Bad Honnef-Hövel. Eine Bürgerinitiative hat bei der Unteren Denkmalbehörde angeregt, den historischen Ortskern von Hövel auf die Voraussetzungen für die Ausweisung eines Denkmalbereichs nach dem Denkmalschutzgesetz Nordrhein-Westfalen prüfen zu lassen. Das geht aus einem Schreiben hervor, das an Bürgermeister und Ratsmitglieder gerichtet wurde.
Nach Angaben der Initiative wurde gemeinsam mit dem Antrag eine Dokumentation eingereicht. Diese komme zu dem Ergebnis, dass die historische Dorfstraße, die Hofstandorte, die erhaltene Fachwerkbebauung, Wege- und Votivkreuze sowie der Denkmalplatz bis heute einen historisch gewachsenen Siedlungszusammenhang bilden. Aus Sicht der Antragsteller sei daher eine denkmalfachliche Prüfung geboten.
Darüber hinaus weist die Initiative auf nach ihrer Darstellung veränderte Rahmenbedingungen für ein geplantes Bauvorhaben hin. Dem Schreiben zufolge sei die Vermarktung gegenüber der ursprünglichen Ausschreibung wesentlich geändert worden. Während die zunächst vorgesehene Erschließungsstraße die Anbindung eines größeren Areals ermöglicht hätte, ende sie nach der aktuellen Ausschreibung an drei geplanten Baugrundstücken. Dadurch stelle sich die Frage nach ihrer weiteren Erschließungsfunktion neu.
Die Initiative sieht darin nach eigenen Angaben eine veränderte städtebauliche Ausgangslage. Aus einer beigefügten Flurkarte ergebe sich, dass die Erschließung der vorgesehenen Baugrundstücke grundsätzlich auch über das Flurstück 244 möglich sein könnte. Dieses grenze unmittelbar an die Höveler Straße an und weise nach Einschätzung der Antragsteller eine Breite auf, die eine alternative Erschließung zumindest prüfenswert erscheinen lasse.
Sollte sich diese Variante als genehmigungsfähig erweisen, könnte nach Auffassung der Initiative auf die geplante Erschließungsstraße verzichtet werden. Die vorgesehene Wohnbebauung könne sich weiterhin nach § 34 Baugesetzbuch in die Eigenart der näheren Umgebung einfügen. Gleichzeitig könnte das ortsbildprägende Fachwerkhaus mit seinem historischen Garten erhalten bleiben.
Die Initiative bittet Bürgermeister und Ratsmitglieder deshalb, die aus ihrer Sicht veränderte Ausgangslage sowie mögliche Erschließungsalternativen in die weiteren Beratungen einzubeziehen. Außerdem wird angeregt, bis zum Abschluss einer denkmalfachlichen Prüfung keine unumkehrbaren Tatsachen zu schaffen.
Dokumentation_Denkmalbereich_Historischer_Ortskern_Hoevel











