Bruchstelle | Foto: Straßen.NRW

Region – “Der tragische Verkehrsunfall auf der A3 bei Köln hat im Landesbetrieb Straßen.NRW große Bestürzung ausgelöst”, teilt die Landesbehörde am Abend mit. Eine Lärmschutzwand hatte sich gelöst und war auf die Fahrbahn geschlagen. Dabei wurde eine Autofahrerin aus Köln tödlich getroffen.

Gleichzeitig veröffentlicht Straßen.NRW erste Untersuchungsergebnisse. Demnach sei an der herabgestürzten Lärmschutzplatte (Baujahr: 2007, Größe: 2,50 m mal 5,30 Meter, Gewicht: vier bis fünf Tonnen, Material: Stahlbeton) bereits bei der Montage im Jahr 2007 die Verankerung im Betonrahmen nicht fachgerecht angebracht worden. Die vorgefundene Konstruktion entspreche nicht der Ausführungsplanung. Sie sei gewählt worden, weil die regelkonforme Konstruktion aus Platzgründen nicht hätte montiert werden können.

Straßen.NRW: “Bei der herabgestürzten Lärmschutzplatte wurde eine geschweißte Winkelkonstruktion verbaut. Schwachpunkt dieser Konstruktion ist eine angeschweißte Hammerkopfschraube in der Verankerung an der Oberseite der Lärmschutzplatte. Diese Konstruktion ist nicht geeignet, die Zugkräfte der Platte aufzufangen.” Nach derzeitigem Erkenntnisstand müsse davon ausgegangen werden, dass es sich um einen mit Absicht herbeigeführten Mangel handele.

Die letzte Hauptprüfung der Lärmschutzplatten habe am 17. September 2013 stattgefunden, teilt Straßen.NRW weiter mit. Mängel seien nicht festgestellt worden.

Die gleiche Konstruktion wurde an sechs weiteren Lärmschutzplatten verbaut. Sie sollen schnellstmöglich ausgebaut werden, um eine etwaige Gefährdung auszuschließen. So lange bleibt der Verkehr auf den beiden äußeren Fahrspuren im Bereich der Unfallstelle gesperrt.

 

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