Bonn/Bad Honnef. Die Bonner Polizei warnt vor einer neuen Betrugsmasche, die erstmals im Zuständigkeitsbereich der Behörde registriert wurde. Kriminelle nutzen dabei Online-Dating-Portale, um das Vertrauen ihrer Opfer zu gewinnen, deren Wohnungen auszuspähen und anschließend gezielt einzubrechen.
Der aktuelle Fall ereignete sich im Juli im Bonner Stadtgebiet. Nach Angaben der Polizei hatte ein Mann über eine Dating-Plattform Kontakt zu einer Frau aufgenommen. Sie soll unter falschem Namen und mit falschem Alter registriert gewesen sein. Auffällig: Nach bisherigen Erkenntnissen nutzte sie ein offenbar KI-generiertes Profilfoto.
Täter spähten Wohnung aus
Beim ersten Treffen besuchte die Frau den Mann in dessen Wohnung. Dabei verschaffte sie sich offenbar unbemerkt einen Überblick über die räumlichen Gegebenheiten.
Zu einem späteren Zeitpunkt verabredete sich das Paar zu einem Restaurantbesuch. Während der Mann außer Haus war, schlugen mutmaßliche Komplizen der Frau zu. Sie brachen in das Wohnhaus ein und entwendeten Schmuck, Münzen und Edelmetalle.
Die Bonner Polizei ermittelt wegen bandenmäßigen Betrugs und Wohnungseinbruchs.
Polizei gibt wichtige Verhaltenstipps
Der Vorfall zeigt nach Einschätzung der Ermittler, dass Betrüger zunehmend professionell vorgehen und moderne Technik wie KI-generierte Profilbilder einsetzen.
Die Polizei rät deshalb:
- Seien Sie misstrauisch, wenn neue Online-Bekanntschaften sehr schnell ein Treffen in Ihrer Wohnung vorschlagen.
- Geben Sie keine Informationen über Arbeitszeiten, Urlaubspläne, Wertgegenstände oder Sicherheitseinrichtungen preis.
- Zeigen Sie fremden Personen nicht Ihr gesamtes Haus und ermöglichen Sie keinen Blick auf Tresore oder Wertbehältnisse.
- Verriegeln Sie Haus- und Wohnungstüren bei jedem Verlassen zweifach und schließen Sie Fenster.
- Überprüfen Sie Profilbilder mit einer Bilderrückwärtssuche. So lässt sich häufig erkennen, ob Fotos aus dem Internet stammen oder möglicherweise künstlich erzeugt wurden.
- Seien Sie zurückhaltend mit persönlichen Daten sowie privaten Fotos und Videos.
Wer einen entsprechenden Verdacht hat oder Opfer einer solchen Masche geworden ist, sollte umgehend die Polizei unter der 110 verständigen und vorhandene Chatverläufe, Telefonnummern sowie Profilbilder sichern.
Mit dem aktuellen Fall möchte die Bonner Polizei die Bevölkerung sensibilisieren. Gerade bei neuen Online-Kontakten sei ein gesundes Maß an Vorsicht wichtig, um zu verhindern, dass aus einer vermeintlichen Romanze ein folgenschwerer Einbruch wird.










