Kriminalstatistik 2021: Gesamtkriminalität stagniert, Kinderpornographie nimmt zu

Auch in Bad Honnef sank die Gesamtkriminalität - Trend in Königswinter negativ

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Bonn – Polizeipräsident Frank Hoever und Kriminaldirektor Ralf van Uden haben heute die Polizeiliche Kriminalstatistik 2021 für den Zuständigkeitsbereich der Bonner Polizei vorgestellt.

Im vergangenen Jahr sind die Fallzahlen bei der Gewaltkriminalität (-9,1 %), den Raubdelikten (-16,6 %) und dem Wohnungseinbruch (-32,5 %) zurückgegangen. Die Fallzahlen der Gesamtkriminalität stagnieren im Vergleich zum Vorjahr nahezu (+0,1 %). Ein starker Anstieg bei den Sexualdelikten (+49,2 %) ist insbesondere auf die ins Hellfeld rückenden Straftaten im Zusammenhang mit Kinderpornographie (+144,5 %) zurückzuführen.

„Neben diesen Entwicklungen, die auch Ergebnis unserer engagierten Arbeit sind, gibt es Deliktsbereiche mit negativen Veränderungen. Diese gilt es, im Jahr 2022 besonders in den Fokus polizeilicher Arbeit zu rücken“, so Polizeipräsident Frank Hoever mit Blick auf hohe Fallzahlen beim Kellereinbruch (-16,3 %), Diebstahl an/aus Kraftfahrzeugen (+27,5 %) und Betrug (+10,7 %).

Auch in Bad Honnef haben sich die Zahlen 2021 zum Besseren hin verändert. Die Gesamtkriminalität sank von 1232 auf 1159 Fälle. Der deutlichste Rückgang wurde mit 88 Fällen bei schwerem Diebstahl verzeichnet, mit 67 Fällen bei der Straßenkriminalität und mit 66 Fällen bei einfachen Diebstahldelikten. Zugenommen haben die Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung (22 auf 29). Auch Straftatbestände wie Rauschgiftdelikte, Beleidigungen und Hausfriedensbruch nahmen zu.

In Königswinter nahm die Gesamtkriminalität zu. Dort registrierte die Polizei im letzten Jahr gegenüber 2020 123 Fälle mehr. Besonderes bei schwerem Diebstahl und Vermögens-/Fälschungsdelikte nahmen die Zahlen zu.

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1 Kommentar

  1. Wohnungseinbruch:
    Diese Zahlen sind wohl kaum mit den Vorjahren vergleichbar. Zurzeit von Corona Lock-Down, Home-Office, geschlossenen Schulen, geschlossenen Gastro und eingeschränkten Freizeitmöglichkeit, waren die Menschen auch deutlich mehr zu Hause.

    Aber das kann man natürlich auch als Erfolg der Behörden werten.

    Die anderen Zahlen sollte man auch mal im Detail betrachen und hinterfragen.

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