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Rhein-Sieg/Bonn

NVR und Zukunftsnetz Mobilität NRW starten Informationsoffensive für Mobilstationen

Beratungs- und Unterstützungspaket für Kommunen vorgestellt – Minister Wüst: „So wird Mobilität zukunftsfähig“

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Dr. Norbert Reinkober (Geschäftsführer Nahverkehr Rheinland) erläutert Landesverkehrsminister Hendrik Wüst den virtuellen Spaziergang durch die Mobilstation in Erftstadt | Foto: NVR/Smilla Dankert

Köln. Innovativ, vernetzt, digital – das ist das Konzept der Mobilstation. Sie verknüpft nicht nur verschiedene Verkehrsmittel, sondern bietet auch die Möglichkeit digitaler Buchungs- und Bezahlsysteme und weiterer Services. Darum ist ein flächendeckendes Netz von Mobilstationen im Rheinland das erklärte Ziel des Nahverkehr Rheinland (NVR) und der Koordinierungsstelle Rheinland des „Zukunftsnetz Mobilität NRW“. Wie die Mobilitätsexperten des Zweckverbandes die Kommunen bei der Umsetzung dieses Vorhabens unterstützen, haben rund 200 Teilnehmer der Veranstaltung „Update Mobilstation“ am Montag, 8. Juli, in Köln erfahren.

Umfangreiches Infopaket

„Die Mobilität der Zukunft ist vernetzt. Sharing-Systeme, die Auto, Fahrrad, E-Roller oder E-Scooter miteinander verknüpfen, werden immer wichtiger“, sagte NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst. „Wenn diese Angebote an Mobilstationen mit dem ÖPNV vernetzt und digital bedienbar sind, ist das ein nutzerfreundliches und zukunftsfähiges Angebot.“
Mit einem umfangreichen Informations- und Beratungspaket empfingen die Gastgeber Entscheider aus Politik und Wirtschaft. Vorgestellt wurden etwa die Förderfibel sowie die abgestimmten Qualitätsstandards und das Landesdesign für die Mobilstationen. Beim Nahverkehr Rheinland und beim Zukunftsnetz Mobilität NRW ist das Fachwissen über nachhaltige Mobilität im Rheinland gebündelt und wird an die Kommunen weitergegeben – von der Beratung bei den Förderanträgen bis zur Unterstützung bei der Planung.

Nachhaltig, individuell, förderfähig

Verschiedene mögliche Elemente einer Mobilstation konnten sich die Teilnehmer bereits vor Veranstaltungsbeginn in einer Ausstellung anschauen, von Carsharing über Lastenräder bis E-Scooter. Wie diese Elemente baulich durchdacht miteinander kombiniert werden können, zeigte ein virtueller Spaziergang durch die real existente Mobilstation Erftstadt, ein neues digitales Angebot des „Zukunftsnetz Mobilität NRW“. Ergänzt wurden diese Angebote durch einen Förderleitfaden, der auf der Bühne erstmals präsentiert wurde. Er fasst die wichtigsten Fördermöglichkeiten und verschiedene Ausgestaltungsvarianten für Mobilstationen zusammen.

Der Weg aus dem Förderdschungel

Die Broschüre umfasst 16 Seiten und basiert auf einem Online-Service, der ab Herbst für die Kommunen zugänglich sein soll. „Wir wollen Ihnen heute zeigen, wieviel bereits möglich ist, und dass wir Sie auf jedem Schritt zur Mobilstation begleiten können“, sagte NVR-Geschäftsführer Dr. Norbert Reinkober auf dem Podium. „Mit der Onlinedatenbank können Sie künftig ganz einfach ihre individuellen Elemente und Fördermöglichkeiten für Mobilstationen zusammenstellen. Ein Weg aus dem Förderdschungel.“ So können sich Kommunen gezielter informieren und Finanzierungen absichern.

Dr. Norbert Reinkober (Geschäftsführer Nahverkehr Rheinland) erläutert Landesverkehrsminister Hendrik Wüst den virtuellen Spaziergang durch die Mobilstation in Erftstadt | Foto: NVR/Smilla Dankert

Mobilität von morgen gestalten

In der ersten von zwei Podiumsdiskussionen ging es um die praktischen Erfahrungen beim Aufbau nachhaltiger Mobilitätsangebote. Darüber diskutierten Stefan Jücker (Dezernent für Bauen, Umwelt und Verkehr der StädteRegion Aachen), Helmut Wiesner (Dezernent für Planung, Umwelt und Verkehr der Stadt Bonn) und Dr. Roman Suthold (Fachbereichsleiter Verkehr und Umwelt beim ADAC).

