Bad Honnef. Bestes Wetter, beste Stimmung: In den Veedeln von Bad Honnef drehte sich am Vorabend des 1. Mai wieder alles ums traditionelle Maibaumstellen. Ob mit reiner Muskelkraft oder moderner Technik – die vier Ortsteile zeigten einmal mehr, wie lebendig Brauchtum sein kann.
In Rhöndorf hatte man noch eine kleine Rechnung offen. Im vergangenen Jahr wollte der Maibaum nicht so recht in die Höhe – sehr zum Leidwesen der kräftigen Helfer. Diesmal lief auf dem Ziepchensplatz jedoch alles wie am Schnürchen. Mit verbesserter technischer Unterstützung stand der Baum sicher und schnell.
Ganz nach dem Motto „kleiner, aber feiner“ ging es in Rommersdorf-Bondorf zu. Auf dem Annaplatz bewiesen die Maibaumsteller, dass es nicht auf die Größe ankommt. Der Baum stand in kürzester Zeit – gerade, stabil und begleitet von prominenter Unterstützung: Bürgermeister Philipp Herzog packte nach seiner Rückkehr aus Italien direkt mit an. Dort hatte er an einer Delegationsreise in die Partnerstadt Griante-Cadenabbia teilgenommen.
In Selhof setzt man schon länger auf moderne Hilfsmittel. Hier wurde der Maibaum mithilfe eines Krans an der Kapelle aufgestellt – effizient und routiniert. „Handgemacht“ hingegen die Musik des Tambourcorps Frei Weg und des Vesperchores.
Bereits am Vortag wurde in Aegidienberg der Maibaum geschmückt. Am 30. April folgte dort das traditionelle Maiansingen. Für die musikalische Gestaltung sorgten unter anderem der Gesangverein „Liederkranz“ 1875 Aegidienberg, der Schulchor der Theodor-Weinz-Schule sowie der Spielmannszug der KG Klääv Botz. Auch der Männerchor und der gemischte Chor „Aegidienberger Stimmen“ trugen zur festlichen Atmosphäre bei.
Neben viel Musik gab es für die Besucher auch kulinarische Angebote – von Maibowle bis Würstchen – sowie Aktionen wie Versteigerungen und das beliebte Baumstammnageln.











