Bad Honnef. Um das innerstädtische Bauprojekt „Piazza Verde Prima“ gibt es weiterhin viele offene Fragen. Nachdem Anfang des Jahres ein baldiger Beginn der Aushubarbeiten angekündigt worden war, ist auf dem Gelände bislang kein sichtbarer Fortschritt zu erkennen.
Auf Anfrage von Honnef heute hat der Projektträger SOIF in einer schriftlichen Stellungnahme mitgeteilt: „Dass wir uns aus dem Projekt zurückgezogen hätten, ist tatsächlich nichts weiter als ein Gerücht.“
SOIF räumt ein, dass die ausbleibenden sichtbaren Aktivitäten auf der Baustelle für Außenstehende irritierend wirken. Wörtlich heißt es: „Sicherlich ist es ärgerlich für Außenstehende, wenn, rein visuell, nichts auf der Baustelle zu passieren scheint. Sie dürfen aber sicher sein, dass die Vorbereitungen im Hintergrund auf Hochtouren laufen.“
Nach Angaben des Unternehmens seien bereits erhebliche finanzielle Mittel und personelle Ressourcen in Planung und Entwicklung investiert worden. „Wir, bzw. unsere Investoren, haben nicht unerhebliche Geldbeträge und Personalressourcen für die Planung und Entwicklung aufgebracht. Die Realisierung des Bauvorhabens hat bei uns höchste Priorität“, so SOIF weiter.
Unbeantwortet bleiben damit jedoch zentrale Fragen, die viele Bürgerinnen und Bürger sowie die Geschäftswelt in Bad Honnef derzeit beschäftigen. So äußerte sich SOIF nicht konkret dazu, warum nach dem öffentlichkeitswirksamen ersten Spatenstich im Oktober 2025 bislang kein Baubeginn erfolgt ist, ob es Verzögerungen bei der Finanzierung gibt oder wann tatsächlich mit sichtbaren Bauarbeiten gerechnet werden kann. Hingegen berichtet der GA unter Berufung auf SOIF, dass kurzfristige Änderungen – insbesondere bei der Tiefbaustatik – notwendig geworden seien und die Planungen deshalb nochmals im Detail angepasst werden mussten. Ein Baubeginn werde derzeit für Mitte/Ende April angestrebt.
Gerade für die Innenstadt ist das Projekt von großer Bedeutung. Das seit Jahren brachliegende Areal prägt einen zentralen Bereich der City – und die anhaltende Ungewissheit sorgt zunehmend für Unmut, insbesondere bei Gewerbetreibenden, die auf eine Belebung des Standorts hoffen.













Kann man die Hinterlassenschaft, ähm, das Erbe eines Ex-Bürgermeisters eigentlich ausschlagen?
Herrlich, ein Wimmelbild. Wo ist Otto?