Bad Honnef. Die Pläne für den Mobilitätsknoten West in Bad Honnef stehen vor einer entscheidenden Phase. Grund sind geänderte Förderbedingungen des Zweckverbands go.Rheinland, die die bisherige Finanzierungsstrategie der Stadt erschweren. Die Verwaltung hat nun eine aktualisierte Beschlussvorlage vorgelegt, die zwei grundsätzliche Wege aufzeigt: die Fortführung des ambitionierten Projekts unter angepassten Rahmenbedingungen oder eine deutliche Reduzierung der ursprünglichen Planung.
Fördergelder unsicher – Projekt in der Zange
Ursprünglich sollte der Mobilitätsknoten als moderne Mobilstation mit Park+Ride-Angebot realisiert werden, wobei ein Großteil der Baukosten durch Landes- und Bundeszuschüsse gedeckt werden sollte. Doch die Fördermittelgeber haben die Stadt nun darüber informiert, dass die Einordnung in ein besonders günstiges Förderprogramm nicht mehr gesichert ist. Stattdessen kommt ein alternatives Verfahren infrage, das strengere Anforderungen und andere finanzielle Rahmenbedingungen mit sich bringt.
Zwei Optionen für die Zukunft
Die Verwaltung schlägt in ihrer Vorlage zwei Handlungsoptionen vor:
Weiterverfolgung des ursprünglichen Konzepts
Das Projekt würde als Parkhaus mit Mobilstation und hochwertiger Verknüpfung aller Verkehrsträger fortgesetzt. Dafür müsste die Stadt weiterhin aktiv Fördermittel einwerben und zunächst nur die planerischen Grundlagen für einen Förderantrag erarbeiten. Parallel soll ein Interimskonzept entwickelt werden, um die Zeit bis zur endgültigen Umsetzung zu überbrücken.
Abgespeckte Variante als pragmatische Lösung
Hier würde das Projekt nicht in der bisherigen Form weiterverfolgt. Statt eines großen Parkhauses könnte eine ressourcenschonendere Lösung entstehen, die sich auf funktionale Mindestanforderungen konzentriert. Diese Variante würde weniger Vorleistungen erfordern, ließe aber zentrale Elemente der ursprünglichen städtebaulichen Idee entfallen.
Förderfähigkeit und Betriebsfragen offen
Unabhängig von der gewählten Richtung sieht die Verwaltung weiterhin Chancen, das Projekt grundsätzlich förderfähig zu halten. Besonders die Einordnung als Mobilstation und Verkehrsknotenpunkt gilt als wichtiges Argument gegenüber den Fördergebern. Allerdings sind die genauen Förderbedingungen noch nicht abschließend geklärt.
Ein weiteres Problem stellt der spätere Betrieb dar, insbesondere beim geplanten Parkangebot. Einige Förderprogramme sehen strikte Vorgaben vor, etwa zur Gebührenfreiheit bestimmter Stellplätze. Das erschwert die Entwicklung eines wirtschaftlich tragfähigen Betriebskonzepts zusätzlich.
Zeitdruck durch neue Bahninfrastruktur
Mit der Fertigstellung des neuen Bahnhalts in den kommenden Jahren wird eine Neuordnung des Umfelds erforderlich. Die Verwaltung betont daher den zeitlichen Handlungsdruck, zumindest eine interimistische Lösung für die Verkehrsführung und die Organisation des Bereichs zu entwickeln.
Über die neue Situation berät der Planungsausschuss am 09.06.2026 (18 Uhr – Ratssaal).











Warum wird ein hässliches Parkhaus benötigt? Bei eventuellem Hochwasser kann man es nicht erreichen und und es entstehen Schäden. Ebenso gibt es für verschiedene Mitbürger dort einen geschützten Platz ihr Unwesen zu treiben und Vandalismus sowie Graffitis sind vorprogammiert. Dieses Parkhaus ständig zu reinigen oder zu renovieren, um das Stadtbild nicht zu beschädigen wie unser jetztiger Bahnhof, läßt die Folgekosten gar nicht überblicken.