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Königswinter

Petersberg: Aus altem Wachgebäude wird neues Informationszentrum

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Ehemalige Wachgebäude des Bundesgrenzschutzes | Foto: Werner Stapefeldt/NRW-Stiftung

Königswinter. An der einzigen Zufahrtstraße zum Petersberg steht kurz vor dem heutigen Steigenberger Grandhotel das ehemalige Wachgebäude des Bundesgrenzschutzes, eine Sicherheitseinrichtung für die oft sehr hochrangigen und prominenten Gäste der Bundesregierung zu deren Bonner Zeiten. Aus dem unscheinbaren Gebäude soll nun ein Besucher- und Informationszentrum mit einer Ausstellung zur besonderen Bedeutung des Petersbergs für die Deutsche Geschichte werden. Die NRW-Stiftung wird das frühere Wachhaus in Kürze von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) erwerben und als neue Eigentümerin das Gebäude sanieren und einrichten.

Gemeinsam stellten jetzt der Präsident der NRW-Stiftung, der frühere Umweltminister und Landtagspräsident Eckhard Uhlenberg, der Projektbeauftragte der BImA, Joachim Burdack und Projektkoordinator Elmar Scheuren die Pläne für die Sanierung und den Aus- und Umbau vor: Danach soll die künftige Ausstellung in den fünf Gebäudeteilen Schwerpunkte zeigen wie den „Politischen Petersberg“ als Ort etwa für das Petersberger Abkommen von 1949. Ein weiterer Bereich widmet sich der eindrucksvollen Reihe der Staatsgäste, die am Petersberg zu Gast waren: Äthiopiens Kaiser Haile Selassie (1954) etwa war ebenso hier wie die britische Königin Elizabeth II. (1965) oder der damalige KPdSU-Generalsekretär Leonid Breschnew (1973).

Auch die Geschichte des vorgelagerten Wachgebäudes wird zum Thema: Dafür sollen noch vorhandene Anlagen wie Überwachungskameras, Schrankenanlagen, Garage mit Panzerglas, Waffenschränke und Beleuchtungstürme als authentische Zeugnisse einer vergangenen Ära erhalten bleiben. Das Konzept für das neue Zentrum entwickelt der frühere Leiter des Siebengebirgsmuseums in Königswinter, Elmar Scheuren, dem dabei Prof. Hans Walter Hütter von der Stiftung “Haus der Geschichte der BRD” beratend zur Seite steht.

(v.l.): Der Präsident der NRW-Stiftung, Eckhard Uhlenberg, der frühere Leiter des Siebengebirgsmuseums Elmar Scheuren, die Geschäftsführerin der NRW-Stiftung Martina Grote und der Projektbeauftragte der BImA für den Petersberg, Joachim Burdack | Foto: Werner Stapefeldt/NRW-Stiftung

„Für die NRW-Stiftung ist zudem wichtig, dass hier auch der Naturraum Siebengebirge als ältestes Naturschutzgebiet Deutschland thematisiert wird“, so deren Präsident Uhlenberg. In unmittelbarer Umgebung des Hotels gehen demnächst rund 90 Hektar Schutzgebiet mit wertvollen Buchenwäldern aus dem Nationalen Naturerbe in den Besitz der NRW-Stiftung über. Mitte 2020 wird das neue Besucher- und Informationszentrum voraussichtlich die Pforten öffnen. Dann sollen von hier aus angemeldete Besuchergruppen über das Plateau des Petersberges und auch durch das geschichtsträchtige Hotelgebäude geführt werden. Geplant ist zudem, den künftigen Besuchern Informationen zu markanten Zeugnissen wie den Spuren einer früheren Zahnradbahn, Wallfahrtswegen oder der noch erhaltenen Kapelle der Zisterziensermönche anzubieten. Zudem sollen thematisch Brücken zu benachbarten Einrichtungen wie dem Königswinterer Siebengebirgsmuseum oder dem Bonner Haus der Geschichte geschlagen werden. Die NRW-Stiftung möchte das Gebäude und den Außenbereich des künftigen Informationszentrums barrierefrei gestalten und es an den öffentlichen Nahverkehr und an die vorbeiführenden Wanderwege (Bittwege, Rheinsteig) anbinden.

An den Kosten beteiligen sich der Bundeshaushalt mit 300.000 Euro, außerdem stellte auch der Landschaftsverband Rheinland Zuschüsse in Aussicht. Die NRW-Stiftung wird sich mit rund 400.000 Euro einbringen und später den Betrieb mithilfe der Schloss Drachenburg gGmbH, einer Tochtergesellschaft der NRW-Stiftung, koordinieren. Das Geld für ihre Aufgaben erhält die NRW-Stiftung überwiegend vom Land NRW aus Lotterieerträgen von Westlotto, zunehmend aber auch aus Mitgliedsbeiträgen ihres Fördervereins und durch Spenden.

