Spät ist besser als nie

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LeserInnenbrief

Es ist erfreulich, dass man sich auch in Bad Honnef mit der Frage der Nutzung erneuerbarer Energien befasst. Spät ist besser als nie. In seinem Vortrag im Rahmen der „Auftaktveranstaltung Klimaschutzkonzept“ der Stadt Bad Honnef Anfang September 2022 hat Dr. Markus Brüne dargelegt, dass der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung in Bad Honnef lediglich 3,8 % beträgt (zum Vergleich: NRW: 16,8 %). Der Anteil der Windenenergie liegt bei 0 %.

Das ist besonders bedauerlich, weil aus Bad Honnef einer der großen Erfinder auf dem Gebiet der Windkraftnutzung zur Erzeugung elektrischen Stroms stammt: Der 1878 auf Grafenwerth geborene Windkraftpionier Hermann Honnef.

Den größten Teil seines Lebens hat er sich mit diesem Thema befasst. Er hält in Deutschland rund 40 Patente auf Windkraftanlagen, dazu Dutzende Patente weltweit. Hermann Honnef hat zukunftsweisende Vorschläge zur Versorgung Deutschlands mit preiswerter Energie erarbeitet. Die aktuellen Pläne der Bundesregierung zur Ausweisung von Windenergieparks an Land und auf See sowie die Karte der Bundesnetzagentur des Deutschen Hochspannungsnetzes ähneln verblüffend dem von ihm bereits 1934 erstellten Konzepten.

Ich würde es begrüßen, wenn die Stadt in Kürze auch eine Entscheidung über den ihr seit über einem Jahr vorliegenden konkreten Vorschlag des Virtuellen Brückenhofmuseums Königswinter zur Ehrung Hermann Honnefs durch eine Gedenktafel träfe.

In dem Museum finden Interessenten eine umfassende Würdigung von Leben und Wirken Hermann Honnefs mit mehr als 120 Bildern und Dokumenten über den Link
www. virtuellesbrueckenhofmuseum.de, Suchwort: Hermann Honnef.

Dieter Mechlinski

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