Bad Honnef. Konrad Beikircher ist tot. Gestern starb er im Alter von 80. Jahren.
Beirkircher wurde 1945 im südtirolerischen Bruneck geboren und kam Mitte der 1960er Jahre zum Studium nach Bonn. Nach seinem Psychologiestudium arbeitete er viele Jahre als Gefängnispsychologe in der JVA Siegburg, bevor er sich 1986 ganz dem Kabarett verschrieb.
Sein Markenzeichen wurden humorvolle Programme über die rheinische Mentalität, den Dialekt und den Regiolekt. Darüber hinaus war Beikircher als Musiker, Autor und Moderator erfolgreich. Für sein kulturelles Engagement erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Rheinlandtaler, den Großen Kulturpreis der Sparkassen-Kulturstiftung Rheinland sowie das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Zuletzt lebte er in Bonn-Bad Godesberg.
Die Anfänge seiner künstlerischen Laufbahn sind eng mit Bonn verbunden. In Stephan Roths legendärer Jazzgalerie stand Beikircher hinter dem Tresen und kellnerte. Dort interpretierte er auch Texte großer Literaten am Klavier, aber auch eigene. Wer ihn damals erlebte, erinnert sich an seine besondere Bühnenpräsenz – man wollte oft einfach nicht, dass er aufhörte zu spielen.
Auch Bad Honnef spielte in seiner langen Karriere immer wieder eine Rolle. Bereits 2005 wurde Konrad Beikircher zum Aalkönig gekürt. Mehrfach gastierte er im Kurhaus und begeisterte dort sein Publikum. 2017 präsentierte er im Einrichtungshaus Walkembach Ausschnitte aus seinem Programm „Passt schon“. Seinen letzten Auftritt in Bad Honnef hatte er im vergangenen Jahr bei der Comedy-Night der BHAG im Kurhaus – ein Abend, der vielen Besuchern in bester Erinnerung bleiben dürfte.











Traurig, ich habe ihn gemocht.
RIP. Konrad