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Symbolfoto: Bild von Mikes-Photography auf Pixabay

Rhein-Sieg-Kreis (ke/an) – Die schwere Naturkatastrophe mit Starkregen und Hochwasser von Mittwoch, 14. Juli 2021, hat das Leben der Menschen im Rhein-Sieg-Kreis verändert. Das Leid und die Verzweiflung der Opfer hat aber auch eine nicht geahnte Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst. Tausende Privatpersonen, unzählige Unternehmen, Institutionen oder Einrichtungen unterstützen schnell und unkompliziert direkt vor Ort.

Als nur ein Beispiel dieser Solidarität durfte der Rhein-Sieg-Kreis eine Hilfsgüterlieferung vom Bodensee entgegennehmen. Der Initiator dieser Aktion war mit seinen Eltern selber Opfer eines Hochwassers an der Oder und erfuhr damals Solidarität und Hilfsbereitschaft aus ganz Deutschland. Seine Motivation jetzt: „Ein Stück zurückgeben.“

So erreichten am Donnerstag, 22. Juli 2021, gegen 14:00 Uhr drei Sattelzüge und mehr als zehn Transportbusse mit Hilfsgütern ein Firmengelände im Rhein-Sieg-Kreis. Dieses Unternehmen erklärte sich bereit, bei der Verteilung der Hilfsgüter kostenfrei zu helfen: 700m² Hallenfläche wurden zur Verfügung gestellt, um einen Umschlagplatz zu organisieren. 10 Mitarbeiter der Kreisverwaltung sowie Mitarbeiter des Unternehmens verluden und sortierten die Hilfsgüter. Jetzt werden Lebensmittel, Hygieneartikel, Werkzeug und Dinge des täglichen Bedarfs an die betroffenen Menschen im Rhein-Sieg-Kreis verteilt.
„Dieses private Engagement ist nur ein Beispiel für die große Hilfsbereitschaft“, freut sich Landrat Sebastian Schuster. „Nicht nur diese beiden Unternehmen leisten hier Großartiges. Und jede Aktion hilft – sei es eine Tüte Lebensmittel oder wie hier gleich mehrere LKW.“

In den Überschwemmungsgebieten waren Landwirte im Einsatz, um den Menschen zu helfen. Hoteliers stellten Zimmer zur Verfügung, um Hochwasseropfer aufzunehmen, die aus ihren Häusern und Wohnungen evakuiert wurden. Gastronomen und Bäckereibetreibende versorgten diese Menschen kostenfrei mit Essen und Trinken. Weitere Unternehmen kamen mit schwerem Gerät, und viele Bürgerinnen und Bürger spendeten Geld oder halfen, Häuser und Wohnungen vom Schlamm zu befreien. Landrat Schuster: „Allen diesen Freiwilligen gilt meine höchste Anerkennung und mein größter Respekt!“

26.7.2021/393

 

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