Remagen – Der Haupt- und Finanzausschuss des Stadtrats Remagen hat mit deutlicher Mehrheit eine Resolution zur künftigen Gesundheitsversorgung in der Stadt verabschiedet. Hintergrund ist die geplante Schließung des Krankenhauses Maria Stern zum 30. November 2025. Auf Initiative von Bürgermeister Björn Ingendahl richtet sich das Schreiben direkt an den rheinland-pfälzischen Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD).
In der Resolution fordert der Stadtrat konkrete Vorschläge und belastbare Konzepte, wie die medizinische Versorgung in Remagen und den umliegenden Gemeinden nach dem Wegfall des Krankenhauses gewährleistet werden kann. Zudem lädt die Stadt den Minister zu einer Informations- und Dialogveranstaltung ein. Dort sollen Vertreterinnen und Vertreter aus Medizin, Pflege, Rettungsdiensten, Kommunalpolitik und Bürgerschaft gemeinsam über mögliche Lösungsansätze beraten.
Bürgermeister Ingendahl hob die Bedeutung einer wohnortnahen Gesundheitsversorgung hervor. Die Bevölkerung brauche nach der angekündigten Schließung des Krankenhauses „klare Antworten und verlässliche Perspektiven“, so Ingendahl. Das Votum des Ausschusses wertet die Stadtverwaltung als Signal an die Landesregierung, die medizinische Versorgung in der Region auch ohne ein eigenes Krankenhaus sicherzustellen.
Mit der Resolution will Remagen erreichen, dass zeitnah Planungen für alternative Strukturen oder Angebote vorgestellt werden, um Versorgungslücken zu vermeiden. Welche Modelle konkret infrage kommen könnten, ließ der Stadtrat offen.










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