Jetzt arm, aber glücklich: Straßenfamilie in Bad Honnef

Bad Honnef | Gerade erst haben sich Bildungs- und Jugendhilfeausschüsse über ein neues Beitragsreglement verständigt, schon droht Gefahr, dass es vor der Verabschiedung im Rat Makulatur ist. Grund: Bei der Festlegung der Einkommensgrenzen und der Bewertung von arm und reich ist völlig außer Acht gelassen worden, dass Frauen in Deutschland im Durchschnitt 22 Prozent weniger verdienen als Männer.

Nun fordern Honnefer Frauen von ihren Männern: “Verdient endlich so viel wie wir, damit wir nicht mehr reich sind.” Oder: “Lasst uns ran, damit wir dann wenigstens richtig Knete haben.” Ziel: Niemand will mit 77.000 EUR Jahreseinkommen und überproportionalen Erhöhungen der Kita-Gebühren aufs Armenteil geschoben werden.

Schon gab es am frühen Morgen die ersten Auffahrunfälle auf der B42 Richtung NRW-Mitte. Die Polizei: “Zu viele Fahrer hatten Tränen in den Augen, hatten einfach keinen Durchblick mehr.” Vater Richard W.: “Ich weiß nicht mehr weiter. Womöglich soll ich meinen Job ganz aufgeben und als Putze arbeiten gehen.” Willi H. ging mit Schild vor der Brust in seine Bank: “Ich will keine 77.000 EUR mehr verdienen und auf die Boni verzichte ich auch.”

Währenddessen arbeitet die Verwaltung an einer Alternativlösung, sollten nun die Väter nach August wirklich 22 Prozent weniger verdienen. Was durchsickerte: Die Reichengrenze soll im Bedarfsfall auf 29.000 EUR Jahreseinkommen gesenkt werden.

Erzieherin Christel B. “Endlich reich. Dann können wir unseren Streik ja beenden.”

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