Siebengebirge – Der Hegering Siebengebirge e.V. hat seine sehr gut besuchte jährliche Mitgliederversammlung im Gasthaus Otto in Thomasberg abgehalten. Bürgermeisterin Heike Jüngling aus Königswinter richtete ein Grußwort an die Jägerinnen und Jäger und dankte ihnen für ihren Einsatz. Die Veranstaltung sei leicht zu finden gewesen, scherzte sie – sie sei einfach den vielen grün gekleideten Menschen gefolgt. Für die Dauer ihres Grußwortes stellte ihr ein Mitglied sogar sein jagdgrünes Wams zur Verfügung. Auch die stellvertretende Vorsitzende der Kreisjägerschaft, Maria Oehlmann, würdigte die Arbeit des Hegerings.
Hegeringleiterin Susanne Wellmann berichtete anschließend über die Aktivitäten des vergangenen Jahres. Neben regelmäßigen Veranstaltungen wie dem Jägerstammtisch, dem Sommerfest und der Hubertusmesse standen auch zahlreiche Ausbildungs- und Übungstermine auf dem Programm. Auf dem Schießstand in Wachtberg fanden acht Büchsenschießtermine statt, bei denen 91 Mitglieder den für Drückjagden notwendigen Schießnachweis erwarben. Zudem konnten Jägerinnen und Jäger an verschiedenen Schießständen das Flintenschießen in den Disziplinen Trap, Skeet und Parcours trainieren.
Auch die Umweltbildung spielte eine wichtige Rolle: Mit der rollenden Waldschule war Jochen Rohner an 13 Terminen in Schulen und Kindergärten unterwegs, um Kindern die heimische Tierwelt näherzubringen. In der Hundegruppe trainierten zehn Gespanne Grundgehorsam, Führigkeit, Schussfestigkeit und Apport.
Besonders erfolgreich verlief erneut die Rehkitzrettung: Die beiden Teams des Hegerings konnten bei 54 Einsätzen insgesamt 95 Kitze vor dem Mähtod bewahren. Für die kommende Saison wurde eine neue, leistungsfähigere Drohne mit Wärmebildkamera angeschafft. Möglich wurde dies durch Fördermittel des Bundeslandwirtschaftsministeriums sowie durch Spenden der Kreissparkasse Köln und der Bürgerstiftung Bad Honnef.
Ein weiterer Schwerpunkt der Versammlung war ein wissenschaftliches Projekt zur Markierung von Rehkitzen. Die Leiterin der Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildtiermanagement, Dr. Luisa Fischer, stellte das Vorhaben vor. Ziel ist es, mehr über Bewegungsradius, Lebenserwartung, Wanderverhalten und Todesursachen der Tiere zu erfahren sowie Verkehrsunfallschwerpunkte besser zu erkennen.
Die im Rahmen der Kitzrettung gefundenen Tiere sollen mit Ohrmarken gekennzeichnet werden. Wichtig sei, dass entsprechend markierte, tot oder krank aufgefundene Rehe gemeldet werden, damit die Daten wissenschaftlich ausgewertet werden können. Das Projekt befindet sich derzeit noch in der Genehmigungsphase und wird in Nordrhein-Westfalen als Tierversuch eingestuft.
| 25 Jahre Mitgliedschaft | Geehrt für besondere Verdienste um den Verein |
| Martin Berger, Königswinter | Gomber-Winter, Tatjana, Bad Honnef |
| Irene Feldhaus, Königswinter | Redeligx, Winfried, Bad Honnef |
| Michael Hugenberg, Königswinter | Voll, Ursula, Bad Honnef |
| Arno Lange, Königswinter | Hüsing, Sascha, Bad Honnef |
| Rocky Nick, Nümbrecht | Effer, Dr. Nina, Troisdorf |
| 40 Jahre Mitgliedschaft | |
| Jürgen Semmelsberger, Bad Honnef | |
| Axel Stockhausen, Bad Honnef | |
| 50 Jahre Mitgliedschaft | |
| Johann-Josef Köster, Kasbach-Ohlenberg | |
| 70 Jahre Mitgliedschaft | |
| Christian Schwermer, Bonn |











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