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Bad Honnef

In eigener Sache: Gegen Zensur im Internet

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Bad Honnef. Nach der Datenschutz-Grundverordnung droht nun erneut Ungemach aus Brüssel. Am 20./21. Juni 2018 wird dort über das Leistungsschutzrecht für Presseverlage und Nachrichtenagenturen abgestimmt. Demnach soll für Links im Internet bezahlt werden.

In Deutschland gibt es das Gesetz bereits seit 2013 und hat außer Kosten bislang nichts gebracht. “Stattdessen wird es zu massiven Kollateralschäden sowie einer Lose-Lose-Situation für alle Betroffenen führen. Dies ist durch die Ansätze für ein solches Recht in Spanien und Deutschland empirisch belegt”, schreiben Dr. Till Kreutzer (IGEL – Initiative gegen ein Leistungsschutzrecht), Paul Keller (COMMUNIA International Association) und Ruth Coustick-Deal OpenMedia in einem Brandbrief an Axel Voss, Mitglied des Europäischen Parlaments. Voss ist Verhandlungsführer des EU-Parlaments und will das Gesetz sogar noch verschärfen, indem es als “unveräußerliches Recht” verankert werden soll.

In Deutschland kam das Gesetz auf Druck der großen Verlage zustande. Sie wollen nicht tatenlos zusehen, wie Suchmaschinen wie Google mit Verlinkungen auf ihre Beiträge Geld verdienen. Nun soll per Gesetz dafür bezahlt werden. Andererseits sind Verlage für Werbekunden nur interessant, wenn sie eine große Reichweite erzielen. Das schaffen sie nur mit Hilfe von Suchmaschinen. – In Deutschland erhielt Google nach einem Jahr von den meisten Verlagen eine Gratislizenz. Außerdem: Jeder kann selbst entscheiden, ob z.B. Google seine Beiträge indexieren soll.

Voss tritt auch dafür ein, dass alle Apps und Webseiten, auf denen hochgeladen und veröffentlicht wird, urheberrechtliche Lizenzen für alle Inhalte besorgen müssen.  EU-Abgeordnete Julia Reda sieht darin bei Internetplattformen den Zwang zum Einsatz von Zensurmaschinen, zum Beispiel Uploadfiltern. Abgesehen von den vielen technischen Schwierigkeiten stellt sich die Frage, wer diesen Aufwand bezahlt? Kritiker sprechen deshalb bereits von einer “Link-Steuer”.

Schlimmer ist der Gedanke an die Meinungs- und Informationsfreiheit. Denn wenn Links zur freien Presse im Internet nicht mehr (kostenlos) zugänglich sind, haben Autoren von FakeNews freie Hand. Plattformen wie Wikipedia wären in ihrer Existenz bedroht, kleine Onlinemedien würden auf Verlinkungen aus rechtlichen und Kostengründen verzichten. Die Abgeordnete Reda sieht in dem Gesetz denn auch einen unverhohlenen Angriff auf all jene, von denen sich etablierte Verlage bedroht fühlen: Internetplattformen, Startupunternehmen und kleinere, innovativere Konkurrenten.

Wer weiterhin Wert auf ein unzensiertes Internet legt und gegen eine Monopolstellung etablierter Verlage ist, kann hier gegenüber seinem EU-Abgeordneten telefonisch oder schriftlich protestieren. Bad Honnefer können sich gleich an den örtlichen Assistenten von Axel Voss, Sebastian Wolff, wenden.

 

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Bad Honnef

Gedenkgottesdienst zum Welthospiztag

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Bad Honnef. Jedes Jahr wird im Oktober mit einem „Welthospiztag“ international der Hospizarbeit gedacht. Dieses Jahr fällt der Tag auf den 13. Oktober. Er gibt den Rahmen, das Anliegen der Hospizarbeit zu vermitteln: Die Erfahrung, dass das Sterben Teil des Lebens und in ihm geborgen ist. Und es ist ein Tag des Gedenkens an diejenigen, die in ihrer letzten Lebensphase unterstützt und begleitet wurden.

