Seenotretterin Pia Klemp zu Gast beim Wassersportverein

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Bad Honnef – Sie rettete Ertrinkende aus dem Mittelmeer. Nun soll sich die Bonnerin Pia Klemp für ihren Einsatz für Menschenrechte in Italien vor einem Gericht dafür verantworten.

Im August 2017 steuerte die Biologin die IUVENTA in den Hafen von Lampedusa. Dann setzten die italienischen Behörden das Rettungsschiff fest. Vorwurf: Verdacht auf Beihilfe zu illegaler Einwanderung. Angeblich hätten die SeenotretterInnen mit Schleusernetzwerken aus Libyen zusammengearbeitet. Nach ihrem Einsatz auf der IUVENTA zählte Klemp zur Besatzung der „Sea-Watch 3“.

Das Blog „Mosaik“ berichtet, dass laut Wissenschaftler die Rechtsgrundlage für die Beschlagnahmung der IUVENTA lückenhaft sei. Ein Team der Goldsmiths University in London hat die Vorwürfe mit allen verfügbaren Daten abgeglichen und sei zu dem Schluss gekommen, dass die Behauptungen der italienischen Behörden falsch seien.

Über 14.000 Menschen rettete die IUVENTA-Crew das Leben, dafür sollen die Mitglieder nun über 20 Jahre ins Gefängnis. „Wenn Leben zu retten ein Verbrechen ist, entscheiden wir uns für schuldig“, schreiben die Beschuldigten auf ihrer Website. Dort rufen sie auch zu Spenden auf:

„Die EU hat zwar den Anschein der Sorge um das Leben von Migranten auf See aufgegeben und diejenigen, die solidarisch handeln, kriminalisiert – wir werden uns nicht einschüchtern lassen und nicht aufgeben!“

Die Retter rechnen mit Gerichtskosten von einer halben Million EUR.

Am 3. April 2019, um 19:30, Uhr berichtet Pia Klemp im Bootshaus des „Wassersportverein Honnef (WSVH)“, Rheinpromenade 7, 53604 Bad Honnef, über ihre Erlebnisse und das Engagement der Seenotretter.

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