Rhein-Sieg-Kreis – Am 7. April 2021 ist Weltgesundheitstag. Aus diesem Grund weist das Gesundheitsamt des Rhein-Sieg-Kreises darauf hin, wie wichtig es ist, Kinder impfen zu lassen. Und appelliert gleichzeitig an die Vernunft der Eltern. „Gerade gegen die hochansteckenden Masern sind immer noch nicht alle Kinder ausreichend geschützt,“ so Dr. Kirsten Hasper, Leiterin des Kreisgesundheitsamtes.

Wenn Eltern ihren Nachwuchs nicht impfen lassen, tragen sie dazu bei, dass Viren immer wieder die Gelegenheit bekommen, sich auszubreiten. Damit gefährden sie auch Kinder, die selber aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden dürfen. Gerade die Masern sind alles andere als eine harmlose Kinderkrankheit. Eine Infektion kann sowohl zu Mittelohr- und Lungenentzündungen als auch in schweren Fällen zu Hirnhautentzündungen führen.

Die von Impfgegnerinnen und Impfgegnern oft vorgebrachten Risiken sind in der Regel unproblematisch. Als Nebenwirkungen können Fieber oder Unruhe und eher selten auch allergische Reaktionen auftreten. Diese Symptome verschwinden aber meist schnell wieder.
Einige Mütter und Väter glauben, eine „durchlittene“ Kinderkrankheit stärke das Immunsystem. Sie fordern daher eine Ansteckung geradezu heraus, in dem sie ihre Kinder mit einem erkrankten Kind spielen lassen. „Ein solches Verhalten ist in keinem Fall eine geeignete Maßnahme und auch keine Alternative zu einer etablierten Impfung“, erklärt Dr. Kirsten Hasper.

Seit dem 1. März 2020 gilt in Deutschland das Masernschutzgesetz. Es soll Schul- und Kindergartenkinder vor einer Erkrankung schützen. Das Gesetz sieht unter anderem vor, dass alle Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr beim Eintritt in den Kindergarten bzw. beim Schulbeginn die von der Ständigen Impfkommission empfohlenen Masernimpfungen vorweisen müssen. Aber auch bei der Betreuung durch eine Kindertagespflegeperson muss in der Regel ein Nachweis über die Impfungen erfolgen. (we)

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