Rheinbreitbach. Auch wenn es mit dem ganz großen Wurf wie zuvor im Oman und in Rom diesmal nicht ganz geklappt hat: Der Medaillensatz von Heidi Wunner bei Tischtennis-Weltmeisterschaften ist jetzt komplett. Bei den Titelkämpfen der Senioren im südkoreanischen Gangneung erreichte die Rheinbreitbacherin im Mixed zusammen mit ihrem luxemburgischen Trainingspartner Valentin Langehegermann in der Altersklasse Ü85 einen herausragenden dritten Platz. Genau diese Bronzemedaille hatte der 87-jährigen Ausnahmesportlerin in ihrer beeindruckenden Titelsammlung bei Weltmeisterschaften noch gefehlt.
Insgesamt gab es in den verschiedenen Altersklassen eine Rekordbeteiligung von mehr als 4.500 Sportlerinnen und Sportlern.
Noch erfolgreicher als im Mixed war Wunner mit ihrer deutschen Partnerin Ruth Schneider im Damendoppel, wo sie – wie in den vergangenen Jahren – zum engeren Favoritenkreis auf den Titel zählte. Nach hartem Kampf mussten sich die beiden letztlich nur ihren Konkurrentinnen aus Japan geschlagen geben und sicherten sich damit die Silbermedaille.
„Auch wenn es diesmal mit einem erneuten Titel nicht geklappt hat, bin ich mit dem Ergebnis mehr als zufrieden“, freute sich Wunner bei einem kleinen Empfang in der Hans-Dahmen-Halle in Rheinbreitbach nach ihrer Rückkehr aus Südkorea. Zur Zufriedenheit hatte sie allen Grund. Denn durch eine Verletzung, die sie sich ausgerechnet bei einem Ausflug nach Seoul zugezogen hatte – noch bevor sie überhaupt einen Ball gespielt hatte –, war sie in den ersten Einzelspielen erheblich gehandicapt.
Ganz besonders bedankte sich Heidi Wunner bei Klaus Henning Rosen. Das ehemalige Rheinbreitbacher Ratsmitglied hatte im Vorfeld der Weltmeisterschaften zu einer Spendenaktion für Wunner aufgerufen, nachdem Rosen erfahren hatte, dass sie einen Großteil der Kosten für das Turnier selbst tragen musste. „Heidi Wunner hat so viel für den Ort getan, jetzt können wir auch mal etwas zurückgeben“, betonte Rosen.
Wunner zeigte sich von der Unterstützung überwältigt und dankte allen Beteiligten „für die fantastische Hilfe und Rückendeckung“. So viele Menschen hinter sich zu wissen, habe ihr noch einmal „einen richtigen Motivationsschub gegeben“.
Verbandsgemeindebürgermeister Karsten Fehr, die SVR-Vorsitzende Nicole Weinberg und Tischtennis-Abteilungsleiter Klaus Riddering würdigten unisono die erneute herausragende Leistung von Heidi Wunner bei Weltmeisterschaften. Sie habe „als Botschafterin des Tischtennissports nicht nur für die Region Außergewöhnliches geleistet“.
red / Klaus Riddering (SVR-Tischtennis-Abteilungsleiter)











