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IUBH: Self-Publishing boomt – Geburtsjahrgänge 1965 bis 1980 lesen am meisten

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Bad Honnef. Ein eigenes Buch auf den Markt zu bringen, war vor wenigen Jahren ohne die Hilfe eines Verlags ein aussichtsloses Unterfangen. Der Erfolg des E-Books hat diese Hürde aus dem Weg geräumt, Self-Publishing wird immer beliebter. Jetzt hat die IUBH Internationale Hochschule zusammen mit Books on Demand (BoD), dem europäischen Markt- und Technologieführer im Bereich der digitalen Buchpublikation, das Lese- und Schreibverhalten verschiedener Altersgruppen untersucht. Das Ergebnis offenbart bemerkenswerte Unterschiede zwischen den Generationen X, Y und Z, aus denen sich Tipps für den Buchhandel ableiten lassen.

Self-Publishing liegt im Trend

Self-Publishing, das verlagsunabhängige Veröffentlichen von Büchern, boomt. Ende 2016 war noch etwa jede vierte Erstauflage ein Self-Publishing-Titel, Ende 2017 war es bereits jede dritte. Zu den Autoren zählen vor allem begeisterte Hobby-Schreiber sowie Experten, die über besonderes Nischenwissen verfügen. Insgesamt liegen über den Markt und die Autoren aber noch relativ wenige Daten vor. Grund genug für die IUBH, gemeinsam mit BoD zu überprüfen, wie die Generationen X, Y und Z Medien nutzen und wie groß das Interesse am eigenen Publizieren ist. Damit liefert die Studie* wertvolle Hinweise, um potenzielle Self-Publishing-Autoren früher und gezielter ansprechen zu können.

So lesen die Generationen X, Y und Z

Zwischen den Generationen zeigen sich beim Leseverhalten und der Mediennutzung deutliche Unterschiede. Am meisten liest Generation X – die Geburtsjahrgänge 1965 bis 1980 – (80% lesen täglich), gefolgt von Generation Y – die Geburtsjahrgänge 1980 bis 1995 – (66% lesen täglich) und Generation Z – die Jahrgänge 1995 bis 2010 (62% lesen täglich). Als Medium nutzt Generation X vorrangig Bücher und Zeitschriften in Papierformat sowie E-Books. Die Generationen Y und Z bevorzugen dagegen Blogs und Social Media. Abweichungen zeigen sich auch bei den Lesemotiven. Entspannung und Information stehen bei Generation X und Z ganz weit vorne. Dagegen steht bei der Generation Y Weiterbildung an erster Stelle. Entsprechend unterschiedlich fallen die Lieblingsinhalte aus: Nachrichten, Romane und Sachbücher stehen bei allen hoch im Kurs, Generation X interessieren aber besonders Themen aus den Bereichen Medizin und Gesundheit, während Generation Y Fitness- und Beauty-Inhalte bevorzugt. Bei Generation Z zieht vor allem Science Fiction-, Fantasy- und Jugendliteratur. Gemeinsamkeiten im Leseverhalten gibt es aber auch. So liest keiner gerne in Gesellschaft: Die meisten lesen hauptsächlich zuhause, im Urlaub oder zum Zeitvertreib, zum Beispiel um Wartezeiten zu überbrücken. In Punkto Ausgaben für Bücher pro Monat liegt Generation X mit 18,21 Euro eindeutig vorn, gefolgt von Generation Y mit 10,25 Euro und Generation Z mit 8,93 Euro.

Unsicherheiten bei potenziellen Autoren

Wer aber liest nicht nur, sondern verfasst eigenhändig Texte? Immerhin jeder vierte der Generation X schreibt selbst, wenn auch vornehmlich auf Facebook oder in Blogs. Auch die Generationen Y und Z schreiben vorrangig in Social Media. Dabei bekunden 13% der Befragten quer durch alle Generationen Interesse, selbst zu veröffentlichen. Insbesondere wissenschaftliche, journalistische und Sachtexte, aber auch Romane/Prosa und Do-it-yourself-Ratgeber sind vorstellbar. Dass sie es trotzdem nicht machen, hat verschiedene Gründe. Viele befürchten, dass ihre Texte nicht gelesen (56%) beziehungsweise nicht gekauft werden (47%). Zudem wünschen sie sich Experten, die den Schreib- und Veröffentlichungsprozess begleiten. Außerdem ist immerhin jedem Dritten das Self-Publishing-Konzept vollkommen unbekannt.

