Bad Honnef

Nostalgiekirmes: Auch für die Stadt kein Publikumsmagnet – Schausteller kurzfristig abgesprungen

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Bad Honnef – Da hat es die Stadt mit dem neuen Kirmeskonzept gut gemeint, belohnt wurde ihr Engagement jedoch nicht. Besucher blieben aus, Schausteller waren frustriert.

Seit Jahren dümpelt die Johannes-Kirmes vor sich hin. Das Interesse ließ bei den Bürgerinnen und Bürgern stark nach, Karussells und Autoscooter blieben leer. Jetzt sollte es mit einer Nostalgiekirmes und Livemusik besser klappen. Die Idee fand offensichtlich keinen allzu großen Anklang.

War die Musikveranstaltung am Freitag noch gut besucht, flachte der Besucherstrom Samstag schon deutlich ab. Vermutlich auch wegen der vielen Parallelveranstaltungen.

Problematisch: Kirmesbeschicker profitierten wenig von den Auftritten der Musiker, denn die Zuschauer setzten sich lieber an die Tische der örtlichen Restaurants und ließen sich von den Kellnern bedienen. Die Mitarbeiter der Imbissbude und des Wein- und Sektstandes am Rande mussten zugucken, wie auf dem Marktplatz Bier, Wein und Schnitzel serviert wurden.

Auch die Berg- und Talfahrt fuhr meistens halbleer, das Kinderkarussell drehte sich nicht in die Gewinnzone und der Eigentümer der Schiffschaukel machte ebenfalls keine Jubelsprünge. Auf die Frage, wie es gelaufen sei, sagte er: “Jo, fürs erste Mal – schauen wir mal, wie es weitergeht.” Euphorie klingt anders.

Für die Stadt war die Kirmes ebenfalls kein Publikumsmagnet. Die Musikveranstaltungen hätten hingegen guten Zulauf gehabt, bedenke man, dass sie noch nicht etabliert seien.

Die Kirmes hätte eine lange Tradition, sei aber in den letzten Jahren von den Bad Honnefer Bürgerinnen und Bürgern kaum angenommen worden. Zur Wiederbelebung der Veranstaltung habe man mit der Nostalgiekirmes und Live-Musik ein neues Konzept testen wollen. Zu diesem Zweck sei vom Rat im diesjährigen Haushalt ein kleines Budget bereitgestellt worden.

Für diverse Posten wie Musik, Werbung, Nostalgie-Geschäfte usw. wurden rund 9.000 Euro in den Test investiert. Da Nostalgie-Fahrgeschäfte derzeit sehr gefragt seien, hätten sie nur gegen eine “Anreisegebühr” gebucht werden können. Ein Schausteller mit drei Fahrgeschäften hätte “äußerst” kurzfristig abgesagt, Ersatz sei nicht mehr gefunden worden.

Eine abschließende Bewertung des neuen Formates mit allen Beteiligten hat die Stadt noch nicht vorgenommen. Deshalb sei auch noch nicht geklärt, wie es zukünftig mit der Johannes-Kirmes weitergehen könne.

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