Komitees gefördert.

Zu den spannenden Bestandteilen der neuen „Saison“ gehört das Theater- und Schreibprojekt „Schrei, wenn Du kannst! – Mobbing in der Schule“, eine Kooperation der KinderKunstschule-Unkel mit der Löwenburgschule und dem Casimir Verlag. Kinder, die bereits direkt oder indirekt Erfahrungen mit Mobbing gemacht haben, sollen dabei lernen, präventiv und nachhaltig die Gefahren und Auswirkungen von Mobbing zu erkennen und Lösungen zu entwickeln.

Zuerst sollen die Kinder lernen ihre eigenen Geschichtsideen in Worte zu fassen und den Zuhörer zu fesseln. Die erfundenen Geschichten werden dann in einem Improvisationstheater dramatisiert und abschließend überarbeitet und illustriert in einem Buch veröffentlicht. Die Aufführung des Improvisationstheaterstücks soll als offene Veranstaltung des Netzwerks Gewaltfrei präsentiert und gleichzeitig als Forum zum Austausch mit den anderen Projekten dienen.

Ebenfalls neu im Programm ist das Inklusive Fußballturnier, ausgerichtet von den Fußballfreunden Hohenhonnef. Die Fußballmannschaft des Hauses Hohenhonnef spielte bereits mehrfach gegen andere Mannschaften und auf inklusiven Turnieren der Region. Die dort erlebte Gastfreundschaft und die Freude an den vielfältigen Begegnungen motivierten selbst einmal Gastgeber zu sein.

Ein erneut gefördertes Projekt ist die Stabilisierungsgruppe für Frauen nach traumatischen und belastenden Erfahrungen, angeboten vom Frauenzentrum Bad Honnef. Viele der Frauen, die sich an das Frauenzentrum wenden, sind in ihrer Vergangenheit oder aktuell durch unterschiedlichste Formen von Gewalt, in der Regel durch nahestehende Bezugspersonen, traumatisiert worden. Der wesentliche Schritt bei der Verarbeitung eines Traumas ist neben dem Herstellen der äußeren Sicherheit, das Wiedererlangen des Gefühls von innerer Sicherheit. Diese Gruppe setzt daher bei den Ressourcen der Frauen an und hilft Ihnen mehr Stabilität zu entwickeln.

Zusätzlich stellt das Frauenzentrum das Projekt „Partyguides: Feiern – aber sicher!“ mithilfe des Netzwerks auf die Beine. Im Rahmen einer Präventionskampagne gegen sexualisierte Gewalt werden junge Frauen zu „Partyguides“ fortgebildet, die dann andere Mädchen über die Gefahren von K.O.-Mitteln und über sexuelle Belästigung informieren.

Einer der Klassiker von „Gewaltfrei“ ist „BAEGI“, der Bauspielplatz Aegidienberg. Dabei handelt es sich um ein abenteuerpädagogisches Konzept des Jugendtreffs Aegidienberg. Mit Hammer und Nagel erschufen die Kinder in den Sommerfreien gemeinsam und nach eigenen Vorstellungen ein Dorf. Das Motto lautete „Wir bauen Europa“.

Daneben beteiligt sich der Jugendtreff Aegidienberg mit einem weiteren Projekt. Das geschlechtsspezifische und interkulturelle Angebot „weibl(ICH) – Rund um die Welt“ lief bereits 2017 an und wird dieses Jahr fortgesetzt. Mädchen sollen dabei ungeachtet ihrer Herkunft Frei- und Schutzräume geboten bekommen. Gleichzeitig sollen die Mädchen durch Festigung ihrer individuellen Persönlichkeiten zur Selbstbehauptung befähigt werden.

Schon seit Beginn an dabei ist das Haus der Jugend in Bad Honnef. Es beteiligt sich mit einem bewährten Projekt in zweiter Auflage. Über einen Zeitraum von 40 Wochen werden einmal pro Woche gemeinsam mit momentan acht Jugendlichen im Rahmen des Nachmittagsangebots Trickfilme produziert. Inhaltlich stehen dabei die Umsetzung kreativer Ideen, der spielerische Erwerb von Medienkompetenz, die Auseinandersetzung mit anderen Kulturen und deren Anliegen sowie die intensive Arbeit im Team im Vordergrund.

In diesem Jahr wird wieder im Siebengebirgsgymnasium geboxt. Im vergangenen Schuljahr hatten die bereits die Möglichkeit, neben der sportlichen Komponente auch von anderen Aspekten des Boxsportes zu profitieren. Aspekte wie die Steigerung des Selbstwertgefühls, Erlangung von Sicherheit im Auftreten und Respekt vor ihren Mitmenschen. Begleitet wird das Projekt auch im diesen Jahr wieder durch Trainerinnen des Allgemeinen Turnvereins Selhof.

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Bad Honnef

Ausstellung “Katoku Katoku” mit Kato Kuchta und Marc van Riehl eröffnet

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Kato Kuchta, Mutter Nesrin Calagan und Helmut Reichelt | Foto: Florette Hill

Bad Honnef. Großer Andrang herrschte heute Nachmittag in der Bad Honnefer Ladenzeile. Dort wurde die erste Ausstellung im neuen Jahr mit den Künstlern Kato Kuchta und Marc van Riehl eröffnet: “Katoku Katoku”.

