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Die Planungen des Siegerentwurfs der Berliner Büros stellten Petra Denny und Architekt Prof. Rolf Westerheide vor. Foto: Bundesstadt Bonn

Bonn-Bad Godesberg – Die Innenstadt Bad Godesbergs soll städtebaulich aufgewertet und lebendiger werden. Der Fokus liegt auf Ökologie und Klimaanpassung: Mehr Grün, mehr Wasser, eine höhere Aufenthaltsqualität, neu gestaltete Plätze und zentrale Sichtbeziehungen zwischen Godesburg und Stadtpark.

So stellen sich die Berliner Büros capattistaubach urbane landschaften, O&O Baukunst und Plan und Recht GmbH die Zukunft von Bad Godesbergs Innenstadt vor. Mit ihrem städtebaulichen Entwurf gingen sie als Sieger des Wettbewerbsverfahrens zur Neugestaltung des öffentlichen Raums für die City von Bad Godesberg hervor.

„Der Siegerentwurf zeichnet sich durch eine klare Vision für die Innenstadt und öffentliche Räume der Zukunft aus“, sagte Bonns Planungsamtsleiterin Petra Denny nach der Sitzung des Preisgerichts. „Die innovativen Gestaltungsvorschläge für die zentralen Plätze Am Fronhof und Theaterplatz haben uns auch vor dem Hintergrund der Klimaanpassung überzeugt“, erläutert Architekt Prof. Rolf Westerheide, Vorsitzender des Preisgerichts, der auch Vorsitzender des Städtebau- und Gestaltungsbeirates ist. „Sie sind realistisch und erscheinen umsetzbar.“

Stadt hofft auf private Investitionen

Mit dem Siegerentwurf gibt es jetzt einen Rahmen für die künftige Entwicklung der Innenstadt. Mit der Aufwertung des öffentlichen Raumes hofft die Stadt auch auf private Investitionen. Dafür wird die Stadt in einen engen Dialog mit den Immobilienbesitzern treten.

Die Themen des Wettbewerbes, wie z.B. Städtebau, Mobilität, Tourismus, werden auf Basis dieses Masterplanentwurfes im Zuge der avisierten Städtebauförderung in spezifischen Konzepten konkretisiert. Sodass die seit 2019 im Leitbildprozess eingebrachten Ideen und Vorschläge in Bad Godesberg in den nächsten Jahren zur Umsetzung kommen können. Die schrittweise Realisierung des Masterplanes für den öffentlichen Raum ist hier sicherlich eine der zentralen Maßnahmen.

Bereits im Jahr 2022 soll die Aufwertung des öffentlichen Raums beginnen. Sechs Millionen Euro sollen zwischen Fronhof und Theaterplatz investiert werden. Noch bis Ende September 2021 wird die Stadt dafür Fördermittel bei Land und Bund beantragen und setzt auf eine 70-prozentige Förderung.

Mit der Preisgerichtsitzung ist das circa sechsmonatige Wettbewerbsverfahren zur Neugestaltung des öffentlichen Raums in der Innenstadt von Bad Godesberg erfolgreich abgeschlossen worden. Die Vorbereitungen und Grundlagen hierfür wurden mit dem Leitbildprozess und dem Integrierten Stadtteilentwicklungskonzept gemeinsam mit der engagierten Bad Godesberger Bürgerschaft bereits seit 2018 gelegt.

Wettbewerbsergebnisse werden ausgestellt

Die Wettbewerbsergebnisse werden von Mittwoch, 15. September, bis einschließlich Sonntag, 26. September 2021, im Trinkpavillon, Koblenzer Straße 80, ausgestellt. Die Öffnungszeiten sind dienstags, mittwochs und donnerstags von 15 bis 18 Uhr und samstags von 11 bis 14 Uhr. Der Siegerentwurf wird von außen zu jeder Tageszeit betrachtet werden können, außerdem wird der Erstplatzierte auch im Foyer der Fronhofer Galeria präsentiert werden.

Präsentation durch Planungsbüros

Am Mittwoch, 15. September, um 18 Uhr wird auf dem Vorplatz der Stadthalle, an der „Muschelbühne“, eine öffentliche Präsentation des Siegerentwurfes stattfinden. Das Planungsbüro wird seine Planung vorstellen. Alle Informationen zur Ausstellungseröffnung und den Wettbewerbsergebnissen können unter www.bonn-macht-mit.de/masterplanbago abgerufen werden. Dort kann auch ein Feedback zum Siegerentwurf abgegeben werden, das in das weitere Planverfahren einfließen kann.

 

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