Rund 35 Einsatzkräfte konnten durch das besondere Hygienekonzept gemeinsam üben. Hier zu sehen: Einsatzbesprechung vor der Marschübung. Foto: Möbus/Malteser.

Bad Honnef/Rhein-Sieg – Eine erste Präsenzübung nach dem “Winter-Lockdown” hat Einsatzkräfte der Einsatzeinheit “BRK 06” der Malteser aus Bad Honnef, Meckenheim und Siegburg am Wochenende durch das gesamte Kreisgebiet des Rhein-Sieg-Kreises geführt.

Unter Beachtung der aktuellen Hygieneregeln des Landes NRW und des Malteser Hilfsdienstes konnten die Ehrenamtlichen nach einer längeren coronabedingten Zwangsphase ohne Präsenzübungen wieder wichtige Grundlagen des Katastrophenschutzes trainieren. Im Fokus standen dabei der sichere Umgang mit dem Sprechfunk und das Führen von Einsatzfahrzeugen.

Am Morgen trafen sich die Kräfte zunächst an ihren jeweiligen Standorten. Von dort starteten sie – verteilt auf 12 Fahrzeuge – mit einer Funkrallye, die sie durch den Rhein-Sieg-Kreis führte. Sie hatten verschiedene Aufgaben im Kreisgebiet zu lösen und trainierten dabei auch den Umgang mit dem Sprechfunk und den Fahrzeugen. An mehreren Stationen gab es fachspezifische Quizfragen, um das Wissen der Sanitäter aufzufrischen. Außerdem wurden Notfallmaßnahmen in Kleingruppen praktisch geübt.

“Langer Marsch”: Die Fahrzeuge im geschlossenen Verband werden mit Fahnen und Blaulicht gekennzeichnet. Bei der Übung befuhr die Einsatzeinheit Autobahnen, Landstraßen und innerstädtische Gebiete. Foto: Hoeft/Malteser.

Die Übungsleitung hatte sich viele Gedanken darüber gemacht, wie zwar in Präsenz geübt werden konnte, der Infektionsschutz aber auf höchstem Niveau gewahrt bleiben konnte. So wurden Kontakte auf ein Minimum begrenzt. Auch das Abstandhalten, das Tragen von FFP2/KN95-Masken im Fahrzeug und bei kleinen Abständen sowie ein Corona-Selbsttest waren Teil des Hygienekonzepts.

Den Höhepunkt des Tages bildete ein sogenannter “MOT-Marsch”, bei dem die Einsatzeinheit einen geschlossenen Verband aus allen Fahrzeugen bildete und eine Strecke im Rhein-Sieg-Kreis zurücklegte. Von Sankt Augustin über Bad Honnef und das Siegtal führte es den Zug dabei bis nach Lohmar. Bei den Hilfsorganisationen werden Verbandfahrten vor allem für das Zurücklegen weiter Strecken, beispielsweise auf dem Weg zu Großeinsätzen, durchgeführt.

Nach einem ereignisreichen Tag ziehen Zugführer Maximilian Kornfeld von den Bad Honnefer Maltesern und die Übungsleitung ein positives Fazit. Maximilian Kornfeld erklärt: „Es ist gut, dass unsere Helferinnen und Helfer wieder die Gelegenheit hatten, gemeinsam zu üben. Besonders wichtig ist uns, dass im Einsatzfall die Zusammenarbeit zwischen den Ortsgliederungen funktioniert und wir unsere Routine beibehalten können.“

Die 6. Einsatzeinheit der Bezirksregierung Köln, kurz „BRK 06“, ist eine von zwei Einsatzeinheiten der Malteser im Rhein-Sieg-Kreis. Sie ist der Bezirksregierung direkt unterstellt und wird von Maltesern aus Bad Honnef, Meckenheim und Siegburg getragen. Jede Einheit umfasst rund 33 Einsatzkräfte, darunter auch ein Arzt. Alle sind ehrenamtlich tätig. Neben Sanitätern gehören der Einheit auch Betreuungshelfer an, die über Geräte und Material verfügen, um eine große Zahl von Menschen zu verpflegen und ihre vorübergehende Unterbringung sicherzustellen. Zu den Aufgaben des Betreuungsdienstes gehören auch die Mitwirkung bei der Registrierung von Betroffenen und die Versorgung der Einsatzkräfte. Die Einsatzeinheit wird von den Bad Honnefer Maltesern geleitet. Bad Honnef stellt auch die Sanitätsgruppe und die Technikkomponente. Den betreuungsdienstlichen Anteil besetzen die Malteser aus Meckenheim und Siegburg. (A.A.)

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