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Bad Honnef

Parkraumbewirtschaftungskonzept: Alles wieder auf Start – CDU diskutierte mit Bürgern

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Bad Honnef. Parkraumkonzept und kein Ende. Mittwochabend hat sich endlich einmal mit der CDU eine Partei mit den Bürgerinnen und Bürgern im Alten Rathaus zusammengesetzt, um öffentlich über Sinn und Unsinn des Konzepts und seine Auswirkungen nachzudenken. Die Meinung der überwiegenden Mehrheit: Viel Quatsch. Alles muss wieder zurück auf Start. Ironie: Die CDU-Fraktion im Stadtrat ist leidenschaftliche Verfechterin des Konzepts.

Bad Honnefs CDU-Chef Michael Lingenthal wollte das Thema konstruktiv behandelt wissen. Jeder sollte seine Meinung sagen dürfen. Er bat darum, auf Rechtfertigungen und Begründungen zu verzichten. Man wolle Erkenntnisse sammeln, um sie in die Evaluation einfließen zu lassen, die im August folgen soll.

Uli Schmedt und Christian Kunze hielten nacheinander Plädoyers gegen beziehungsweise für die neue Regelung: Schmedt als Bürger, der sich intensiv mit dem Parkraumbewirtschaftungskonzept auseinandergesetzt hat, Kunze als CDU-Politiker und Ratsmitglied.

Die Bürger und Bürgerinnen müssten eine höhere Grundsteuer bezahlen, dürften aber nicht mehr vor ihrer Türe parken. Dabei seien die Parkplätze alle leer, führte Schmedt als Gründe für ein verfehltes Parkkonzept an. Eine deutliche Verbesserung für Bürger und Handel in Verbindung mit finanziellen Erträgen habe die Stadt erreichen wollen. Für Bürger und Handel gäbe es aber keine Verbesserungen und ob die Bilanz am Ende schwarze Zahlen aufweisen würde, müsse abgewartet werden, so Schmedt. Da habe er Zweifel. Die Kombination von inhaltlichen und finanziellen Zielen könne seiner Meinung nach nicht funktionieren, weil automatisch die finanziellen in den Vordergrund gerückt würden.

Was deshalb wirklich der inhaltliche Grundgedanke des Konzeptes sei, erschließe sich ihm nicht. Es sei alles sehr schlecht kommuniziert und mit den Bürgern nicht besprochen worden. Für die Bürger hätte das Parkraumkonzept zu viele Nachteile gebracht. Deshalb müsse alles zurück auf Los.

Christian Kunze rechnete vor, dass es in Bad Honnef heute 18.000 PKW gebe, ein Zuwachs von 20 Prozent in den letzten zehn Jahren. Nun sollen weitere 3000 Einwohner nach Bad Honnef kommen. Wo denn die vielen Autos hin sollten, fragte das CDU-Ratsmitglied. Viele Honnefer Familien hätten zudem drei bis vier Autos. Wenn zehn Prozent der Autofahrer aufs Fahrrad umsteigen würden, “dann hätten wir einige Parkplatzprobleme in unserer Stadt gelöst”.

Die Meinungen der Veranstaltungsbesucher stimmten weitestgehend überein. Viele kritisierten die unterschiedlichen und auch teilweise langen gebührenpflichtigen Parkzeiten. Ein Teilnehmer meinte, die Probleme würden nach außen geschoben, ein gut funktionierendes Parkraumbewirtschaftungskonzept sehe anders aus. Es sei schon widersinnig, dass tagsüber die Parkplätze leer seien, und abends gäbe es ein “Hauen und Stechen”.

Eine Teilnehmerin erklärte, sie würde ja gerne als Lehrerin für einen Lehrerparkplatz bezahlen, aber dann wolle sie auch die Garantie haben, dass sie einen bekomme. Anwohner beklagten, dass sie überhaupt keinen Anwohnerausweis bekämen, weil sie den Platz auf ihrem Grundstück nutzen sollten. Unbeachtet bliebe allerdings, ob man zum Beispiel zwei Autos habe oder ein größeres, das gar nicht auf den zum Haus gehörenden Parkraum passt.

Alles wirke sehr willkürlich, meinte eine Teilnehmerin. Es seien Probleme entstanden, die es vorher nicht gegeben hätte. Besser hätte man vor Einführung des Parkraumbewirtschaftungskonzepts eine Evaluation durchgeführt und nicht erst nach einem Jahr.

Die desolate Parksituation habe bei den Bürgern zu einer “vergifteten Stimmung” geführt, die überhaupt nicht mehr mit dem Dachmarkenslogan “Lebensfreude verbürgt” vereinbar sei.  Dazu beitragen würde auch das vielfach unfreundliche Verhalten der städtischen Mitarbeiter, die das ordnungsgemäße Parken überwachen. Eine Teilnehmerin erinnerte daran, dass die Stadtverwaltung Dienstleister für die Bürger sei, “darüber sollte man einmal nachdenken”. Ein Teilnehmer kommentierte, in Bad Honnef fühlten sich die Leute abgezockt. Die CDU solle sich überlegen, ob sie das so wolle. Gefragt wurde auch nach dem Grund, warum auf dem Ziepchensplatz keine Parkautomaten stünden.

Michael Lingenthal versicherte, dass seine Partei alle konstruktiven Anmerkungen für die anstehende Evaluation zur Verfügung stellen werde. Dann meinte er, die Quadratur des Kreises sei leichter, als die Entwicklung eines Parkraumkonzepts für Bad Honnef.

