Keine Kontrollen unterm Weihnachtsbaum

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Bad Honnef – Die Lockdown-Regelungen des Bundes und der Länder sind hart. Unter anderem ist die Besucherregelung zu Weihnachten stark eingeschränkt. Es gilt, dass sich nur fünf Personen aus zwei Haushalten treffen dürfen. Kontrollen im privaten Bereich werden allerdings nicht stattfinden. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet betonte in einer Pressekonferenz heute Mittag, dass es keine Kontrollen unterm Weihnachtsbaum geben werde.

Befürchtet wird allerdings, dass nun Montag und Dienstag ein Run auf die Geschäfte stattfinden wird, um noch Weihnachtsgeschenke einzukaufen. Natürlich wäre dann ein Superspreading vorprogrammiert. Hier appelliert der Ministerpräsident an die Klugheit der Bürgerinnen und Bürger, sich gemäßigt zu verhalten. Allerdings würden die Ordnungsbehörden streng darauf achten, das die Hygieneregelungen im Einzelhandel umgesetzt werden. Politiker wie der FDP-Fraktionsvize Michael Theurer fordern sogar ein 48-Stunden-Shopping, um die Infektionsgefahr zu verhindern.

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Während sich die Einzelhandelsgiganten wie Tedi und NKD in einem Brandbrief klagend an die Bundesregierung und die Ministerpräsident.innen wenden und mit Geschäftsschließungen drohen („Müssen die Geschäfte jetzt schließen, werden viele nicht mehr öffnen“), versuchen kleinere Einzelhändler.innen in Bad Honnef mit konkreten Maßnahmen noch zu retten, was zu retten ist. So wiesen sie klugerweise erst einmal auf ihre Öffnungszeiten am Montag und Dienstag hin. Auch ein Lockdownrabatt wurde in einem Geschäft angekündigt.

In dem von der Bild-Zeitung und anderen Medien veröffentlichen Brandbrief der Einzelhandelsriesen haben auch die Billigketten Tedi, Takko und NKD unterschrieben, die auch in Bad Honnef vertreten sind. Meinen die Unternehmen ihre Drohung ernst, könnte es in Bad Honnef bald wieder neuen Leerstand geben.

Pressekonferenz zum Lockdown

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2 Kommentare

  1. Tedi ,NKD ,KIK und alle die anderen „Unternehmen „die jetzt Ihren „Untergang prognostizieren dazu nur eins :
    Jahrelang durch Dumpinglöhne und Ausbeutung der Mitarbeiter ( über die skandalösen Zustände in den asiatischen Ptoduktionsstätten ganz zu schweigen ) Millionen gar Milliarden verdient zu haben, und jetzt über einen -in meinen Augen alternativlosen Lockdown, der unser aller Gesundheit dient – zu jammern finde ich nur arm !

  2. „Keine Kontrollen unterm Weihnachtsbaum“

    Ist das die wichtigste Botschaft, die sie rüberbringen wollen? Leute macht doch wie ihr wollt, Euch wird keiner was anhaben?!

    Eine Warnung vor unnötigem Kontakt und der Hinweis darauf, Oma und Opa mit dem Weihnachtsbesuch eventuell ins Grab zu bringen, wäre da verantwortungsbewusster gewesen.

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