Unterfüttert wurden die praktischen Erfahrungen auf Planungsseite durch den Vortrag von Elisa Reker-Gluhic, Referentin für Kommunikation für Neue Automobilität an der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech). Unter dem Titel „Mobilitätswende – Quo Vadis? Was der Bürger jetzt von der Politik erwartet“ stellte sie die Ergebnisse der Umfrage „Mobilität und Klimaschutz“ des Instituts für Demoskopie Allensbach vor. Sie zeigte, dass die Bürger immer deutlicher nach einem Umsteuern in der Verkehrspolitik und –planung verlangen.

„Chefsache Mobilität ist Voraussetzung“

Die zweite Podiumsdiskussion machte deutlich, dass der Wunsch nach einer veränderten und nachhaltigen Mobilität nicht auf der Arbeitsebene bleiben darf. „Mobilität muss auch Chefsache sein“, schilderte Gerd Wölwer, Dezernent im Rheinisch-Bergischen Kreis, seine Erfahrung. „Erst dann kann die Verwaltung Projekte gezielt umsetzen.“

Gemeinsam für ein vernetztes Ziel

Angesichts der wachsenden Probleme sind neue Lösungen gefragt, die zum Umsteigen einladen. Der Aufbau eines flächendeckenden Netzes von Mobilstationen spielt dabei eine zentrale Rolle. In einer umfangreichen Studie im Auftrag des NVR wurden Anfang des Jahres bereits 460 geeignete Standorte im Rheinland ermittelt, die sich für Mobilstationen besonders anbieten. Als Hilfestellung für die Kommunen gibt es für jeden Standort einen Steckbrief mit genaueren Erläuterungen zur Eignung.

Ein Design für ganz NRW

Um die Mobilstationen als Marke zu etablieren und die Widererkennbarkeit zu erhöhen, hat das Zukunftsnetz Mobilität NRW gemeinsam mit dem Landesverkehrsministerium für Kommunen einen Gestaltungsleitfaden erarbeitet. Er bietet ein Logo, Grafiken sowie Farbcodes und beantwortet Detailfragen zum Design einer Mobilstation und der prominenten Wegweiser-Stele.

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Königswinter

Rhein-Sieg-Kreis ohne Grenzen – Extremläufer schlägt Brücke über den Rhein

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Königswinter/Rhein-Sieg – Ein besonderes Ereignis fand heute Mittag am Fähranleger in Niederdollendorf statt. Ausdauersportler Heinz Jäckel traf dort beim Rhein-Sieg-Jubiläumslauf über 56 Kilometer von Windeck bis Rheinbach auf den Landrat Sebastian Schuster und den Königswinterer Bürgermeister Peter Wirtz.

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Unter dem Motto „Links und Rechts des Rheins – alles eins“ macht der 71-Jährige deutlich, dass der Rhein keine Grenze durch den Kreis zieht.

Seit mehr als 50 Jahren ist der gebürtige Herner im Rhein-Sieg-Kreis zu Hause und nahm an unzähligen Marathons teil.

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Rhein-Sieg/Bonn

Kinderklinik St. Augustin: Landrat und Asklepios-Spitze suchen nach Lösungen

Erneutes Treffen für Anfang August geplant

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Landrat Schuster will Kinderklinik retten

Rhein-Sieg/Hamburg –  Heute fand erstmalig ein Gespräch zwischen dem Rhein-Sieg-Kreis und der Konzernspitze von Asklepios in Hamburg statt. In einem vom Kreis als sehr konstruktiv beurteilten Gespräch erörterten Landrat Sebastian Schuster, Kreisgesundheitsdezernent Dieter Schmitz, Asklepios CEO Kai Hankeln und Asklepios-Regionalgeschäftsführer für Sankt Augustin, Dr. Klaus Schmolling, die aktuelle Situation der Kinderklinik Sankt Augustin und des Deutschen Kinderherzzentrums.

