Bad Honnef/Königswinter. Nordrhein-Westfalen investiert im Jahr 2026 so viel wie nie zuvor in den Radverkehr. Wie aus dem neuen Nahmobilitätsprogramm hervorgeht, stellen Land und Bund mehr als 172 Millionen Euro für den Ausbau und die Verbesserung der Infrastruktur bereit. Ziel ist es, den Radverkehr sicherer und alltagstauglicher zu machen.
Von den Mitteln profitieren auch mehrere Kommunen im südlichen Rhein-Sieg-Kreis. In Königswinter wird die barrierefreie Umgestaltung eines Kreuzungsbereichs im Ortsteil Heisterbacherrott mit 165.000 Euro gefördert. Dadurch soll insbesondere die Sicherheit für Radfahrer verbessert werden.
Bad Honnef erhält insgesamt 36.000 Euro. Davon fließen 30.000 Euro in eine Modal-Split-Erhebung, weitere 6.000 Euro sind für Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit zur Nahmobilität vorgesehen. Auch Meckenheim wird mit 25.000 Euro für eine entsprechende Verkehrsanalyse unterstützt. Dabei wird untersucht, wie sich der Verkehr auf verschiedene Verkehrsmittel wie Auto, öffentliche Verkehrsmittel, Fahrrad und Fußverkehr verteilt. Die Ergebnisse sollen als Grundlage für zukünftige Planungen dienen.
Der CDU-Landtagsabgeordnete Jonathan Grunwald bezeichnete das Programm als „starkes Signal für eine zeitgemäße Mobilität“. Um mehr Menschen für das Fahrrad zu gewinnen, seien sichere Wege, durchdachte Konzepte und der Lückenschluss im Radwegenetz entscheidend.
Nach Angaben der Landesregierung sollen in der laufenden Legislaturperiode insgesamt 1.000 Kilometer neue Radwege entstehen. Bis Ende 2025 seien bereits 661 Kilometer fertiggestellt worden, weitere Projekte befänden sich in Planung oder im Bau.