Empfehlungen für den Buchhandel

„Vor dem Hintergrund des Rückgangs von jüngeren Lesern sollte der Buchhandel besonderes Augenmerk auf zielgruppenorientierte Kundenansprache legen“, empfiehlt Prof. Dr. Gabriele Schuster von der IUBH. „Diese sollte speziell auf die jeweilige Mediennutzung ihren Kenntnisstand bezüglich Self-Publishing und ihre jeweiligen Bedürfnisse beim Lesen und Schreiben abgestimmt sein.“ Aus den Ergebnissen lassen sich zudem drei weitere zentrale Handlungsempfehlungen für den on- und offline-Buchhandel, Social Writing-Plattformen und Self-Publishing-Unternehmen ableiten.

• Das Medium E-Book ist vor allem bei der Generation X beliebt. Für den E-Book-Buchhandel ist sie damit die Hauptzielgruppe, die es durch gezieltes Marketing anzusprechen gilt.
• Schüler und Studierende sind als Autoren eine interessante Zielgruppe. Eine Kooperation mit einer Social Writing-Plattform scheint für Verlage erfolgversprechend, schließlich kennt sich
Generation Z mit diesen Diensten am besten aus.
• Es existieren immer noch viele Unsicherheiten und Ängste bei potenziellen Autoren. Aus diesem Grund sollten Self-Publishing-Unternehmen ihre Serviceleistungen und Angebote besser kommunizieren sowie Website und Kommunikationsmaßnahmen transparenter gestalten.

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Bad Honnef

Niedrigster Rheinpegel seit 2003 -Honnefer Fähre transportiert nur noch Pkw

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Bad Honnef. Sonne, Sonne, Sonne -kein Regen in Sicht. Für die Schifffahrt auf dem Rhein hat das Konsequenzen. So haben bereits verschiedene Rheinfähren ihren Betrieb eingestellt.

Die Bad Honnefer Fähre lässt zurzeit noch die Leinen los, aber nur eingeschränkt. Seit Montag werden nur noch PKW transportiert. Lastkraftwagen müssen umkehren. Grund: Die Wasserstraßen-und Schifffahrtsverwaltung des Bundes meldete für Oberwinter mit 26 Zentimetern einen niedrigeren Pegelstand als im Rekordjahr 2003. Damals betrug er 27 Zentimeter. Inoffiziell sollen im selben Jahr sogar einmal 23 Zentimeter gemessen worden sein.

26 Zentimeter – das bedeutet nicht, dass der Abstand vom Grund bis zur Wasserdecke so viel misst. Das Berechnungsverfahren ist etwas umfangreicher, dennoch können die Fahrgäste vor allem auf Oberwinterer Seite gut erkennen, wie groß der Abstand zwischen Schiffsboden und Rheinboden aktuell ist.

Die Honnefer Fähre muss durch eine bestimmte Fahrrinne zirkeln, um nicht aufzusetzen. Wie lange die Wassertiefe noch ausreicht, wird sich in den nächsten Tagen zeigen.

Heute fährt die Siebengebirge nur bis 19:00 Uhr, morgen, am 16.10., ab 6:30 Uhr. Weitere Informationen gibt es auf der Website faehre-honnef.de

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Bad Honnef

Es ist viel in Bewegung gekommen – Sandspieltherapieangebot in der Grundschule Am Reichenberg

Von Beate Schaaf

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sitzend: Kinderpsychotherapeutinnen und verantwortlich für das Projekt „Kinder in innerer Not“ Gundel Graetschel (links) und Andrea Wiedekind-Neumann (rechts) und stehend: Dr. Beate Schaaf (Caritas Bad Honnef - links), Nicola Kiwitt, (Schulleiterin Grundschule Am Reichenberg - Mitte), Felix Trimborn (Mitarbeiter Fachdienst Soziales und Asyl - rechts) | Foto: Christine Pfalz

Bad Honnef. Kinder, die traumatische Erlebnisse hatten, tragen diese Erfahrungen oft lange mit sich herum, ohne darüber sprechen zu können oder zu wollen. Diese hohe Belastung wirkt sich umso negativer auf ihr Wohlbefinden und Verhalten aus. Oft fällt es ihnen leichter, solche Erinnerungen im Spiel zu bearbeiten. Hier können sie auf die Situation als Regisseurin oder Regisseur der Szene selbst Einfluss nehmen. Aus dem passiven Erleben wird eine aktive Verarbeitung.

