Nicht jede Amsel hat ein schwarzes oder dunkelbraunes Gefieder

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Foto: Heino Gröf

Bad Honnef – Nein, bei dieser Amsel handelt es sich nicht um einen verirrten Schneevogel. Regelmäßig kommen Vögel mit eigentlich dunklem Gefieder mit weiß-gefleckten Federn oder sogar ganz in weiß vor, teilt der NABU mit. Die Amseln sollen dafür besonders anfällig sein.

NABU: „Ursache sind natürliche Gendefekte, die verhindern, dass die Haut und das Gefieder farbstoffbildende Zellen enthalten. Der Fachbegriff dafür lautet Leuzismus. Meist sind nur bestimmte Partien betroffen, dann ist der Vogel gefleckt oder hat zum Beispiel einen weißen Kopf.“

Ist der Vogel rein weiß, könne es sich auch um Albinismus handeln, ein Gendefekt, bei dem die Farbstoffzellen zwar vorhanden sind, diese aber keinen Farbstoff bilden.

Merkmale für Albinos: Meist sind alle Körperteile entfärbt und der durchblutete Augenhintergrund lässt die Augen blutrot erscheinen. Bei einer leuzistischen Amsel dagegen sind Augen und Schnabel normal gefärbt.

Diese Amsel wurde übrigens in einem Garten in der Reichenberger Straße in Bad Honnef gesichtet. Sie soll sich dort bereits im letzten Jahr sehr wohl gefühlt haben.

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