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Zum 4. Mal in Folge: Bad Honnef AG Top-Lokalversoger Strom & Gas

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Bad Honnef. Bereits zum 4. Mal in Folge wurde die Bad Honnef AG als Top-Lokalversorger ausgezeichnet.

Das unabhängige Energieverbraucherportal Top Lokalversorger liefert mit seinem verbraucherfreundlichen Ansatz einen Gegenpol zu den üblichen Vergleichsrechnern im Internet. Genau richtig für den verantwortungsbewussten Verbraucher, der faire Angebote von Energieversorgern mit zukunftsorientiertem Umweltbewusstsein sucht.

Der Preis spielt auch bei der Vergabe dieser Auszeichnung eine große Rolle. Daher haben die Kosten und die Preistransparenz für Strom und Gas in der Gesamtbewertung mit bis zu 80 Punkten das meiste Gewicht. In die Bewertung fließen aber auch qualitative Kriterien ein, wie beispielsweise Ökologie, Service, regionales Engagement, Datenschutz und Zukunftsthemen.

Die Auszeichnung erhält die Bad Honnef AG in ihrem Strom- und Gasversorgungsgebiet, welches die Stadt Bad Honnef, Linz, Königswinter, die Verbandsgemeinden Unkel, Asbach und Flammersfeld sowie Teile der Verbandsgemeinden Altenkirchen, Puderbach und einige Ortsteile der Stadt Hennef, umfasst.

 

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Bad Honnef

Holger Heuser neuer Erster Beigeordneter der Stadt Bad Honnef

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Holger Heuser, neuer Erster Beigeordneter der Stadt Bad Honnef | Foto: Stadt Bad Honnef

Bad Honnef. Der Rat der Stadt Bad Honnef hat in seiner Sitzung am 17.01.2019 den Ersten Beigeordneten gewählt. Ab 1. März 2019 wird Holger Heuser für die Stadt Bad Honnef tätig sein.

Holger Heuser erklärte: „Ich freue mich auf die neue Herausforderung und werde mich für die Bürgerschaft einsetzen. Mir ist die gute Zusammenarbeit mit allen Fraktionen im Rat der Stadt Bad Honnef wichtig.“ Heuser hat Jura studiert und die zweite juristische Staatsprüfung abgelegt. Er ist bereits mehrere Jahre als Führungskraft tätig. Bis zum Eintritt in den Dienst der Stadt Bad Honnef war er seit 2002 bei der Stadt Köln beschäftigt. Er war Leitender Stadtverwaltungsdirektor der Stadt Köln und Büroleiter sowie persönlicher Referent des Fraktionsvorsitzenden der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Köln. Er ist 49 Jahre alt und hat Familie.

Gewählt wurde er vom Rat der Stadt Bad Honnef für die Dauer von acht Jahren. Er ist Nachfolger der Ersten Beigeordneten Cigdem Bern, die am 31.01.2019 aus dem Amt ausscheidet. Sie war nur zwei Jahre in Bad Honnef tätig und übernimmt ab Februar 2019 die Position der Sozialdezernentin in der Verwaltung der Stadt Viersen.

Für die Stadt Bad Honnef wird Heuser als Stellvertreter des Bürgermeisters tätig sein und den Geschäftsbereich Bürgerdienste leiten. Bürgermeister Otto Neuhoff erklärte: „Ich freue mich auf die gemeinsame Zeit und eine konstruktive Zusammenarbeit.“

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Bad Honnef

Tischtennis-Intercup: Rheinlandligisten SV Windhagen erwartet TTK Merkplas aus Belgien

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Tischtennis Herren SV Windhagen | Foto: SV Windhagen

Windhagen. Nach zwei Siegen in der Vorrunde des diesjährigen Intercup-Wettbewerbs bekommen es die Windhagener Tischtennisspieler um Mannschaftskapitän Kevin Braatz in der Hauptrunde mit dem belgischen Verein TTK Merkplas zu tun. Der Landesligist aus Flandern, im Norden Belgiens, hat ebenfalls die beiden Gruppenspiele souverän gewinnen können.

Da der Terminplan bei beiden Mannschaften gerade im ersten Quartal gefüllt ist, erwartet der Rheinlandligist die Gäste bereits am kommenden Freitagabend, 18.01.2019, um 20:00 Uhr, in der heimischen Dreifeldhalle.

Eine nicht nachvollziehbare Änderung der Durchführungsbestimmungen des Intercups schmälert die Bedeutung des Spiels, denn demnach kann selbst der Gewinner des Spiels nicht um den Gesamtsieg des Intercups mitspielen (aufgrund des „schlechteren“ Spielverhältnisses in der Gruppenphase).

„Wir wollen das Spiel als Vorbereitung unter Wettkampfbedingungen für den schweren Saisonauftakt in der darauffolgenden Woche konzentriert angehen“, vermeldet Kevin Braatz. „Natürlich wollen wir als Sportler jedes Spiel gewinnen, aber unser Fokus gilt eindeutig dem womöglich vorentscheidenden Meisterschaftsspiel gegen den TuS Weitefeld/Langenbach II am darauffolgenden Samstag um 15.00 Uhr.

Die Mannschaft freut sich über die Unterstützung der Zuschauer, wenn um 20:00 Uhr in der heimischen Halle aufgeschlagen wird.

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