Schwimmunterricht: Schließung des Lehrschwimmbeckens verschärft die Situation an Schulen

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Bad Honnef-Aegidienberg. Der Schock bei Kindern, Eltern und der Stadt saß tief, als der Betriebsleiter der Bad Honnefer Bäder, Hans-Joachim Lampe-Booms, in der letzten Woche verkündete, dass das Lehrschwimmbecken nicht mehr zu retten sei. Ein langer Riss im Mauerwerk hatte sich gebildet. Es bestand Gefahr für Nutzer und Personal.

Die Verantwortlichen mussten sofort handeln und schlossen das in den 70er Jahren erbaute Bad. In der letzten Woche wurde bereits das Wasser abgelassen.

Eltern und Pädagogen seien sehr enttäuscht über den Wegfall der Schwimmmöglichkeiten, zeigten aber Verständnis für die Situation, die letztlich auf das Alter des Bades zurückzuführen sei, so Lampe-Booms.

Ein Neubau wird voraussichtlich um die 3 Millionen Euro kosten. Erfreulich: Mittlerweile geht Bad Honnef Bäder davon aus, dass ein neues Schwimmbad an derselben Stelle errichtet werden kann. Allerdings würde es ebenfalls wieder ein Lehrschwimmbecken sein – für die Öffentlichkeit also nicht zugänglich.

Wie lange es nun dauert, bis die Kinder wieder Schwimmen lernen können, hängt von der weiteren Entwicklung ab. Bereits am 29.1.2019 wird dem Betriebsausschuss das Gutachten vorgelegt und eine Entscheidung über die weiteren Schritte ist dann auch vorgesehen.

Für Bad Honnef ist die Schließung ein harter Schlag, da der Schwimmunterricht auch durch Kooperationen mit anderen Gemeinden nicht kompensiert werden kann. Das Unkeler Bad wird saniert, das Königswinterer ganz abgerissen und neu gebaut. Eine eingeschränkte Alternative gibt es erst wieder mit Beginn der Freiluftsaison auf der Insel Grafenwerth.

Fehlende Schwimmmöglichkeiten führen dazu, dass es immer mehr Kinder und Jugendliche gibt, die nicht mehr schwimmen können, betonte Bädermeister Rico Stein. Lampe-Booms erinnerte zudem an die Situation der Flüchtlinge, die in der Regel einen hohen Bedarf an Schwimmunterricht haben.

 

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