Von Kato Kuchta mit Photoshop bearbeitet

Der 11-jährige Kato Kuchta zeigte von ihm bearbeitet Fotos. Teilweise hatte er die Motive selbst fotografiert, aber auch Bilder aus dem Internet oder von seinem Vater wurden mit Photoshop künstlerisch verfremdet. Gelernt hat der die Bildbearbeitung bei seinem Mentor Helmut Reinelt, der jetzt seit einem Jahr mit Kato zusammenarbeitet.

Marc van Riehl | Foto: Florette Hill

Im Raum AiR2 zeigt Marc van Riehl seine Musizierenden Pendel. In Anlehnung und Weiterführung der Minimal Music von Steve Reich und Phil Glass schwingen diese zwar im gleichen Tempo, aber keineswegs synchron. Stattdessen ändern sie im Zusammenspiel miteinander ebenso wie Kirchenglocken stetig den Rhythmus, sodass der musikalische Gesamteindruck für jeden einzelnen Augenblick ein Unikat ist. Umso mehr, als jedes Pendel sein eigenes, eher ungewöhnliches ‘Musikinstrument’ ansteuert.

Die Ausstellung ist bis zum 24. Februar 2019 in der Ladenzeile, Bad Honnef, Bahnhofstr. 1, zu sehen.

www.antiform.eu

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Bad Honnef

Aeham Ahmad stellt sein Buch “Und die Vögel werden singen” vor

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Bad Honnef. Am Freitag, dem 25. Januar 2019, 20 Uhr, präsentiert Aeham Ahmad im Kursaal sein Buch “Und die Vögel werden singen”. Bekannt wurde der Autor als “der Pianist, der in den Trümmern von Yarmouk, Damaskus, spielte”. Im September 2016 trat er im Festsaal der Akademie der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbei (GIZ) schon enmal in Bad Honnef auf.

Fesselnd beschreibt er in dem Buch die Realitäten seines Landes im Krieg. Mit seiner Musik hat er immer wieder Hoffnung gegeben. 2015, kurz nach seiner Ankunft in Deutschland, erhielt er den ersten Beethovenpreis der Beethoven Academy. Die Trophäe, inzwischen zum vierten Mal verliehen, wird von dem Honnefer Künstler Dirk Wilhelm gestaltet.

Ahmads Buch enthält Erfahrungen über die Flucht, seine Ankunft und sein Leben in Deutschland. Es wurde mittlerweile zu einem Bestseller und in sieben Sprachen übersetzt.

Aus diesem Buch lesen Honneferinnen und Honnefer, Rita Pütz, Belal Ayoubi u.a. im Wechsel zu den Liedern und der Klaviermusik Aeham Ahmads.

Eintritt 19 €, ermässigt 10 €, Vorverkauf Buchhandlung Werber, Bonnticket

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Bad Honnef

Heimat- und Geschichtsverein jetzt in eigenen Geschäftsräumen

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Die Bad Honnefer Fahne macht auf den neuen Standort des Heimat- und Geschichtsvereins in der Bergstraße 3 aufmerksam

Bad Honnef. Der Heimat- und Geschichtsvereins hat eine eigene Geschäftsstelle. Am Samstag wurde sie in der Bergstraße 3 offiziell eröffnet.

In den 1950er Jahren auf Anregung Dr. Konrad Adenauers als Rhöndorfer Heimatverein gegründet, ruhte die Arbeit nach kurzer Zeit wieder. Als die Stadt durch den Rhein-Sieg-Kreis die Auflage zur Führung eines historischen Archivs erhielt, übergab der damalige Stadtdirektor Dr. Johannes Wahl den Verein in städtische Verantwortung und mandatierte ihn mit der Pflege der Stadtgeschichte und der Führung des historischen Archivs der Stadt.

In diesem Rahmen übernahm der Stadtdirektor – qua Funktion – die Rolle des 1. Vorsitzenden und der jeweilige Schul- und Kulturamtsleiter den geschäftsführenden Vorsitz. Dadurch war der HGV über viele Jahre eng mit dem Rathaus verbunden, in dessen Räumlichkeiten auch die im Eigentum des Vereins befindlichen Archivalien aufbewahrt wurden.

Vor gut einem Jahr bekam nun der HGV die Möglichkeit, Räumlichkeiten in der Bergstraße zu nutzen. Dies gibt dem Verein nicht nur erstmals eine eigene „Heimat“, sondern bietet auch die Chance, die Archivalien der interessierten Öffentlichkeit zugänglich und so der Heimatforschung verfügbar zu machen.

Ohne die Unterstützung der Stadtsparkasse Bad Honnef wäre die Ausstattung der Räumlichkeiten nicht möglich gewesen, so der Heimat- und Geschichtsverein.

 

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Hitler war eine Türkin?!17. Mai 2019
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