In der GGS Am Reichenberg haben die Kinderpsychotherapeutinnen Gudel Grätschel und Andrea Wiedekind-Neumann im letzten Schuljahr zehn Schülerinnen und Schülern mit Fluchterfahrung die Gelegenheit gegeben, sich durch eine Sandspieltherapie mit den sie belastenden Erlebnissen auseinanderzusetzen. Ausgesucht wurden die Kinder von der Schule und die Eltern gaben vorher ihr Einverständnis. Die Bad Honnefer Caritas finanzierte das Spielmaterial und der Fachdienst Asyl unterstützte die Therapeutinnen intensiv bei der Organisation des Angebots.

Beide Therapeutinnen berichteten jetzt der Presse über den positiven Verlauf des Projekts und die für alle Beteiligten bereichernden Erfahrungen. Ohne weitere Vorgaben konnten die Kinder in den Gruppenstunden verschiedene Figuren und Gegenstände aus dem großen Fundus aussuchen und damit in einer eigenen Sandbox Szenen gestalten. Dabei wurde jedes Kind von einer ehrenamtlichen Assistentin begleitet, die aber niemals in das Spiel eingriff, sondern es nur beobachtete. Alle Kinder genossen das freie Spiel ohne Druck und das Gefühl eine Person zu haben, die nur für einen allein da war. In den zehn Wochen änderten sich die dargestellten Bilder: Kriegsszenen etwa wurden durch friedlichere Situationen ersetzt. Einige Kinder begannen auch über ihre Erlebnisse zu sprechen. Die Klassenlehrerinnen und -lehrer meldeten zurück, wie „zufrieden und beglückt“ die Kinder von der Therapie zurück in den Unterricht kamen.

In diesem Schuljahr wird die Sandspieltherapie wieder angeboten werden, diesmal sollen auch Bad Honnefer Kinder ohne Fluchterfahrung dabei sein. Da einige Assistentinnen eine weitere Mitarbeit für sich nicht mehr organisieren können, werden neue Helferinnen oder Helfer gesucht. Bei Interesse kann man sich direkt mit Gundel Grätschel in Verbindung setzen unter Tel 02224/ 9872543 oder E- Mail praxis-graetschel@dlcom.de .

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Bad Honnef

Schützengala 2018: Bunt, fröhlich, einzigartig

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Bad Honnef. Zum dritten Mal fand heute im Kursaal vor vollem Haus die Schützengala statt. Sie ist ein gemeinsames Projekt des Rommersdorf-Bondorfer Bürgervereins und der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Bad Honnef.

Erdacht und entwickelt wurde sie von Daniel Behr und Benny Limbach. Beide standen heute erneut im Mittelpunkt. Daniel hatte die Aufgaben des Organisators und Moderators übernommen, der 26-jährige Benny holte sich die Königswürde bei den St. Sebastianus-Schützen. Und damit das jugendliche Bild perfekt wurde, schoss sich IUBH-Student Raphael Path mit seinen 31 Jahren in Rommersdorf-Bondorf zur Majestät.

Mittlerweile schon traditionell eröffneten der Spielmannszug des TV Eiche und die Rheinbreitbacher Burgbläser gemeinsam die Gala. Nach den Fanfarenklängen von der Empore ging es hinab in den Festsaal.

Die offizielle Begrüßung übernahmen die beiden Vereinspräsidenten August Heinen und Stephan Elster. Gäste aus der Politik waren unter anderem die Bundestagsabgeordnete Nicole Westig, der stellvertretende Bürgermeister Peter Profittlich und Bürgerblock-Fraktionschef Karl-Heinz-Dißmann.

Danach ging es zur Musik der Band Helicopter auf die Tanzfläche. Nächster Höhepunkt war die Gratulationscour, an der sich auch diesmal wieder viele Vereine aus Nah und Fern beteiligten, bevor es dann im mit Lichteffekten verzauberten Kursaal langsam auf das Finale zuging. Und das bestritt Björn Hauser mit seiner unnachahmlichen Mitsinganimation.

Eine eindrucksvolle Gala mit traditionellen und modernen Elementen, die ihresgleichen sucht.

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27Okt(Okt 27)19:0028(Okt 28)2:00Köngisball der St. Hubertus Schützengesellschaft Rhöndorf 1920 e.V.

28Okt20:0021:45Frühstück mit Monsieur Henri, Kleines Theater Bad Godesberg

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