Die Kinderklinik Sankt Augustin befindet sich aktuell in einer existenzbedrohlichen Lage. Der Grund ist das drohende Aus für das Deutsche Kinderherzzentrum der Klinik, da die führenden Mediziner und Fachkräfte ab Oktober an das Kinderherz-Zentrum der Universitätsklinik Bonn wechseln werden. Gleichzeitig hat das Gesundheitsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen die Bedarfsnotwendigkeit zweier Kinderherzzentren in räumlicher Nähe von Sankt Augustin und Bonn in Frage gestellt. Der Klinik bricht damit annähernd die Hälfte der Erlöse weg und sie wird aus eigener Kraft nicht mehr überleben können. Asklepios hatte daher beim Land Fördermittel aus dem Strukturfonds des Bundes zur Schließung des Klinikstandorts beziehungsweise Fördermittel zur Schließung der Kinderherzchirurgie und Kinderkardiologie in Verbindung mit der Gewährung eines Sicherstellungszuschlags für den verbleibenden Krankenhausbetrieb beantragt.

Im Vordergrund der heutigen Gespräche stand die Erörterung einer tragfähige Lösung für die aktuelle Problematik der Klinik. Asklepios und der Landrat hätten sich dabei gegenseitige Unterstützung bei den kommenden Gesprächen insbesondere mit der Landesregierung zugesichert, so die Kreis-Pressestelle. Verschiedene Lösungsvarianten seien diskutiert worden, über deren konkrete Inhalte zwischen den Gesprächspartnern jedoch Stillschweigen vereinbart worden sei. Anfang August wollen sich die Teilnehmer erneut zusammensetzen.

„Wir sind dankbar für das Verständnis und die Bereitschaft des Landrates, uns auf der Suche nach einer Zukunft für die Kinderklinik Sankt Augustin zu unterstützen”, so Kai Hankeln, CEO der Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA. Er hoffe, dass im Interesse der Kinder, Eltern und Beschäftigten der Kinderklinik gemeinsam ein Weg aus dieser sehr bedrohlichen Lage gefunden werde.

Landrat Schuster wünscht sich nach dem nächsten Gespräch mehr Klarheit. Oberstes Ziel müsse eine bestmögliche kinderärztliche Versorgung in der Region sein. “Dafür will ich mich stark machen”, betonte Schuster.

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Rhein-Sieg/Bonn

Bis zu 650 Euro mehr für Bäcker-Azubis im Rhein-Sieg-Kreis

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Rhein-Sieg – Durch den Anstieg der Ausbildungsvergütungen können Azubis in der Region jetzt bis zu 650 Euro mehr erhalten, doch der Anspruch kann bereits Ende Juli verfallen. Darauf machte die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) aufmerksam.

Die rund 190 Bäcker-Azubis im Rhein-Sieg-Kreis dürfen sich freuen über den Lohn-Nachschlag. Grund dafür ist ein Beschluss des Bundesarbeitsministeriums, die Ausbildungsvergütungen im Bäckerhandwerk für alle im Nachhinein allgemeinverbindlich zu machen. Jeder Azubi hat jetzt das Anrecht tariflich bezahlt zu werden, egal ob dies bisher auch der Fall war oder deren Betrieb nicht an die tarifliche Bezahlung gebunden war. Azubis, die bisher ohne einen Tarifvertrag arbeiteten, können nun die dadurch entstandene Differenz vom Arbeitgeber nachgezahlt bekommen.

Seit September 2018 liegen die Ausbildungsvergütungen im Bäckerhandwerk bei 565 Euro pro Monat im ersten, 670 Euro im zweiten und 800 Euro im dritten Jahr. Zum 1. September 2019 steigen die Azubi-Vergütungen dann erneut – auf  615, 700 und 820 Euro.

Die Nachzahlung von bis zu 650 Euro durch den Arbeitgeber wird fällig, wenn in den letzten zehn Monaten seit September 2018 weniger gezahlt wurde als eigentlich festgelegt.

Daher bittet die NGG die Azubis in der Region, ihre letzten Lohnbescheide auf die Nachzahlung zu überprüfen. „Wer leer ausgegangen ist, sollte sich unbedingt an die Gewerkschaft wenden. Für Mitglieder kann die NGG das fehlende Geld einfordern – notfalls vor Gericht“, so Wiesner von der NGG Köln. (lvs)

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