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Königswinter

Rhein-Sieg-Kreis ohne Grenzen – Extremläufer schlägt Brücke über den Rhein

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Königswinter/Rhein-Sieg – Ein besonderes Ereignis fand heute Mittag am Fähranleger in Niederdollendorf statt. Ausdauersportler Heinz Jäckel traf dort beim Rhein-Sieg-Jubiläumslauf über 56 Kilometer von Windeck bis Rheinbach auf den Landrat Sebastian Schuster und den Königswinterer Bürgermeister Peter Wirtz.

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Unter dem Motto „Links und Rechts des Rheins – alles eins“ macht der 71-Jährige deutlich, dass der Rhein keine Grenze durch den Kreis zieht.

Seit mehr als 50 Jahren ist der gebürtige Herner im Rhein-Sieg-Kreis zu Hause und nahm an unzähligen Marathons teil.

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Königswinter

Haus nach Dachstuhlbrand unbewohnbar

70 Kräfte der Feuerwehr Königswinter verhinderten ein Übergreifen der Flammen

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Nach dem Brand ist das Haus zurzeit unbewohnbar | Foto: Freiwillige Feuerwehr Königswinter

Königswinter-Oberpleis – Zu einem Großeinsatz der Königswinterer Feuerwehr kam es heute Nachmittag in der Boserother Straße in Königswinter-Oberpleis. Dort stand in einem Haus der Dachstuhl in Flammen. Die Bewohner konnten das Haus rechtzeitig verlassen.

Da die Flammen bereits aus dem Dach schlugen, sah die Feuerwehr die Gefahr einer Brandausbreitung auf ein Nachbargebäude und alarmierte weitere Einheiten. Durch einen massiven Außenangriff mit 4 Rohren sowie einem weiteren Rohr über die Drehleiter konnte um 15:36 Uhr von Einsatzleiter Michael Bungarz “Feuer in der Gewalt” an die Leitstelle gemeldet werden.

Das Gebäude war in Fertigbauweise erstellt, was die weiteren Löscharbeiten erschwerte. Ebenso gingen zusätzliche Gefahren von einer Photovoltaikanlage aus. Zurzeit laufen immer noch Löscharbeiten.

Das Haus ist derzeit unbewohnbar, die zwei Bewohner kamen privat unter. Zur Brandursache ermittelt die Polizei Bonn.

Die Freiwillige Feuerwehr Königswinter war mit bis zu 70 Kräften der Einheiten Uthweiler, Oelberg, Ittenbach, Bockeroth, Eudenbach und Oberdollendorf vor Ort. Neben dem städtischen Rettungsdienst kam weitere Unterstützung durch das Ordnungsamt.

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Königswinter

Tambourcorps „Siebengebirge“ zu Gast bei REWE

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Königswinter – Der Tambourcorps „Siebengebirge“ Thomasberg stellte am 06. Juli in der Engagement-Ecke von REWE Bock seine Künste vor.

Grund war das Kooperationsprojekt zwischen REWE Wolfgang Bock und „Forum Ehrenamt – Freiwilligenagentur für Königswinter“, das einmal im Monat ehrenamtlichen Vereinen die Möglichkeit gibt, sich im Markt zu präsentieren.

Der Tambourcorps wurde als engagierter Musikverein für traditionelle Spielleutemusik gegründet. Er bietet dabei verschiedene Instrumente wie Querflöten, Marschtrommeln oder die Lyra an. Als Regimentsspielmannszug der KG Siegburger-Funken Blau-Weiß tritt der Thomasberger Tambourcorps bereits erfolgreich in Deutschland und sogar über dessen Grenzen hinaus auf. Vor allem in der Karnevalszeit ist der Spielmannszug sehr gefragt und spielte u.a. schon bei der Proklamation des Hannoveraner Prinzenpaares.

Gefragt ist der Musikverein auch bei zahlreichen Schützenfesten in Köln und Bonn. Bei solchen Ereignissen kommen die Musiker aber auch gerne ins Gespräch mit interessierten Menschen.

Gesucht werden immer neue Mitglieder unabhängig jeden Alters. Die Ausbildung zum Musiker wird vollständig durch den Verein bezahlt. Dazu werden auch Standarten- und Schellenbaumträger benötigt. Interessierte können sich unter www.tc-thomasberg.de über das Corps informieren. (lvs)

 

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