SPD und Grüne streben Geburtshaus in Bad Honnef an

Systematische Engpässe in der Geburtshilfe

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Quelle: Pixabay/debowscyfoto

Bad Honnef – Für viel Eltern und Hebammen war es ein Schock, als vor über einem Jahr die gynäkologische und geburtshilfliche Station im Cura Krankenhaus geschlossen wurde. Seitdem hat sich die Lage für werdende Mütter deutlich verschlechtert. Erst Anfang des Monats gab es Berichte über die Schließung mehrerer Kreißsäle in Bonn, weil krankheitsbedingt Personal fehlte.

Catharina Jäger, Vorsitzende des Vereins „Geburtshilfe und Familiengesundheit“: „Wir sind entsetzt, dass Gebärende von Krankenhaus zu Krankenhaus geschickt werden, weil Ressourcen fehlen. Es werden systematische Engpässe in der Geburtshilfe deutlich, die es auch vor der Pandemie gab. Zum Wohle aller muss der Ausbau der Geburtshilfe in unserer Region jetzt endlich oberste Priorität haben.“

Die Bad Honnefer Grünen und die SPD wollen nun die Einrichtung eines Geburtshauses in Bad Honnef beschleunigen und beantragen die Einstellung von 50.000 EUR in den Haushalt 2022 als Anschubfinanzierung. Mit dem Geld soll ein Teil der Kosten für Inventar und Ausstattung gedeckt werden.

Durch die Schließung der Bad Honnefer Geburtsstation habe sich die Situation in der Geburtshilfe für Frauen verschlechtert, so die Parteien. Sie seien seitdem mit langen Fahrwegen und überlasteten Kreißsälen in Troisdorf, Sieglar und Bonn konfrontiert, was Stress und ein größeres gesundheitliches Risiko für die Gebärdenden und die Kindern bedeute.

 

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