Anlässlich des Welthospiztages lädt die Ökumenische Hospizbewegung Bad Honnef e.V. zu einem Gottesdienst ein, der im Zeichen dieses Gedenkens steht und das Erinnern in die Mitte der Gemeinde stellt.

Der Gottesdienst beginnt um 17 Uhr, Ort ist die Erlöserkirche (Luisenstrasse 13, Bad Honnef). Anschließend gibt es Möglichkeit zu Begegnung und Gespräch.

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Bad Honnef

kfd St. Johann Baptist – Gemeinschaft mit “Herz und Hand”

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erste Reihe von links nach rechts: Dekanatspräses Pfarrer Herbert Breuer, Stellvertreterin Inge Kolfenbach, Vorsitzende Ursula Voll, Kassenverwalterin Annika Beschoner, Vorne v.l.:Kassenprüferin Hiltrud Bennemann, kfd-Präses Pfarrer Michael Ottersbach. Hintere Reihe v.l.: Marija Silc (Beisitzerin), Ilse Bungarz (Leiterin der Caritas Kleiderstube), Katharina Beschoner (Kassenprüferin)

Bad Honnef. Erwartungsvoll kamen die Mitglieder zur Jahresversammlung in den Pfarrsaal von St. Johann Baptist, denn es standen auch die Vorstandswahlen an. Zur großen Freude aller war auch der neue Präses der kfd, Pfarrer Michael Ottersbach, gekommen. Zusammen mit Dekanatspräses Dr. Herbert Breuer gestaltete er die geistliche Andacht zu dem Thema: „In Gott leben wir, bewegen wir uns und sind wir“!

Nach dem geselligen Kaffeetrinken legte der Vorstand den Jahresbericht vor und der neue Präses staunte nicht schlecht, über das, was die kfd zu bieten hat. Denn sie ist mittendrin in der modernen Gesellschaft. Sie ist eine Gemeinschaft, die sich den Bedürfnissen der Zeit stellt und dort wirkt, wo es notwendig ist.

Jedes Jahr gibt es eine Vielzahl von religiösen Angeboten und ein großes Soziales Engagement für die Kirchengemeinde und die Kommunalgemeinde.

Die Bildung wird gefördert durch Vorträge, Ausstellungsbesuche, Besichtigungen und Busausflüge. Sportliche Aktivitäten bieten Wandern, Radfahren und Gymnastikkurse. „Spaß an der Freud`“ – ist das Motto für die vielen geselligen Nachmittage.

Spendenaktionen für Notleidende in nah und fern sind eine Selbstverständlichkeit. In jedem Jahr spenden die kfd-Frauen in Bad Honnef über 4.000,00 Euro für viele Nothilfeaktionen. Auch die Kinder und Jugendlichen der Gemeinde (Messdiener, KjG, Kinder) können sich über manche finanzielle Unterstützung freuen.

Die kfd ist eine weit vernetzte Gemeinschaft, die weit über den eigenen Kirchturm hinaus schaut und viele Aktionen initiiert, die hilfreich für Frauen und Familien sind.

Vor Ort und bundesweit setzt sich die kfd als größter Frauenverband Deutschlands mit über 500.000 Mitgliedern ein:

– für Lohngerechtigkeit (Equal-Pay-Day)
– gegen Zwangsprostitution und gegen sexuelle Ausbeutung Minderjähriger
– gegen Gewalt und sexuellen Missbrauch in der Kirche und in der Gesellschaft
– für die volle Punktzahl bei der „Mütterrente“ (für Kinder vor 1992)
– für ein gerechteres Rentenmodell (Anerkennung von Pflegezeiten für kranke Angehörige)
– gegen „Altersarmut der Frauen“ (wegen Kinderpause, Minijobs und Teilzeitarbeit)
– für Notleidende in aller Welt
– gegen Diskriminierung jeder Art
– für die Zulassung Geschiedener und Wiederverheirateter zu den Sakramenten
– gegen die Not allein erziehender Mütter (Stiftung St. Hedwig)
– für die Mitwirkung von Frauen in den Ämtern der Kirche.

