Gleich zwei Projekte mit dem selbst konstruierten Lego-Roboter NOVERO 4.0 wurden mit Preisen ausgezeichnet (Foto: Marius Trzaski).

Nonnenwerth – Über einen wahren Preisregen beim diesjährigen Regionalwettbewerb von „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“ durfte sich die Schulgemeinschaft des Franziskus Gymnasium Nonnenwerth freuen: Mit jeweils drei ersten, zweiten und dritten Plätzen sowie vier Sonderpreisen wurden Arbeiten von Nonnenwerther Schülerinnen und Schülern ausgezeichnet.

Mit 14 spannenden Projekten hatten 24 Schülerinnen und Schüler der zertifizierten MINT-EC-Schule teilgenommen und darin gezeigt, was sie in den vergangenen Monaten an Forschungsarbeit geleistet hatten. Ihre Projekte entwickelten sie teilweise im Rahmen von Facharbeiten in der Oberstufe, bei den Jüngeren zeigt sich, dass das neue Nonnenwerther Differenzierungskonzept Früchte trägt: allein zwei Siegerarbeiten gingen aus dem Bereich der Differenzierungsstunden zur Begabtenförderung hervor.

Coronabedingt fand der Remagener Regionalwettbewerb, der in zwei Altersstufen ausgetragen wird – bei „Schüler experimentieren“ treten die Jüngeren, bei „Jugend forscht“ die Älteren (ab 15 Jahre) an – in diesem Jahr als Online-Veranstaltung statt. In Videokonferenzen präsentierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Jury ihre Arbeiten.

Mathematik / Informatik: 1. und 2. Platz

Mit ihrem Projekt zur Programmierung ihres humanoiden Lego-Roboters NOVERO 4.0 überzeugten Rafael Klein (Klasse 6) und Jona Wolter (Klasse 5) die Jury von „Schüler experimentieren“. Mit einem 1. Platz wurde das Projekt, das sie im Rahmen der AG „Programmieren und Robotics“ entwickelt haben, ausgezeichnet. Geleitet wird die AG von Lehrer Marius Trzaski.

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Außerdem durften sich Hannah Ohly, Timm Sachse und Till Kulla (alle Klasse 6) über einen 2. Platz freuen. Sie hatten die Fibonacci-Reihe untersucht und sich mit ihrer grafischen Darstellung auseinandergesetzt. Ihr Projekt entwickelten sie im Rahmen der Begabtenförderung, betreut durch Wolff-Thomas Kress.

Schon vor zwei Wochen hat Mark Braun (MSS 12) beim Bonner „Jugend forscht“-Wettbe-werb in der Kategorie “Mathematik/Informatik” für eine Arbeit zur vierten Dimension einen 3. Preis erhalten.

Physik: Sonderpreis Energiewende für Projekt zur Photovoltaik-Forschung

Nachhaltig überzeugten Anna Glaser, Jérémie Baum und Tristan Moritz (alle Klasse 9) die Jury mit ihrer Entwicklung von Solarzellen aus nachhaltig gewonnenen Pflanzenfarbstoffen. So wurde das Projekt in der Wettbewerbsklasse „Schüler experimentieren“ nicht nur mit einem 1. Platz, sondern zusätzlich mit dem „Sonderpreis Energiewende“ ausgezeichnet. Entwickelt haben sie ihr Projekt im Rahmen der Begabtenförderung. Lehrerin Dr. Jeanette Latus betreute das Projekt.

In der Wettbewerbsklasse „Jugend forscht“ errangen außerdem Lara Kukuk und Emily Henn (beide MSS 12) mit Untersuchungen zum Bumerang einen 3. Preis. Betreut wurden sie von ihrer Physik-Lehrering Cornelia Kolbeck-Kersting.

Chemie: 1. Platz für ökologische Forschung

Den Abbau von nachhaltigen Kunststoffen untersuchte Gabriel Steege (Klasse 8) in seiner Forschungsarbeit, die er ebenfalls im Rahmen des Differenzierungsangebot von Frau Dr. Latus erarbeitete. Mit einem 1. Platz in der Kategorie Chemie des Wettbewerbs wurde sein Projekt in der Wettbewerbsklasse „Schüler experimentieren“ ausgezeichnet.

