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Stadtsparkasse Bad Honnef will mit Kreissparkasse Köln fusionieren

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Stadtsparkassenchefin Dorit Schlüter, Bürgermeister Otto Neuhoff und Verwaltungsratsvorsitzender Christian Kunze

Bad Honnef | Nun also auch die Stadtsparkasse Bad Honnef! Wie wie viele andere Geldinstitute will in naher Zukunft auch das bislang eigenständige Bad Honnefer Finanzhaus fusionieren: mit der Kreissparkasse Köln. Vorstand und Verwaltungsrat haben entschieden, entsprechende Sondierungsgespräche zu führen.

Grund für diese Entwicklung seien die immensen Herausforderungen in den letzten Jahren, gaben Vorstand und Verwaltungsrat heute in einer Pressekonferenz im Rathaus bekannt, an der auch Bürgermeister Otto Neuhoff und Dr. Patrick Tegeder von zeb consulting teilnahm. Die niedrigen Zinsen drückten vermehrt auf die Zinsspanne und damit die Erlöse der Kreditinstitute. Zeitgleich seien die regulatorischen Anforderungen gestiegen. Außerdem fände die Digitalisierung bei den Kunden immer mehr Akzeptanz, was hohe Investitionen erforderlich mache, so Christian Kunze, Verwaltungsratsvorsitzender der Stadtsparkasse.

Kunze weiter: “Die künftigen Herausforderungen sind hoch und die Wachstumsmöglichkeiten für unsere Sparkasse, insbesondere im gewerblichen Kreditgeschäft, begrenzt.” Verwaltungsrat und Vorstand wollten nicht abwarten, sondern sich frühzeitig der Realität stellen.

Bürgermeister Otto Neuhoff begrüßt die Sondierungsgespräche. Es sei richtig, alle Optionen zu prüfen, um eine bedarfsgerechte kreditwirtschaftliche Versorgung der Bürgerinnen und Bürger von Bad Honnef sicherzustellen. Neuhoff betonte, dass bei einem möglichen Zusammenschluss die soziale Infrastruktur der Stadt keinen Schaden nehmen sollte.

Stadtsparkassendirektorin Dorit Schlüter geht davon aus, dass der Kunde von einer Fusion profitieren würde. Dabei hat sie vor allem ein höheres Leistungsspektrum im Blick. Auch die Nähe zu den Vereinen würde unter einem Zusammenschluss nicht leiden. Indes zieht sie in Erwägung, dass es für manche Mitarbeiter einen örtlichen Arbeitsplatzwechsel geben könnte, “vor allem für die Mitarbeiter des Stabsbereichs”.

Während Schlüter nicht von einem Abbau bei der Mitarbeiterschaft sprechen wollte, wurde Bürgermeister Neuhoff deutlich: “Eine Reduzierung von Arbeitsplätzen wird kommen.” Das sei bei solchen Vorgängen üblich.

Sollte der Stadtrat zustimmen, könnte die Stadtsparkasse Bad Honnef bereits im März 2018 “Kreissparkasse” heißen.

Die Stadtsparkasse Bad Honnef ist fast 120 Jahre alt. Sie ist mit rund 100 Mitarbeitern die kleinste Sparkasse im Rheinischen Sparkassen- und Giroverband.

 

 

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Stadtsparkasse jubelt nicht, ist aber zufrieden – Reiche Bad Honnefer brauchen immer weniger Kredite

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Bad Honnef | “Der Druck auf die Finanzwirtschaft wird in den nächsten jahren nicht nachlassen”, prognostizierte Stadtsparkassenchefin Dorit Schlüter gestern gegenüber der Presse. Eine Stunde später brachte Bild-Online den Aufmacher, dass die Sparkassen in Zukunft Gebühren beim Geldabheben verlangen. Obwohl diese Info bereits seit Anfang des Jahres auf der Website des Geldinstituts zu finden ist. Ab der sechsten Buchung im Monat kostet jede weitere 30 Cent.

Zwar konnte die Sparkasse das Betriebsergebnis gegenüber 2015 leicht verbessern (2,4 Mio.), dennoch habe sich der Anteil der Zinsüberschüsse reduziert. Schlüter: “Die Auswirkungen des Niedrigzinsumfeldes werden an dieser Stelle bereits spürbar.

Unterm Strich erzielte die Stadtsparkasse einen Jahresüberschuss von 467,8 Tsd. EUR, fast 120 Tsd. EUR weniger als 2015. Das aber auch nur wegen der positiven Entwicklung beim Provisionsüberschuss (Provisonen bei Wertpapiergeschäften, Vermögensverwaltung, Zahlungsverkehr, Auslandsgeschäft, Bürgschaften und allen übrigen Bereichen). Provisionseinnahmen seien eine wesentliche Säule bei den Erträgen, so Schlüter.

Einen deutlichen Anstieg verzeichnete die Sparkasse bei den Kundeneinlagen, für die Vorstandsvorsitzende ein Zeichen, dass trotz der europäischen Zinspolitik viele Kunden Rücklagen bilden wollen.

Schwer zu schaffen mache dem Geldinstitut die Dynamik bei der Regulatorik. Durch die steigenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen und Dokumentationen stieße man bei allen Einsparungsbemühungen im Sach- und Personalbereich zusehends an Grenzen, berichtet die Vorstandsvorsitzende. Das würde sich auch beim Personaleinsatz bemerkbar machen. In nächster Zeit müsste für aufsichtsrechtliche Verpflichtungen mehr Personal zur Verfügung gestellt werden, was auch zu Lasten der Kundenbetreuung ginge.

Zurzeit gibt es bei der Stadtsparkasse Bad Honnef 68 Vollzeit-, 23 Teilzeitstellen und sieben Ausbildungsplätze. Schlüter wies daraufhin, dass die Nachfrage nach Ausbildungsplätzen deutlich nachgelassen habe und führte das auf die schlechte Außenwirkung der Banken insgesamt zurück.

Deutlich zurückgegangen ist das Kreditgeschäft. In 2016 sei dies zum ersten Mal seit 2011 wieder unter die kritische Marke von 300 Mio. EUR zurückgefallen, betonte Vorstandsmitglied Mathias Alfs. Zurückzuführen sei dies auch auf das gestiegene Kundenvermögen um 1,2 Prozent auf über 540 Mio. EUR. Ebenfalls sei die Nachfrage nach gewerblichen Krediten gesunken, gleichzeitig würden wegen der Niedrigzinspolitik öfter Sondertilgungsmöglichkeiten in Anspruch genommen.

Ungebrochen sei die Nachfrage nach Wohnimmobilien in Bad Honnef, berichtet Alfs. Allerdings könne die Immobiliensparte der Sparkasse die Nachfrage nicht befriedigen. Alfs: “Besonders in Tallage stehen nicht genügend Objekte zur Verfügung.”

Ausgeweitet hat die Stadtsparkasse ihr finanzielles Engagement in Bad Honnef. 110 Tsd. EUR konnten an Vereine, Organisationen und Initiativen verteilt werden. Für Dorit Schlüter ist es sehr wichtig, dass die Stadtsparkasse trotz der Einsparungen ihren Beitrag für ein lebenswertes Bad Honnef leistet.

 

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