Wenig Änderungen bringt die Evaluierung des Parkraumkonzeptes mit sich. Eine Enttäuschung.

Bewirtschaftungszeiten sollen vereinheitlicht werden, der Rheingoldweg z.B. der Zone B3 zugeordnet werden, über weitere Ladezonen in der Zone A wird nachgedacht …  Vor dem Wesentlichen verschließt die Stadt die Augen: Bürgerinteressen, Ungerechtigkeit, Konzeptionslosigkeit.

Ein so dominantes Parkraumkonzept umzusetzen, ohne vorher in den Dialog mit den Betroffenen zu gehen, zeugt schon von einem ziemlich schrägen Bürgerverständnis. Normalerweise werden die Menschen bei solchen Projekten mitgenommen, keinesfalls lässt man sie vor die Wand laufen.

Auf einmal dürfen Anwohner, also Steuerzahler, nicht mehr in ihrem Veedel parken, sollen den Platz freimachen für Gebühren zahlende Kundschaft Bad Honnefer Geschäfte. Nur: die Einzelhändler wollen das gar nicht. Verständlich. Parkgebühren halten die Kunden fern. Zum Einkaufen gibts genügend kostenlose Alternativen.

Beliebtes Argument: Öffentlicher Parkraum könne bei den vielen Autos nicht mehr einfach so zur Verfügung gestellt werden. Richtig. Aber: Die betroffenen Anwohner zahlen ja für einen Anliegerausweis. Und außerdem: dieser Logik folgend müsste der gesamte Straßenraum in Bad Honnef einbezogen werden und nicht nur ein ausgesuchter Bereich.

Wenn schon mit rigiden Maßnahmen BürgerInnen ein Stück Wohn- und Lebensqualität genommen wird, dann sollte wenigstens ein vernünftiges Gesamtkonzept zu erkennen sein, das die City nach vorne bringen könnte: beispielsweise alle Autos raus aus der Innenstadt, die Flächen freigeben für E-Taxis, FußgängerInnen, FahradfahrerInnen, RollifahrerInnen, Events, Treffpunkte, Spielbereiche … – nichts dergleichen!

Am Donnerstag wird im Ausschuss über Veränderung beim Parkraumkonzept gesprochen. Am Ende muss als Ergebnis herauskommen:

“Freie Parkplatzwahl für Bad Honnefer Steuerzahler”. Sonst wars das mit “Lebensfreude verbürgt”.

Donnerstag, 22.11.2018, 18 Uhr, Ratssaal: Ausschuss für Umwelt, Wald, Verkehr, Feuerschutz und Rettungswesen.

 

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