Technik: Sonderpreis plusMINT für Konstruktion eines Roboters

Die Konstruktion des Lego-Roboters NOVERO 4.0 brachte einer weiteren Gruppe mit Maximilian Birkheim (Klasse 8), Ben Hegenbarth und Bastian Niedzwetzki (beide Klasse 5) den 2. Preis sowie einen Sonderpreis plusMINT für interdisziplinäre Projekte in der Wettbewerbsklasse „Schüler experimentieren“ ein.

„Biologie“: Vier Arbeiten mit Preisen ausgezeichnet

Für seine Untersuchungen zum Abbau von Proteinen durch Hefe erlangte Nils Ziegler (MSS 12) ein Jahresabonnement des Magazins „GEO“ als Sonderpreis beim Wettbewerb „Jugend forscht“. Auch Kira Giebels (MSS 12) darf sich in derselben Kategorie über ein Jahresabonnement von „Bild der Wissenschaft“ für ihre Arbeit zum Vokabellernen im Lockdown über freuen.

Constanze Ottersbach (MSS 12) erreichte mit ihrer Arbeit zur Wirkung gängiger Schmerzmittel auf Pflanzen einen 3. Preis, Carina Heinemann (MSS 12) bekam für ihre Studien zur Beeinflussung von Mikroorganismen durch Herbizide sogar den 2. Preis verbunden mit einem Sonderpreis eines Jahresabonnements der Zeitschrift „Natur“.
Diese Arbeiten entstanden im Rahmen der Biologie-Leistungskurse und wurden von Lehrerin Stephanie Schramm und ihrem Kollegen Helmut Meixner betreut.

Schüler*innen präsentieren ihre Projekte bei Wissenschaftsshow „MINT am Abend“

„Eine Teilnahme an Jugend forscht bietet unseren Jugendlichen – egal ob ihre Arbeiten hinterher mit einem Preis ausgezeichnet werden oder nicht – eine hervorragende Möglichkeit, ihre Präsentationsfähigkeiten noch weiter zu schulen“, betont der MINT-Koordinator der Schule, Helmut Meixner. Gerade in diesem Jahr konnten die Nonnenwerther Schülerinnen und Schüler aufgrund ihrer großen Erfahrung in der Nutzung von Videokonferenzen profitieren. Bereits während des ersten Lockdowns vor einem Jahr hatte die Schule unverzüglich umgestellt und erteilte den gesamten Unterricht gemäß Stundenplan per Videokonferenz. So gab es seither coronabedingt keinen Unterrichtsausfall am Franziskus Gymnasium.

Der interessierten Öffentlichkeit präsentieren die Nonnenwerther Na-tur(wissenschafts)talente ihre Projekte am Montag, dem 22. März, um 18:00 Uhr: Bei der Wissenschaftsshow „MINT am Abend“ stellen sie ihre Arbeiten allgemeinverständlich als kurzweilige Science-Slam-Veranstaltung vor. Wie Sie an der virtuellen Veranstaltung, zu der die Schule herzlich einlädt, teilnehmen könne, erfahren Sie auf der Schulhomepage (www.nonnenwerth.de).

Information: Das Nonnenwerther Differenzierungskonzept

In Differenzierungsstunden am Vormittag erhalten die Schüler, die in einem Fach zusätzliche Unterstützung benötigen, in Kleingruppen Förderunterricht von einem Fachlehrer aus dem Jahrgangsstufenteam. In Unterrichts­form leitet er sie dazu an, zu ihren Klassenkameraden aufzuschließen. Schüler, die keinen Unterstützungsbedarf haben, nehmen in diesen Stunden an einem Differenzierungsangebot ihrer Wahl zur Begabungsförderung teil, z.B. an MINT-Projekten, Programmierkursen oder musikalischen Angeboten.

Sobald die Schüler mithilfe des Förderprogramms im Lernstand aufgeholt haben, dürfen sie die Förderstunde wieder verlassen und ebenfalls an den Differenzierungsstunden teilnehmen.

Nachhaltige Konkurrenz für herkömmlichen Photovoltaikanlagen: Neben dem 1. Platz in der Kategorie Physik wurde die Projektgruppe aus der Jahrgangsstufe 9 mit dem „Sonderpreis Energiewende“ ausgezeichnet (Foto: Dr. Jeanette Latus).

 

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