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Bad Honnef

Stadtgarten: “Anlieger sollen als egoistische Quertreiber diffamiert werden”

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Bad Honnef. Mit ihrer gemeinsamen Presseerklärung zum Bürgerbegehren hätten CDU, FDP und Bürgerblock “eine neue Dimension der Auseinandersetzung eröffnet”, teilt heute die Bürgerinitiative “Rettet den Stadtgarten” mit. Einmütig, geschlossen und offen hätten die Parteien ihren “unbedingten Willen” bekundet, ausschließlich auf quantitatives Wachstum zu setzen. Die Länge der Argumentation könne allerdings nicht ihre Schwäche verdecken. Im Grunde genommen seien es nach Auffassung der Initiative nur zwei Argumente, die die Entscheidung für eine Bebauung tragen sollen:

Die Anlieger sollen als egoistische Quertreiber bloßgestellt werden. Dabei reicht eine einfache Schlussfolgerung aus dem Ergebnis der Unterschriftenaktion des Jahres 2017 mit 2.797 Unterschriften aus, um den reinen Diffamierungscharakter dieses Vorwurfs zu erkennen. Diffamiert wird auch der nördliche Teil des Stadtgartens. Dabei hat gerade die langjährige Vernachlässigung dieses Bereichs ein einzigartiges Biotop mit seltenen Tieren und Pflanzen sowie einer Überfülle an Obstbäumen mit z.T. alten Sorten mitten im Zentrum unserer Stadt entwickeln lassen.

Die drei Parteien kündigen ein Prüfverfahren an, an dessen Ende Entscheidungen fallen sollen. Verschwiegen wird dabei, dass die Bürgerinnen und Bürger laut §26 (5) Nr. 5 Gemeindeordnung NRW nur am Beginn eines Bauleitplanverfahrens rechtlich die Möglichkeit haben, eine Bebauung zu verhindern. Danach kann ein Bauprojekt von Bürgern nicht mehr gestoppt werden. Das lobenswerte Ziel, für junge Familien mit Kindern bezahlbaren Wohnraum in Bad Honnef zu schaffen, wird ausdrücklich mit sozialer Verantwortung begründet. Wer aber sozial verantwortungsvoll handeln will, darf nicht eindimensional entscheiden, sondern muss alle wichtigen und notwendigen Komponenten in sein Entscheidungshandeln einbeziehen. Diese bedürfen allerdings keiner weiteren Prüfung mehr, weil sie alle hinlänglich bekannt sind:

Bahn- und Straßenlärm entlang der B42 sind unerträglich. Wissenschaftliche Untersuchungen an Schnellstraßen in Leverkusen und Dortmund haben eindeutig ergeben, dass Atemwegserkrankungen, Asthma und Atemwegsallergien nachweislich und erheblich bei Menschen zunehmen, die an Hauptverkehrsstraßen wohnen. Hier in Bad Honnef kommen zusätzlich zu den Emissionen von der B42 noch Feinstäube von Bahn und Straßenbahn sowie Schadstoffe von den dieselbetriebenen Schiffen hinzu”.

Die Bürgerinitiative schlussfolgert, wenn CDU, Bürgerblock und FDP tatsächlich den Grünstreifen entlang der B42, “um den uns andere Städte beneiden, vernichten, nehmen sie fahrlässig in Kauf, dass junge Familien mit ihren Kindern einem verstärkten Gesundheitsrisiko ausgesetzt werden”. Sie würden ein wertvolles Biotop zerstören mit der Folge, dass die ungünstige thermische Situation und die zum Teil hausgemachten klimatischen Bedingungen in Bad Honnef, die unabhängige Experten dieser Stadt bescheinigt haben, weiter verschlechtert werden.

CDU, FDP und Bürgerblock bezeichneten unlängst den Bereich des nördlichen Stadtgartens als Brachfläche. Naturschützer und Schriftsteller Timm Koch kommentierte auf Facebook, Natur als brachliegende Fläche zu bezeichnen, entspreche dem “Geist des kapitalistischen Wachstumsfanatikers. Wir brauchen die Bäume als Luft- und Wärmefilter”.

In den sozialen Netzwerken wird mittlerweile empfohlen, “Brachfläche” zum Unwort des Jahres zu küren.

Brachfläche oder wertvolles Grün?

