Bad Honnef. In mehreren Bereichen des Stadtgebiets breiten sich invasive Pflanzenarten zunehmend aus. Besonders das Drüsige Springkraut stellt die Stadtverwaltung immer wieder vor Herausforderungen. Die ursprünglich aus dem Himalaya stammende Pflanze findet vor allem an Bachläufen, in Feuchtgebieten und an Waldrändern ideale Bedingungen vor und kann sich dort innerhalb kurzer Zeit großflächig ausbreiten.
Nach Angaben der Stadt treten Vorkommen des Drüsigen Springkrauts an verschiedenen Stellen im gesamten Bad Honnefer Stadtgebiet auf. Dabei schwankt die Bestandsdichte von Jahr zu Jahr. Insbesondere nach feuchten Frühjahren sind häufig deutlich größere Bestände zu beobachten als in trockeneren Jahren.
Das Drüsige Springkraut zählt zu den invasiven Neophyten, also gebietsfremden Pflanzenarten, die heimische Ökosysteme beeinträchtigen können. Die bis zu zwei Meter hohe Pflanze wächst sehr schnell und produziert tausende Samen. Charakteristisch ist ihre sogenannte Schleuderfrucht: Bereits bei leichter Berührung werden die Samen mehrere Meter weit verteilt. Entlang von Gewässern können sie zudem über das Wasser weitertransportiert werden und neue Standorte besiedeln.

Die Folgen für die heimische Vegetation sind erheblich. Das Springkraut bildet häufig dichte Bestände und verdrängt andere Pflanzenarten. Dadurch kann die Artenvielfalt in betroffenen Bereichen zurückgehen. Besonders entlang von Gewässern entstehen zudem Probleme, wenn die Pflanzen im Herbst absterben und größere vegetationsfreie Flächen hinterlassen.
Eine wirksame Bekämpfung ist möglich, allerdings mit erheblichem Aufwand verbunden. Wie die Stadt mitteilt, stellt eine gezielte und nachhaltige Eindämmung aufgrund begrenzter Personalkapazitäten und des schnellen Wachstums der Pflanzen eine große Herausforderung dar. Damit die Maßnahmen erfolgreich sind, müssen die Pflanzen vor der Samenbildung entfernt werden. Dies erfordert regelmäßige Kontrollen sowie wiederholtes Ausreißen oder Mähen der Bestände. Werden die Pflanzen zu spät beseitigt, können sich bereits gebildete Samen im Folgejahr erneut ausbreiten.
Neben dem Drüsigen Springkraut bereitet auch der Japanische Staudenknöterich der Stadt Sorgen. Die aus Ostasien stammende Pflanze zählt ebenfalls zu den invasiven Arten und wächst besonders an Gewässern, Böschungen und Wegrändern. Dort bildet sie dichte Bestände, die heimische Pflanzen verdrängen und nur schwer zu beseitigen sind. Eine erfolgreiche Bekämpfung erfordert meist Maßnahmen über mehrere Jahre hinweg.
Die Situation in Bad Honnef steht beispielhaft für ein Problem, mit dem zahlreiche Kommunen in Deutschland konfrontiert sind. Invasive Pflanzenarten breiten sich vielerorts aus und lassen sich nur mit erheblichem personellem und finanziellem Aufwand kontrollieren. Ohne langfristige Bekämpfungsmaßnahmen können sie sich weiter etablieren und die heimische Biodiversität nachhaltig beeinträchtigen.











Vielleicht finden sich Freiwillige, die nach Anleitung diese invasiven Pflanzen auf Grafenwerth beseitigen! Ich meine mich zu erinnern, dass es an der Sieg solche Aktionen schon gab!
Öffentlichen Aufruf starten!
Mit besorgten Grüßen, Dagmar Claus