Das alles ist ein bedeutsames Engagement der kfd in Kirche und Politik und kommt unserer Gesellschaft insgesamt zugute!

Viel Beifall gab es nach den Vorstandswahlen für die Neugewählten, bzw. Wiedergewählten:
Ursula Voll (Vorsitzende), Inge Kolfenbach (Stellvertreterin), Annika Beschoner (Kassenverwalterin), Sibylle Schäfer (Stellvertreterin), Hiltrud Bennemann und Katharina Beschoner als Kassenprüferinnen, Karin Horn und Marija Silc als Beisitzerinnen. Sie alle wurden beschenkt vom neuen Präses mit einem schönen Blumenstrauß als „Entgelt“ für die zukünftige ehrenamtliche Arbeit.

Ursula Voll

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Bad Honnef

Energiesparherbst Rhein-Sieg 2018: Schnell sein lohnt sich

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Bad Honnef. Um über die Möglichkeiten des Energiesparens – und damit auch Kostensparens – zu informieren, starten die Energieagentur Rhein-Sieg und die Verbraucherzentrale NRW eine große Sonderaktion: den Energiesparherbst Rhein-Sieg. Heute wurde die Aktion in Bad Honnef vorgestellt.

Es handelt sich um eine anbieterunabhängige Energieberatung zu Hause, durch die zahlreiche Maßnahmen zur Verringerung von CO2-Emissionen angestoßen werden.

Diesen Zweck verfolgt die Energieagentur Rhein-Sieg. „Ein Drittel aller CO2-Ausstöße im Rhein-Sieg-Kreis fallen auf Haushalte zurück. Hier liegt großes Potenzial, die verabschiedeten Klimaschutzziele zu erreichen“, so Thorsten Schmidt, Geschäftsführer der Energieagentur. „Gemeinsam mit der VZ haben wir die Aktion ins Leben gerufen und unterstützen die ersten 100 teilnehmenden Haushalte, in dem wir die Hälfte der Beratungskosten in Höhe von 30 Euro übernehmen.“

Die Beratung wird von den Energieberatern der Verbraucherzentrale durchgeführt. „Hauseigentümer erhalten die Möglichkeit, den energetischen Standard sowie den Energieverbrauch ihrer Immobilie unabhängig und kompetent bewerten zu lassen“, berichtet Dipl.-Ing. Petra Grebing, Energieberaterin für den Rhein-Sieg-Kreis. „Dabei betrachten wir unter anderem die Heizungsanlage, die Außenwände sowie Fenster und Türen.“ Im Anschluss gibt es eine Sanierungsempfehlung entsprechend der geltenden Energieeinsparverordnung als Grundlage für weitere Entscheidungen sowie Hinweise auf öffentliche Fördermöglichkeiten. Bei Bedarf gibt es auch Antworten auf Fragen zum Einsatz erneuerbarer Energien zur Wärmenutzung, zum Energieausweis, dem altersgerechten und barrierefreien Umbau oder zu Maßnahmen zum Schutz vor Extremwetter.

Die Beratung dauert maximal 1,5 Stunden und kostet üblicherweise 60 Euro. Die ersten 100 Beratungen, die im „Energiesparherbst Rhein-Sieg 2018“ durchgeführt werden, gibt es zum vergünstigten Preis von 30 Euro, gefördert durch die Energieagentur. Daher lohnt sich eine schnelle Entscheidung zur Teilnahme.

Die Stadt Bad Honnef zählt zu den Mitgliedskommunen der Energieagentur Rhein-Sieg. „Damit gilt die Aktion auch für unsere Einwohner“, so Bürgermeister Otto Neuhoff. „Alle, die sich für eine Energieberatung entscheiden und davon auch etwas umsetzen, tragen zum Klimaschutz in unserer Region bei.“

Die Beratungsaktion startet am 24. September. Anmeldungen werden ab sofort entgegengenommen: Telefon 02242/96930-11 oder per Email rheinsiegkreis.energie@verbraucherzentrale.nrw.

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