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Bad Honnef

Honnefer Funkamateure schicken Funkkontakte vom Bercker Leuchtturm

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Foto: Stefan Scharfenstein

Bad Honnef – Vom 15. bis zum 18. August diesen Jahres reisen mehrere Bad Honnefer Funkamateure/Innen nach Berck-sur-Mer, um vom Gelände des dortigen im Jahr 1950/51 erneuerten und 2005 umfassend renovierten Bercker Leuchtturmes Amateurfunkkontakte in alle Welt zu erstellen.

„Bereits in den vergangenen Jahren erreichten wir aus Berck-sur-Mer über 2000 Funkkontakte in über 60 Ländern der Erde auf fünf Kontinenten“, so der Ehrenvorsitzende des Partnerschaftskomitees Bad Honnef – Berck-sur-Mer, Dr. Hans Eckhard Krüger, selbst begeisterter Funkamateur und der Vorsitzende der Bad Honnefer Funkamateure, Stefan Scharfenstein.

In der Zwischenzeit liegen alle erforderlichen Genehmigungen vor. So erlaubt uns die französische Telekommunikationsbehörde ANFR den Funkbetrieb aus Berck-sur-Mer unter dem weltweit einmaligen Sonderrufzeichen TM0BSM (TM0Berck Sur Mer) und die Leuchturmverwaltung DIRM gestattet uns den nicht alltäglichen Zugang auf den 45 Meter hohen Leuchtturm.“

Und in Bad Honnef sorgen die Daheimgebliebenen für die Funkbrücke nach Berck-sur-Mer. Am Samstag (17.08.2019) werden Bad Honnefer Funkamateure von der Insel Grafenwerth einen Funkkontakt mit Berck-sur-Mer haben.

Mit im Team in Berck-sur-Mer ist in diesem Jahr erstmalig der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Kamen und seit Jahrzehnten begeisterter Funkamateur, Martin Köhler. Die Stadt Kamen unterhält seit vielen Jahrzehnten eine Städtepartnerstadt mit dem benachbarten Unkel.

Zeitgleich findet das Internationale Leuchtturm- und Leuchtschiff-Wochenende (kurz: ILLW) statt. Seit 1993 nehmen Funkamateure aus über 90 Ländern der Erde an dieser Veranstaltung teil. Dies sorgt für zusätzliches Interesse an Funkkontakten mit dem Leuchtturm an der Kanalküste.

Tip

Die Bad Honnefer Funkamateure treffen sich jeden Montag, ab 19.30 Uhr, bei der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk, Ortsverband Bad Honnef, Quellenstraße 2 in Bad Honnef. Interessierte sind zu den wöchentlichen Treffs herzlich eingeladen.

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Bad Honnef

Laster verlor Dieseltank – Gasgeruch festgestellt

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Bad Honnef – Große Verkehrsbehinderungen gab es nach Mittag im Bereich der Bergstraße, Reichenberger Straße und Kreuzweidenstraße. An einem Fahrzeug der RSAG riss ein Dieseltank ab, infolgedessen wurden die Straßen mit großen Mengen Öl verschmutzt. Die Feuerwehr Bad Honnef war schnell vor Ort und kümmerte sich um den Schaden. Eine Fachfirma wurde eingeschaltet.

Bei den Säuberungsarbeiten nahmen Mitarbeiter der Feuerwehr Gasgeruch wahr. Die zuständige BSHG prüfte daraufhin den Sachverhalt, wollte sich vor Ort allerdings nicht äußern.

Mittlerweile wurde die defekte Stelle lokalisiert. Die erforderlichen Maßnahmen wurden eingeleitet.

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Bad Honnef

Kammerchor zu Gast in der Erlöserkirche

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Bad Honnef – Der Kammerchor Kinzigtal tritt in der evangelischen Erlöserkirche am 28. Juli um 18 Uhr  auf.

Angereist aus Baden-Württemberg, präsentiert der Chor A-capella-Stücke, die vor allem geistlich geprägt sind, aber es wird auch weltliche Inhalte geben. Die Liedersammlung reicht von Stücken aus der Barockzeit bis ins 20. Jahrhundert, dazu kommen auch Shakespeare-Vertonungen. Begleitet werden die Sänger durch ein Cello-Trio. (lvs)

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